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Pau Gasol (l.) verlängerte seinen Vertrag bei den Lakers bis 2014 © getty

Für den Meister setzt es in Phoenix die zweite Niederlage aus den letzten drei Spielen. Vor allem die "Big Men" enttäuschen erneut.

Von Rainer Nachtwey

München/Phoenix - Shannon Brown läuft den Fastbreak, passt per Alley-Oop-Anspiel auf Adam Morrison.

Doch der Pass kommt nicht so an, dass Morrison den Ball im Flug per Dunking im Korb versenken kann.

Morrison fängt dennoch den Ball, springt erneut ab und versucht sich per Korbleger.

Aber auch das misslingt.

Die Szene, 43 Sekunden vor Schluss der Partie, war symptomatisch für die Leistung der Los Angeles Lakers bei der 103:118 (23:25, 27:31, 27:33, 26:29)-Niederlage bei den Phoenix Suns.

Suns versohlen Lakers den Hintern

"Letztes Jahr haben wir ihnen den Hintern versohlt. Diesmal waren sie an der Reihe", brachte es Kobe Bryant, der mit 34 Punkten bester Werfer des Meisters war, auf den Punkt.

"Ich kann nicht zufrieden sein", meinte Lakers-Coach Phil Jackson, "egal, ob mit meinen Startern oder den Bankspielern. Die Jungs haben mich nicht überzeugt."

Bankspieler Dudley überrascht

Überzeugend war hingegen der Auftritt der Suns. Amare Stoudemire führte die Suns mit 26 Punkten an und Jared Dudley brachte es auf 19 Zähler von der Bank, fast so viel wie die komplette Bank der Lakers.

Mit Steve Nash (16 Punkte, 13 Assists), Channing Frye (14), Goran Dragic (14) und Leandro Barbosa (11) kamen vier weitere Suns auf eine zweistellige Punkteausbeute.

Zu viele einfache Punkte für die Suns

"Wir haben sehr gut mit sehr viel Einsatz gespielt. In der Verteidigung haben die Jungs einen fantastischen Job gemacht", lobte Suns-Coach Alvin Gentry sein Team.

"Sie waren einfach besser als wir. Sie hätten uns auch in einer Nussschale ausgespielt. Sie haben ihre Angriffe zu Ende gespielt, haben sehr gut von Abwehr auf Angriff umgestellt und wir sind nicht hinterher gekommen. Das hat ihnen zu vielen einfachen Punkten verholfen und das Spiel zu ihren Gunsten entschieden", analysierte Bryant die Fehler seiner Mannschaft.

Artest fehlt an allen Ecken und Enden

Und noch ein weiterer Faktor kam laut Bryant hinzu: Das Fehlen von Ron Artest.

Der Small Forward hatte sich vor zwei Tagen bei einem Treppensturz eine Gehirnerschütterung zugezogen und musste bereits beim 112:103-Sieg in Sacramento passen (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse).

"Wir mussten uns komplett neu ausrichten. Für eine Mannschaft wie uns, die von der Chemie lebt, ist das schwierig. Dadurch, dass er nicht in der Startaufstellung ist, wurde alles durcheinander gemischt."

Für Artest rückte Lamar Odom in die erste Fünf. Der Forward kam aber nur auf 9 Punkte und auf eine grausame Wurfausbeute von 4 aus 13.

Bynum und Gasol enttäuschen

Und auch Pau Gasol und Andrew Bynum blieben mit 13 bzw. 14 Punkten und einer Quote von 5 von 10 respektive 4 von 10 hinter den Erwartungen zurück.

"Zu Beginn haben wir das Spiel unter dem Korb gut forciert. Aber wir haben es mit Verlauf der Partie nicht mehr zu Ende gespielt", zeigte sich Jackson enttäuscht.

Lakers bestes Team der Liga

Trotz der zweiten Pleite aus den letzten drei Partien bleiben die Lakers das beste Team der Liga. Mit 24 Siegen bei 6 Niederlagen führt L.A. die Western Conference vor den Dallas Mavericks (22:9) und den Denver Nuggets (20:12) an.

Die Suns liegen gleichauf mit Denver, das 101:106 in Sacramento unterlag, auf Rang vier.

Sport1.de hat weitere Spiele aus der NBA zusammengefasst.

Portland Trail Blazers - Philadelphia 76ers 93:104

Allen Iverson hat bei seinem Comeback nach vier Spielen Pause aufgrund von Kniebeschwerden die Philadelphia 76ers zum ersten Sieg nach drei Niederlagen in Serie geführt. Der Rückkehrer aus Memphis erzielte beim 104:93 (22:25, 21:24, 34:24, 27:20)-Erfolg bei den Portland Trail Blazers 19 Punkte, 5 Rebounds und 4 Assists.

A.I. zur Seite sprang Elton Brand. Der Power Forward brachte es auf 25 Zähler und 9 Rebounds.

Bei Portland, das zuletzt trotz argen Verletzungssorgen gegen Denver (107:96), in San Antonio (98:94), Dallas (85:81) und Miami gewonnen hatte, war Brandon Roy mit 24 Punkten bester Werfer.

New Jersey Nets - Oklahoma City Thunder 89:105

Die Niederlagenserie der New Jersey Nets hält weiter an. Beim 89:105 (27:32, 28:29, 21:23, 13:21) gegen Oklahoma City kassierte die Mannschaft von Coach Kiki Vandeweghe die zehnte Pleite in Folge und die 29. im 31. Saisonspiel.

Kevin Durant erzielte 40 Punkte für die Thunder, bei den Nets war Yi Jianlian mit 29 Zählern bester Werfer.

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