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Nachdenklich: Josh Howard, wie Dirk Nowitzki All-Star von 2007, gelobt Besserung © getty

Der Forward der Dallas Mavericks leistet vor der ganzen Welt Abbitte. Auch Marbury stört sein Ruf. Die Splitter aus der NBA.

Von Michael Spandern

München - Zwei Enfant Terribles der NBA stört offenbar ihr angekratzter Ruf.

Während Stephon Marbury die Scherben seiner Karriere eher zögerlich zusammenfegt, geht Josh Howard nach einem kontroversen Sommer härter mit sich ins Gericht.

Der Forward der Dallas Mavericks hatte jüngst vor der Kamera herumgealbert, als die amerikanische Nationalhymne abgespielt wurde und behauptet, diese wegen seiner afroamerikanischen Herkunft ohnehin nicht zu würdigen.

Daraufhin hatte er jede Menge Kritik einstecken müssen, aber auch einige rassistische E-Mails erhalten.

"Kopf nicht angeschaltet"

"Ich habe meine Späßchen gemacht. Ich habe meinen Kopf nicht angeschaltet", gibt sich der Teamkollege von Dirk Nowitzki nun reumütig.

"So bin ich nicht, ich war auf einer Militärschule und habe Freunde, die gedient haben", erinnert Howard.

Der 28-Jährige geriet auch im Juli in die Negativ-Schlagzeilen, als er mit 94 Meilen pro Stunde in einer Tempo-55-Zone gestoppt wurde.

Sorge um Sympathien der Fans

"Mir tut alles, was in den vergangenen fünf Monaten passiert ist, ehrlich und aufrichtig Leid", sagte er beim Medientag der Mavericks. "Ich entschuldige mich bei jedem, den ich angegriffen habe."

Er rechne damit, dass die Fans ihm auch nachtragen, dass er ausgerechnet während der Playoffs seine Vorliebe für Marihuana hinausposaunte.

"Ich werde versuchen, die Fans für mich zurückzugewinnen. Was auch immer dafür nötig ist, werde ich tun", versprach er. Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der NBA zusammengefasst:

New York Knicks

So weit geht Stephon Marbury, der vor dem letzten Jahr seines 21-Millionen-Dollar-Vertrags bei den New York Knicks steht, nicht.

Nachdem er 2007/08 nur in 24 Spielen auf dem Parkett stand, aber eines wegen eines Streits mit Trainer Isiah Thomas boykottierte und zwischenzeitlich mitten in N.Y. ganz abtauchte, bereut er nichts.

Doch in der öffentlichen Wahrnehmung sei er "jede Krankheit, die man sich vorstellen kann".

Entlassung wird erwartet

Nun aber sei er bereit zu spielen, darum gehe es schließlich. Und was die Knicks tun und wie sie ihn einsetzen, "spielt überhaut keine Rolle".

Doch viele gehen davon aus, dass Präsident Donnie Walsh dem Point Guard alsbald den Laufpass gibt, obwohl er keinen besseren Spielmacher hat.

Schließlich hat Marbury nicht nur die Fans, sondern auch die Mitspieler verschreckt. Und der sportliche Erfolg blieb zuletzt unabhängig von seinem Mitwirken aus.

Houston Rockets

Ganz andere Probleme haben die Houston Rockets. Nachdem Zugang Ron Artest bei den Texanern angekommen und Yao Ming wieder fit ist, sorgt sich der dritte Superstar um seine Gesundheit.

Tracy McGrady gab bekannt, dass Arthritis in seiner Schulter diagnostiziert worden sei und eine Operation erforderlich mache. Allerdings will er sich erst nach der Saison einem Eingriff unterziehen.

Doch auch sein Knie sei nicht gänzlich ausgeheilt, sondern erst zu "75 bis 80 Prozent". Der Heilungsprozess sei langsamer als erwartet und erst in zwei Monaten abgeschlossen.

Boston Celtics

In hohem Alter hat Sam Cassell weit weniger zu klagen. Nach reiflicher Überlegung entschied sich der 38-Jährige, noch ein Jahr beim Meister Boston Celtics dranzuhängen.

Chicago Bulls

Auch bei Free Agent Ben Gordon gehen Experten davon aus, dass er in dieser Woche bei seinem Team, den Chicago Bulls, verlängert. Ein Einjahres-Vertag über 6,4 Millionen Dollar ist für den Topscorer der "Bullen" im Gespräch.

Miami Heat

Genug hat dagegen der General Manager der Miami Heat, Randy Pfund. Der Mann, der Dwyane Wade und den Titel von 2006 nach Florida geholt hatte. Der Teampräsident Pat Riley soll die meisten von Pfunds Aufgaben zusätzlich übernehmen.

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