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LeBron James kommt in dieser Saison bisher auf einen Schnitt von 28,9 Punkten © getty

Der Superstar lässt es zu seinem 25. Geburtstag ordentlich im Korb der Hawks klingeln und verbucht nebenbei noch eine Bestmarke.

Von Matthias Fiedler

Cleveland/München - Lange sah es nicht nach einem Geschenk zu seinem 25. Ehrentag aus.

17 Punkte lagen die Cleveland Cavaliers zuhause gegen die Atlanta Hawks im dritten Viertel schon zurück, bevor LeBron James mit einem Zweipunktewurf zur Aufholjagd blies.

Und so durfte er beim 106:101-Erfolg (23:30, 29:34, 25:21, 29:16) am Ende doch noch lachend die Kerzen der Torte ausblasen. In den drei Geburtstagspartien zuvor war ihm ein Erfolg immer versagt geblieben. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Varejao und James glänzen

Doch um ein Haar wäre die Party auch im vierten Anlauf ausgefallen.

Erst 17,2 Sekunden vor Schluss beschenkte Teamkollege Anderson Varejao den "King" vorzeitig, als er nach einem Zuspiel von Mo Williams den ersten Dreier seiner Karriere verwandelte und Cleveland mit 104:101 in Front brachte.

"Das war ein großartiges Geschenk. Aber dafür sind Freunde eben da", strahlte James, der mit seiner Saisonbestleistung von 48 Zählern in der Geschichte der NBA die drittmeisten Punkte an einem Geburtstag verbuchte. (Platz eins: Shaquille O'Neal, 61 Punkte, 2000; Platz zwei: Dominique Wilkins, 53 Punkte, 1987)

Moon besiegelt Endstand

Nach seinem verwandelten Wurf von der Dreipunktlinie fand sich Varejao (14 Punkte, neun Rebounds) umgehend in den Armen des Geburtstagskindes wieder und rief ihm zu: "Happy Birthday!"

Jamarion Moon besiegelte mit seinen zwei verwandelten Freiwürfen zwei Sekunden vor Schluss den Endstand.

"Hätten gewinnen müssen"

Dabei zeigten sich die Hawks in guter Form und führten bis zur Halbzeit 64:52.

"Das ist ein Spiel, was wir hätten gewinnen müssen. Unglücklicherweise ist nicht alles zu unseren Gunsten gelaufen. Damit müssen wir leben", resümierte Joe Johnson enttäuscht, der sich mit 35 Punkten nicht hinter James verstecken musste.

Woodson sauer

Insbesondere Atlantas Trainer Mike Woodson war mit den Entscheidungen der Schiedsrichter mehr als unzufrieden.

Auf die Palme brachte ihn, dass die Wurfuhr nach einem vergebenen Versuch der Cavaliers 1:56 Minuten vor Spielende nicht auf neue 24 Sekunden sprang, sondern weiter ablief und den Hawks damit kaum mehr Zeit für einen erfolgreichen Angriff ließ.

Williams kontert

Den daraus resultierenden Ballverlust nutzte Varejao zur knappen 100:99-Führung.

"Wir hatten das Momentum auf unserer Seite, lagen in Front und dann so was. Einer der Unparteiischen hätte die Uhr im Auge behalten müssen, statt nur auf das Spiel zu achten", schimpfte Woodson.

"Was können die Hawks ändern? Sie haben verloren. Hätten sie gewonnen, würden sie sich nicht beschweren", konterte hingegen Cavs-Spielmacher Williams.

Für den Tabellenführer der Eastern Conference war es der sechste Sieg in Serie und der achte in Folge gegen die Hawks.

Sport1.de hat weitere Spiele aus der NBA zusammengefasst.

Phoenix Suns - Boston Celtics 116:98

Nach zuletzt fünf Pleiten in zehn Partien meldeten sich die Phoenix Suns gegen die Boston Celtics zurück.

Mit Kevin Garnett (Verletzung im linken Knie) und Paul Pierce (Verletzung im rechten Knie) mussten die Celtics auf zwei Stammspieler verzichten, was die Suns clever ausnutzten.

Phoenix' Channing Frye sammelte 26 Zähler und zehn Rebounds. Amare Stoudemire steuerte ebenfalls 26 Punkte bei.

"Ob mit oder ohne Kevin Garnett. Es ist ein Sieg über Boston, den wir gern mitnehmen", erklärte Suns-Coach Alvin Gentry zufrieden.

Für die Gastgeber, die in der Liga hinter Los Angeles und Cleveland auf Platz drei rangieren, war Eddie House mit 19 Zählern der erfolgreichste Punktesammler.

Sacramento Kings - Philadelphia 76ers 116:106

Er kann es doch noch. Allen Iverson verhalf mit 20 Punkten und drei Assists seinen 76ers zum zweiten Sieg in Serie. Das letzte Mal war das Philadelphia zu Beginn der Saison gegen Milwaukee (99:86) und New York (141:127) gelungen.

Der 34-jährige Shooting Guard blieb bei beiden Versuchen von der Dreierlinie fehlerlos. Auch bei seinen sechs Freiwürfen patzte er nicht.

"Allen hilft uns mit seinem Spiel sehr. Er zieht viel Aufmerksamkeit auf sich, wenn er in die Zone zieht und schafft so gute Wurfmöglichkeiten für seine Mitspieler", sagte Andre Iguodala, der 19 Punkte markierte.

Neben ihm war Lou Williams mit 22 Zählern für die Sixers erfolgreich. Die Kings hatten in Omri Casspi und Donte Greene mit jeweils 21 Punkten ihre besten Werfer.

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