vergrößernverkleinern
Doc Rivers übernahm nach dem Spiel die Verantwortung für sein Fehlverhalten © getty

Der Trainer kostet den Celtics den Sieg. LeBron James besiegt Golden State fast im Alleingang, die Bulls siegen wieder.

Von Sebastian Aigner

Boston/München - Einen Tag nach der Rondo-Gala gegen die Toronto Raptors haben die Boston Celtics ihr Heimspiel gegen Atlanta mit 96:102 verloren.

Für die Hawks war es bereits der dritte Saisonsieg gegen Boston.

Kurios: In einem ausgeglichenem Match war es der Wutausbruch von Celtics-Coach Doc Rivers, der den Gegner auf die Siegerstraße brachte. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Souveräne "Kelten"

Bis Mitte des dritten Viertels hatte Boston das Spiel im Griff, führte zur Halbzeit mit 55:46.

Sechs Minuten und 16 Sekunden vor Ende des Viertels lag das Heimteam noch immer mit 67:57 in Führung, als Schiedsrichter Bennett Salvatore nach einer harten Attacke von Glen Davis an Marvin Williams auf unsportliches Foul entschied.

"Ich bin eben ein großer Kerl, ich habe nicht das Gefühl, dass ich ihn absichtlich gefoult habe", wies Davis jede Schuld von sich: "Aber die Schiedsrichter haben eben so entschieden, und das muss ich akzeptieren." Genau das tat Celtics-Coach Doc Rivers aber nicht.

Rivers rastet aus

Dem Celtics-Coach brannten die Sicherungen durch. Wild schimpfend und schreiend kommentierte er die Entscheidung des Referees.

Folge: Rivers wurde daraufhin mit zwei technischen Fouls bestraft und musste die Halle verlassen. Doch damit nicht genug.

Assistenz-Coach Armond Hill konnte sein Temperament ebenfalls nicht zügeln, das nächste technische Foul sowie fünf Freiwürfe für den Gegner waren die Konsequenz.

"Das nehme ich ganz klar auf meine Kappe. So etwas darf mir einfach nicht passieren", zeigte sich Rivers hinterher reumütig.

Wendepunkt des Spiels

"Die technischen Fouls waren der Wendepunkt", meinte auch Hawks-Guard Jamal Crawford.

"Wir haben gut gespielt und hatten das Spiel bis dahin im Griff, danach änderte sich alles", sagte ein enttäuschter Ray Allen.

Die Hawks verkürzten durch die Freiwürfe auf 61:67. Am Ende des dritten Abschnitts stand es schließlich 75:75.

Die Entscheidung fiel schließlich kurz vor Schluss, als Bostons Allen beim Stand von 96:98 mit einem versuchten Dreier erfolglos blieb, und Crawford mit zwei Körben den Sack für Atlanta zumachte.

Johnson mit Top-Leistung

Der Erfolg der Hawks war allerdings nicht ausschließlich an Rivers Ausraster festzumachen: Joe Johnson hatte mit 36 Punkten ebenso erheblichen Anteil daran, Al Horford steuerte wiederum neun Punkte und zwölf Rebounds bei.

Für die Celtics zeigte Rajon Rondo mit 26 Punkten und sieben Assists eine erneut starke Leistung.

Sport1.de hat weitere Spiele aus der NBA zusammengefasst:

Golden State Warriors - Cleveland Cavaliers 114:117

Superstar LeBron James führte Cleveland zum Sieg über die Golden State Warriors.

Mit 37 Punkten, elf Assists und acht Rebounds war "King James" einmal mehr der überragende Spieler auf dem Court und schrammte nur knapp an einem Triple-Double-vorbei.

"Das ist nun mal so bei ihm, nichts Ungewöhnliches, nichts Spektakuläres", stellte Monta Ellis, Shooting Guard der Warriors, resigniert fest.

Shaquille O'Neal, der 19 Minuten spielte, trug 13 Punkte und sechs Rebounds zum Erfolg bei:

"Er ist ja schon älter. Je mehr wir seine Beine in der regulären Saison schonen können, desto besser für uns. Er ist wahnsinnig effektiv für unser Spiel", erklärte Cavs-Coach Mike Brown die kurze Einsatzzeit des Alt-Stars.

Für die Golden State Warriors war Corey Maggette mit 32 Punkten und sieben Rebounds der Top-Scorer.

Chicago Bulls - Detroit Pistons 120:87

Die Bulls kehrten zu Hause dank der gut aufgelegten Luol Deng und Derrick Rose nach drei Niederlagen in die Erfolgsspur zurück und feierten ihren höchsten Saisonsieg.

Deng gelangen 27 Punkte, Rose 22 Punkte und neun Assists beim Kantersieg gegen die Pistons, die ihre 13. Niederlage in Folge kassierten.

"Bei uns sind jetzt endlich Thomas und Hinrich zurück, und sie hatten Zeit, zusammen zu üben", war Bulls-Coach Vinny del Negro mit den Rückkehrern zufrieden.

Phoenix Suns - Milwaukee Bucks 105:101

Die Niederlage bei den Phoenix Suns geriet für die Milwaukee Bucks fast zur Nebensache. Mehr ins Gewicht fiel die Hiobsbotschaft, dass für Michael Redd die Saison zu Ende ist.

Wie erst jetzt bekannt wurde, zog sich der 30-jährige Guard bei der Niederlage seines Teams am Sonntag bei den L.A. Lakers einen Kreuzbandriss im linken Knie zu.

Vor der Partie der Bucks in Phoenix in der Nacht auf Dienstag wurde zudem Bucks-Coach Scott Skiles wegen Herzrhythmusstörungen vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert.

Hakim Warrick gelang mit 21 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double, Milwaukees Bester relativierte nach dem Spiel jedoch seine Leistung: "Wenn so etwas wie mit Skiles passiert, wird Basketball nebensächlich. Ich hoffe er wird schnell wieder gesund."

Auf Seiten der Suns war Point Guard Steve Nash mit 30 Punkten, elf Assists und sieben Rebounds der überragende Akteur.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel