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Clay Bennett ist der neue Besitzer der Oklahoma City Thunder bzw. Seattle SuperSonics © getty

Die Seattle SuperSonics gibt es nicht mehr. Die Franchise ist jetzt in Oklahoma beheimatet. Sport1.de stellt die Thunder vor.

Von Rainer Nachtwey

Die Nordwest-Division war in den letzten beiden Jahren festgefahren. Utah gewinnt, Denver qualifiziert sich auf Rang zwei für die Playoffs und dahinter tollen sich Portland, Minnesota und Seattle.

Doch das ist nun beendet. Nicht nur sportlich kann es durchaus die eine oder andere Änderung in der Reihenfolge geben, sondern auch bei den Teamnamen hat sich in der Offseason einiges getan.

Die Seattle SuperSonics zogen von der Westküste mitten ins Landesinnere nach Oklahoma City. Nach Wochen des Rätselns hat der neue Klub seit dem 3. September nun auch einen Namen: Thunder.

Zum Start des Training Camps stellt Sport1.de die Oklahoma City Thunder vor und vergleicht ihn mit dem Vorgänger Seattle SuperSonics.

Besitzer:

Der Grund, warum die SuperSonics nicht mehr SuperSonics heißen und auch nicht mehr in Seattle sind. Professional Basketball LLC nennt sich der neue Besitzer der Thunder. An der Spitze der Investment Firma aus Oklahoma City steht der Geschäftsmann Clayton Bennett.

Bereits 21 Monate bevor der Umzug offiziell am 18. April 2008 von den Besitzern aller 30 NBA-Teams beschlossen wurde, hatte Bennett die Franchise am 18. Juli 2006 erworben. Nachdem der Umzug nach Oklahoma City abgesegnet war, versuchte Vorbesitzer Howard Schultz den Deal rückgängig zu machen.

Trainer

Hier ändert sich rein gar nichts. P.J. Carlesimo ist und bleibt Trainer der Thunder. Der 59-Jährige übernahm letzte Saison das Kommando bei den Sonics und zog mit dem Klub nach Oklahoma um.

Carlesimo erhielt seine Berühmtheit weniger durch seine Erfolge, sondern als Coach der Golden State Warriors, der von Latrell Sprewell gewürgt wurde. Sprewell wurde daraufhin für den Rest der Saison - 68 Spiele - gesperrt.

Mannschaft:

Der Go-to-Guy heißt weiterhin Kevin Durant. Der letztjährige "Rookie of the Year" ist mit durchschnittlich 20,3 Punkten bei 34,6 Minuten Spielzeit der absolute Teamleader. Seine Einsatzzeit sollte in der kommenden Saison noch steigen und dadurch auch sein Punkteschnitt.

Dennoch hat sich bei den Thunder Einiges getan. Der Klub war in den Drei-Team-Trade um Point Guard Mo Williams, der von den Milwaukee Bucks zu den Cleveland Cavaliers transferiert wurde, involviert. Am 13. August schickte er Luke Ridnour, Damon Jones und Adrian Griffin nach Milwaukee und erhielt von den Cavaliers Power Forward Joe Smith, übrigens Teamkollege von Sprewell in jener Zeit bei den Warriors, und Small Forward Desmond Mason.

Beide sind allerdings hinter Chris Wilcox und Nick Collison sowie Jeff Green nur Ersatzspieler. Bereits während der Saison waren die SuperSonics in einen spektakulären Drei-Team-Trade verwickelt, als sie Wally Szerbiak und Delonte West nach Cleveland schickten und im Gegenzug Ira Newble, Donyell Marshall und Griffin erhielten. Von den Dreien ist übrigens keiner mehr in Oklahoma City.

Dafür stehen derzeit fünf Rookies im Kader der Thunder. Point Guard Russell Westbrook, an vierter Stelle gewählt, wird vorerst hinter Earl Watson Erfahrung sammeln. Auf der Center-Position tummeln sich gleich zwei Liga-Neulinge: Der Kongolese Serge Ibaka (24. Pick) und DeVon Hardin (50. Pick) von der University of California. Erstrunden-Pick D.J. White und Kyle Weaver wurden von den Detroit Pistons bzw. Charlotte Bobcats erworben.

Die voraussichtliche Starting Five: Robert Swift - Nick Collison - Jeff Green - Kevin Durant - Earl Watson.

Halle

Seit der Renovierung 1994 spielten die Sonics in der Key Arena. 17.098 Zuschauer fanden in der Mehrzweck Halle bei einem Basketballspiel Platz.

Das Ford Center in Oklahoma City toppt die Zahlen noch einmal um zweieinhalb Tausend Plätze. 19.599 Fans fasst das 1999 errichtete Gebäude. Gespannt sein darf man, ob beim Einlaufen der Mannschaft AC/DCs Hit "Thunder" ertönt.

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