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Kevin Durant ist mit 28,5 Punkten im Schnitt viertbester Scorer in der NBA © getty

Oklahomas Topscorer verhilft seinem Team zu einem Zittersieg über die Jazz und bricht dabei noch einen Franchise-Rekord.

Von Matthias Fiedler

Oklahoma City/München - Punktefestival für Oklahomas Kevin Durant:

Der Small Forward verbuchte beim knappen 87:86-Erfolg über die Utah Jazz mit 31 Punkten nicht nur sein sechstes Spiel mit mindestens 30 Zählern in Serie, sondern brach damit auch den Franchise-Rekord von Spencer Haywood aus dem Jahr 1972. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

"Das war ein großer Schritt für uns. Trotzdem steht uns noch eine lange Saison bevor. Wir müssen weiter hungrig bleiben", trat Durant trotz seiner guten Leistung auf die Euphoriebremse.

Collison entscheidet das Spiel

Auch für Nick Collison war der Sieg gegen die Utah Jazz kurz vorm Jahreswechsel ein ganz besonderer.

Als einzig verbliebener Spieler des Teams von 2005 erlebte der 29-Jährige nicht nur zum zweiten Mal, wie sein Team fünf Siege in Folge einfuhr (zuletzt gelang das im März 2005), er verwandelte vier Sekunden vor Schluss auch die spielentscheidenden Freiwürfe.

"Auch wenn es eng war, wir finden einen Weg, Spiele zu gewinnen. Meine Mannschaft hatte schon immer das Potenzial, richtig gut zu sein. Jetzt zeichnet sich das immer deutlicher ab", sagte Collison, der elf Punkte erzielte.

Utah kontert

Nach einem vergebenen Sprungwurf von Kevin Durant hatte sich Collison den Rebound geschnappt, wurde allerdings beim Nachsetzen von Paul Millsap gefoult und kam so zu den wichtigen Treffern.

Im vierten Viertel war Oklahoma bereits auf 70:62 davongezogen. Doch Utah konterte mit einem 10:2-Lauf und verkürzte auf 78:81 gut drei Minuten vor Schluss.

Vier Sekunden vor Spielende führten die Gäste gar mit einem Punkt, bevor Collison den Sack zu machte.

"Pleite geht an die Nieren"

"Diese Niederlage ging an die Nieren. Wir hatten den Sieg schon auf der Hand", sagte Utahs Deron Williams fassungslos.

Williams markierte 14 Punkte. Carlos Boozer war mit 17 Zählern bester Scorer der Jazz. Bei den Thunder war neben Durant Jeff Green mit zwölf Punkten der erfolgreichste Werfer.

Oklahoma schließt durch den Sieg über die Jazz mit der gleichen Bilanz (18 Siege, 14 Niederlagen) wie Utah ab und rangiert in der Northwest Divison nun auf Rang drei.

Sport1.de hat weitere Spiele aus der NBA zusammengefasst.

San Antonio Spurs - Miami Heat 108:78

Die Spurs verpassten den Heat als "nachträgliches Weihnachtsgeschenk" eine 30-Punkte-Klatsche.

Erfolgsgarant für den Sieg war Tim Duncan, der 23 Punkte erzielte und sich zehn Rebounds fischte. Manu Ginobili kam auf 18, Tony Parker auf 15 Zähler.

"Sie haben uns heute richtig den Hintern versohlt. Aber bei unserer Leistung haben wir bekommen, was wir verdient haben", sagte Miamis Trainer Erik Spoelstra.

Für die Heat erzielte Michael Beasley 26 Punkte. Superstar Dwyane Wade kam lediglich auf 16 Zähler und leistete sich sieben Ballverluste.

Los Angeles Clippers - Philadelphia 76ers 104:88

Einen erfolgreichen Jahresabschluss feierten die Clippers zu Hause gegen Philadelphia.

Bei Los Angeles punktete die gesamte erste Fünf zweistellig. Chris Kaman war mit 26 Punkten und 10 Rebounds bester Akteur der Partie.

Der Sieg dürfte dem fehlenden Trainer Mike Dunleavy (Rückenverletzung) Balsam für seine Wiedergenesung gewesen sein.

"Er hatte sehr starke Schmerzen und musste das Spiel daheim vom Fernseher aus verfolgen", erklärte Assistenz-Trainer Tony Brown, der erst fünf Stunden vor Spielbeginn informiert wurde.

Lou Williams erzielte 19 Punkte für die Sixers. Allen Iverson blieb mit nur sieben Zählern weit unter seinen Möglichkeiten.

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