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Nowitzki: "Rick hat eine klare Linie und ganz konkrete Vorstellungen" © getty

Der Würzburger büffelt kurz vor dem Training Camp neue Spielzüge. Mit Trainer Carlisle soll in Dallas ein frischer Wind wehen.

Von Julian Ignatowitsch

München - Es warten harte Wochen auf Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks.

Am Dienstag startet das Training Camp, schon jetzt heißt es: büffeln, büffeln, büffeln.

Mit dem neuen Trainer Rick Carlisle soll in Dallas während der kommenden Saison ein frischer Wind wehen.

Bevor es auf den Court geht, ist erst einmal Lernen angesagt. Die Spieler der Mavs müssen sich durch das "Playbook" ackern, um neue Spielzüge und taktische Varianten zu studieren.

Neuer Trainer, neue Philosophie

"Das wird eine sehr interessante Sache", freut sich Nowitzki bereits auf die Trainingseinheiten. "In den letzten Jahren standen keine neuen Spielzüge auf dem Programm, da habe ich nie ins 'Playbook' geschaut. Jetzt ist das anders."

Der neue Trainer hat neue Methoden und auch teilweise eine neue Philosophie.

"Wir werden in der Offensive neue Laufwege einstudieren", verrät Nowitzki: "Dabei werden wir aber keineswegs die Defensive vernachlässigen."

"Rick hat eine klare Linie"

Denn bei aller Innovation weiß Carlisle altbewährte Grundsätze zu schätzen. "Wir werden die Defensive nicht zu Gunsten der Offensive opfern. Schnelles Basketball funktioniert nur mit einer kompromisslosen Verteidigung", stellt er klar.

Als Grundlage stehen in den ersten Wochen Kondition, Spritzigkeit und Taktikstunden ganz oben auf dem Trainingsplan. "Rick hat eine klare Linie und ganz konkrete Vorstellungen", lobt Nowitzki.

Nach dem Aus in der ersten Playoff-Runde vergangene Saison gegen die New Orleans Hornets stehen die Zeichen also auf Neuanfang.

Spielermaterial nahezu gleich

Das Spielermaterial der Mavs ist jedoch nahezu gleich geblieben. Auf den Schlüsselpositionen hat sich in der Postseason nichts getan.

Dennoch erhofft sich Nowitzki schon von der Tatsache, dass der im Februar kurz vor Transferschluss verpflichtete All-Star Jason Kidd nun von Beginn an dabei ist, einen Schub.

"Mit Jason können wir in der Vorbereitung ganz neue Dinge ausprobieren. Diesmal haben wir genügend Zeit um uns abzustimmen und damit für Überraschungen zu sorgen", sagt der Würzburger.

Sorgenkind Howard

Ein anderer Hoffnungsträger bereitete Dallas kürzlich Sorgen. Mit seinen abfälligen Bemerkungen über Nationalhymne und Nationalflagge entfachte Josh Howard in den USA ein Lauffeuer.

Schon davor hatte der Small Forward mit seinem Geständnis zum Marihuana-Konsum und einer Verhaftung wegen eines illegalen Autorennens Anfang August für negative Schlagzeilen gesorgt.

Nach Aussage von Mark Cuban sind die Vorfälle mittlerweile ausgeräumt, Howard hat sich öffentlich entschuldigt und brennt auf Rehabilitierung.

"Yes we can!"

So wie das ganze Team. Nach zwei Playoff-Erstrunden-Pleiten in Folge sind die Mavericks heiß.

"Change" lautet das Motto unter dem neuen Trainer. Damit wirbt auch Barack Obama im US-Präsidentschaftswahlkampf.

Von ihm stammt noch ein ganz anderer Slogan, den sich die Mavericks zu Herzen nehmen sollten: "Yes we can!"

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