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Dirk Nowitzki (r.) war einer von sieben Mavs-Spielern die zweistellig punkteten © getty

Obwohl der Superstar im letzten Viertel gegen Memphis ohne Punkte bleibt, gewinnt Dallas. Vor allem ein Reservist trumpft auf.

Von Matthias Becker

München/Dallas - Mit einem Tag Verspätung erfüllte sich Dirk Nowitzkis Weihnachtswunsch:

Noch nach der Heimpleite gegen Portland am 23. Dezember hatte sich der Superstar der Dallas Mavericks über mangelnde Unterstützung durch die Teamkollegen im Schlussviertel beklagt.

Einen Tag nach der weihnachtlichen Bescherung in den USA bewiesen jene Kollegen, dass sie ihren Leader verstanden hatten und sicherten den 106:101-Heimsieg gegen die Memphis Grizzlies.

Während Nowitzki keinen seiner 20 Punkte im Schlussviertel erzielte, sorgten Jason Kidd, Josh Howard und vor allem Jason Terry im letzten Spielabschnitt für die Entscheidung und den 21. Saisonerfolg der Mavs. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Terry im Schlussviertel überragend

Terry, von der Bank kommend mit 23 Punkten bester Mavericks-Scorer, sammelte in der Schlussphase zwölf Punkte und zeigte eine seiner besten Saisonleistungen.

"Zum ersten Mal in dieser Saison wurde ein Jet gesichtet", scherzte Nowitzki in Anspielung auf Terrys Spitznamen.

Doch nicht nur der unterstützte den Deutschen. Mit Nowitzki, Terry, Kidd, Howard, J.J. Barea, Erick Dampier und Shawn Marion punkteten sieben Mavericks zweistellig. (STATISTIK: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch)

"Wir sind keine One-Man-Show"

Für Terry war diese starke Teamleistung keine Überraschung. "Wir werden noch stärker sein, wenn wir konstant sieben oder acht Spieler haben, die zweistellig punkten. Dieses Team wurde so aufgebaut", sagte der Shooting Guard der Texaner.

Coach Rick Carlisle schlug in die gleiche Kerbe: "Wir wissen, dass die richtige Balance wichtig ist, um ein NBA-Top-Team zu sein. Alle verstehen, dass wir keine One-Man-Show sind."

Memphis hält dank Randolph lange mit

Diese Erkenntnis war am Samstag besonders wichtig, da Memphis nicht nach Dallas gekommen war, um Geschenke zu verteilen.

Angetrieben vom überragenden Zach Randolph (27 Punkte, 14 Rebounds) hielten die Grizzlies das Spiel lange offen und zeigten Selbstvertrauen. Schließlich hatten sie die letzten drei Aufeinandertreffen mit den Mavericks für sich entschieden.

In der ersten Halbzeit lag der Letztplatzierte der Southwest Division teilweise mit zehn Punkten in Führung. Noch 2:19 Minuten vor Spielende brachte O.J. Mayo sein Team mit zwei verwandelten Freiwürfen auf 96:97 heran.

Nowitzki: "Hat Spaß gemacht zuzuschauen"

"Wir mussten Randolph stets doppeln, wenn er den Ball hatte. Sonst ist er zu effektiv", zollte Mavs-Coach Carlisle dem besten Spieler der Gäste Respekt.

Letztlich war es aber sein Team, das im entscheidenden Moment traf, auch wenn sich Nowitzki im Schlussviertel nur noch als Passgeber in Szene setzte.

"Josh (Howard, Anm. d. Red.) hat aggressiv gespielt und Jet hat in den letzten Minuten richtig aufgedreht. Es hat Spaß gemacht zuzuschauen", sagte Nowitzki, der nach seiner Ellbogenverletzung nach dem Kontakt mit Carl Landrys Zähnen wieder mit einer dicken Bandage auflief.

Schwere Auswärtsreise auf dem Programm

Für die Mavs war der Erfolg umso wichtiger, da sie nun vor einer anspruchsvollen Reise stehen. Viermal in Folge müssen sie nun auswärts ran, dabei stehen unangenehme Aufgaben wie bei den Denver Nuggets am Sonntagabend und beim Meister L.A. Lakers auf dem Programm.

Dirk Nowitzki wird sich auch dort wieder Unterstützung seiner Teamkameraden wünschen.

Auch wenn Weihnachten jetzt vorbei ist.

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