vergrößernverkleinern
Chris Kaman (Nr. 35) von den Clippers hat derzeit einen Punkteschnitt von 20,4 © getty

Die Clippers siegen im Stadtderby über die Lakers. Boston gewinnt in Miami. Washington holt sich eine Klatsche in Cleveland ab.

Von Sebastian Binder

München - Riesenüberraschung im Stadtderby von Los Angeles: Die Clippers haben den Topfavoriten Lakers zu Hause mit 102:91 besiegt.

Maßgeblich am Erfolg des Underdogs beteiligt war der deutsche Nationalspieler Chris Kaman, der auf 21 Punkte und starke 14 Rebounds kam.

Auch Lakers-Superstar Kobe Bryant lieferte eine sehr gute Vorstellung ab, erzielte 33 Punkte und gab zudem acht Assists. Clippers-Coach Mike Dunleavy konnte sein Glück nach dem Spiel kaum fassen: "Wenn der Gegner keinen Respekt für dich empfindet, dann gehst du raus und zeigst es ihm. Das ist die größte Motivation überhaupt."

(DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

"Waren heute besser als wir"

Lakers-Coach Phil Jackson war nach der Partie mächtig angefressen, hatte er im Gegensatz zu seinem Team durchaus Respekt gezeigt und explizit vor dem vermeintlichen Underdog gewarnt: "Die Clippers haben eine sehr talentierte Mannschaft und sind definitiv ein Kandidat für die Playoffs."

Von der momentanen Heimstärke der Clippers schien der übermächtige Stadtrivale auch nichts gewusst zu haben. Nach dem Erfolg über die Lakers bauten die Clippers ihre Heimbilanz auf fünf Siege in Serie aus.

Davis bester Clippers-Akteur

Bryant sah die Niederlage als verdient an: "Sie waren heute schlichtweg besser als wir. Wir haben zu viele einfache Punkte zugelassen."

Bester Mann der Clippers war Baron Davis, der sich mit einem Double-Double (25 Punkte, 10 Assists) in den Vordergrund spielte. Neben Kaman überzeugte zudem Guard Eric Gordon, der es auf 18 Punkte brachte.

Bei den Lakers lieferten abgesehen von Bryant allenfalls noch Andrew Bynum und Shannon Brown akzeptable Vorstellungen ab, die beide 15 Zähler beisteuerten. Ansonsten punktete kein Lakers-Spieler zweistellig.

Gasol schmerzlich vermisst

Schmerzlich vermisst wurde vor allem der spanische Superstar Pau Gasol, der sich beim Sieg über die Dallas Mavericks an der Kniesehne verletzt hatte.

Mittlerweile befindet sich Gasol aber auf dem Weg der Besserung: "Er kann mittlerweile wieder schmerzfrei trainieren. Das ist natürlich gut zu wissen", sagte Jackson.

Die Lakers bleiben trotz der Pleite das beste Team der NBA (28:7) und unangefochtener Spitzenreiter der Pacific Divison. Die Clippers befinden sich in derselben Divison auf Rang drei (16:18), hinter den Phoenix Suns (23:13).

Sport1.de hat weitere Spiele aus der NBA zusammengefasst:

Miami Heat - Boston Celtics 106:112 n. V.

Die Boston Celtics haben einen 112:106-Auswärtssieg bei den Miami Heat eingefahren.

In einem dramatischen Spiel führte Miami bis kurz vor Schluss mit 101:99, doch Rajon Rondo rette Boston in die Verlängerung, die die Celtics dann mit 11:5 gewannen.

An der Heimpleite änderte auch die überragende Leistung von Heat-Superstar Dwyane Wade nichts, der auf 44 Zähler kam, bisher seine beste Punktausbeute in dieser Saison.

Das interessierte Celtics-Coach Doc Rivers aber nur am Rande: "Was für ein großartiger Sieg. Wir haben immer an uns geglaubt", jubilierte er.

Wade war nach der Niederlage bedient: "Schlimmer als das, was heute passiert ist, geht es eigentlich nicht." Die Celtics sind weiterhin souveräner Tabellenführer in der Atlantic Divison (25:8), vor den Toronto Raptors (18:18).

Miami (17:16) muss sich hingegen mit dem dritten Platz in der Southeast Divison zufrieden geben, hinter Orlando (24:11) und Atlanta (22:12).

Cleveland Cavaliers - Washington Wizards 121:98

Die Washington Wizards könnte die Suspendierung von Gilbert Arenas teuer zu stehen kommen. Im ersten Spiel ohne ihren wegen Waffenbesitzes suspendierten Superstar gingen die Wizards sang-und klanglos bei den Cleveland Cavaliers 98:121 unter.

"Die Sache mit Arenas hängt wie eine dunkle Wolke über uns", gab Wizards-Guard DeShawn Stevenson ehrlich zu.

Selbst Cavs-Superstar LeBron James, der auf 23 Punkte, sieben Rebounds und acht Assists kam, zeigte Mitleid mit dem Suspendierten: "Ich hätte nicht gedacht, dass die Bestrafung so hart sein würde. Ich weiß, dass Gil Basketball liebt, und deshalb ist das für ihn sehr bitter."

"Manchmal muss man bessere Entscheidungen treffen"

Dennoch stellte James auch klar: "Manchmal muss man bessere Entscheidungen treffen." Bei den Cavs wusste neben LeBron auch Shaquille O'Neal zu gefallen, der es auf 17 Punkte und sechs Rebounds brachte.

Washington hatte seinen besten Akteur in Antawn Jamison, der 26 Punkte erzielte.

Cleveland ist weiterhin unangefochtener Spitzenreiter der Central Divison mit einer Bilanz von 28:9. Die Wizards (11:22) dümpeln dagegen auf dem letzten Platz der Southeast Divison vor sich hin.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel