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LeBron James (l.) stand gegen Donte Greene und die Kings 44 Minuten auf dem Parkett © getty

Sacramento bringt Cleveland an den Rand der Niederlage. James und Ilgauskas haben aber noch Trümpfe in der Hinterhand.

Von Rainer Nachtwey

München/Sacramento - 34 Punkte, 16 Rebounds, 10 Assists: LeBron James war am Weihnachtsvorabend gegen die Sacramento Kings wieder einmal in Bestform.

Nicht nur das "King" James in der Offensive seine Akzente setzte, auch in der Defensive langte der wertvollste Spieler der letzten Saison hin und hatte damit großen Anteil, dass sich die Cleveland Cavaliers in Kalifornien mit 117:104 (32:29, 25:24, 32:32, 15:19, 13:0) durchsetzten, wenn auch erst in der Verlängerung. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

James gelang nicht nur sein zweites Triple-Double der Saison, sondern er verteidigte stark gegen Sacramentos Rookie Tyreke Evans, der im letzten Viertel und der Verlängerung nur einen seiner acht Würfe im Korb versenkte.

Evans als Heraudsforderung für James

"Im letzten Viertel setzen wir immer ein Ausrufezeichen, was die Verteidigung anbelangt", sagte James. "Es ist großartig zu sehen, dass wir in der Lage sind, im letzten Viertel in der Verteidigung noch zuzulegen. Es wäre nur schön, wenn wir das auch über 48 Minuten schaffen."

Für Gegenspieler Evans, der gegen die Cavs erst sein 27. NBA-Spiel bestritt, fand James lobende Worte. "Das war eine große Herausforderung für mich. Ich musste schon meine Größe und Erfahrung ausspielen, um wenigstens zu versuchen, ihn am punkten zu hindern."

Big Z versenkt die Dreier

Der entscheidende Mann in der Overtime war dann aber doch nicht James, vielmehr Center Zydrunas Ilgauskas.

Der Litauer versenkte in der Zusatzschicht von fünf Minuten drei Dreier und sorgte für großes Erstaunen bei den Kings.

"Es hat Spaß gemacht zuzusehen, wie 'Big Z' Raum geschaffen hat und dann auch noch die Dreier aus den Ecken verwandelt", zollte Coach Mike Brown Ilgauskas Respekt. "Er hat das schon öfters gemacht, aber es war wichtig, dass er es heute in der Verlängerung wiederholt hat."

Jüngste Starting Five der NBA-Geschichte?

Trotz der Niederlage war Coach Paul Westphal mit seinen jungen "Königen" - all seine fünf Starter sind 23 Jahre oder jünger - zufrieden. "Ich denke, das war die jüngste Starting Five in der Geschichte der NBA", sagte Westphal. "Wir hatten sie am Rande der Niederlage, wir hatten den letzten Wurf in der regulären Spielzeit. Wenn der reingeht, hätten wir bis über beide Ohren grinsen können."

Für Evans war es ein Spiel zum Lernen. "Am Schluss kam LeBron zu mir her, lachte und meinte: 'Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Superstars zuschlagen'. Er ist sehr groß, stark und schnell, ich habe ein paar Mal an ihm vorbeiziehen können, aber am Schluss eben nicht mehr. Ich wollte es erzwingen."

Mit 28 Punkten war der 20 Jahre alte Evans, der vierte Pick des diesjährigen Drafts, dennoch bester Scorer seiner Mannschaft. Der gebürtige Münchner Donte Greene (21) kam auf 10 Zähler, Jason Thompson (23) steuerte 18, Omri Casspi (21) 18 und Spencer Hawes (21) 17 Punkte bei.

Sport1.de hat weitere Spiele aus der NBA zusammengefasst:

New Jersey Nets - Minnesota Timberwolves 99:103

Im Duell der schlechtesten NBA-Teams haben sich die Minnesota Timberwolves bei den New Jersey Nets mit 103:99 durchgesetzt.

Dabei verhinderte der Videobeweis 26 Sekunden vor Schluss den dritten Saisonsieg der Nets. Nach einem Einwurf an der Mittellinie beim Stand von 99:97 für die T-Wolves schlug Courtney Lee Minnesotas Corey Brewer den Ball aus der Hand und ins Aus. Die Schiedsrichter entschieden auf Einwurf Nets.

Doch statt weiterzuspielen, nahm New Jersey eine Auszeit, um den letzten Angriff durchzuplanen. Die Referees sahen sich die Wiederholung an und entschieden auf Ballbesitz Minnesota, den die Gäste zum Sieg nutzten.

Denver Nuggets - Atlanta Hawks 124:104

J.R. Smith hat gegen die Atlanta Hawks wieder einmal unter Beweis gestellt, wie wertvoll er für die Denver Nuggets ist.

Der Shooting Guard erzielte 41 Punkte von der Bank aus und hatte damit maßgeblichen Anteil am 124:104-Erfolg der Gastgeber.

Mit einer Bilanz von nun 20:9 zog die Mannschaft aus der Mile High City mit den Dallas Mavericks gleich und teilt sich hinter den Los Angeles Lakers den zweiten Platz im Westen.

Damit beendeten die Nuggets auch die Hoffnungen der Hawks auf einen neuen Startrekord. Beim 112:87-Sieg am Vortag gegen Minnesota hatte die Truppe aus Georgia, die in Jamal Crawford (24 Punkte) ihren besten Schützen hatte, die Bestmarke aus der Saison 1986/87 noch eingestellt.

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