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Dirk Nowitzki bekam als erster Europäer in der Saison 06/07 den MVP-Award © getty

Dirk Nowitzki knackt die 20.000er-Marke und einen Saisonbestwert - doch der angeschlagene Kobe Bryant lässt die Lakers jubeln.

Von Michael Spandern

München - Dirk Nowitzki hatte die stehenden Ovationen bereits erhalten und alles getan, um seinen großen Abend mit einem Sieg zu krönen.

Doch der angeschlagene Kobe Bryant versetzte den Dallas Mavericks das K.o. und führte die Los Angeles Lakers beim 100:95 (49:45) nach zuletzt vier Niederlagen in Folge in fremden Hallen wieder zu einem Sieg.(STATISTIK: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Nowitzki knackte zwar elf Minuten vor dem Ende mit einem Sprungwurf aus der Mitteldistanz als 34. Spieler der NBA-Geschichte die 20.000-Punkte-Schallmauer, erzielte 15 seiner 30 Punkte im Schlussviertel und holte mit 16 Rebounds so viele wie noch nie in dieser Saison.(DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Double-Doubles von drei Lakers

Und 42,5 Sekunden vor der Schlusssirene glich er die Partie im mit 20.491 Zuschauern ausverkauften American Airlines Center mit einem Dreier aus.

Doch Bryant, der am Abend zuvor bei der Pleite in San Antonio wegen Rückenschmerzen vom Feld musste und auch in Dallas sichtlich gehandicapt war, konterte mit einem Zweier.

Der MVP von 2008 kam letztlich auf zehn Punkte. Erfolgreicher waren Center Andrew Bynum (22 Punkte / 11 Rebounds), Lamar Odom (18 / 14) und Ron Artest (16 / 11), die mit ihren Double-Doubles das Fehlen des oberschenkelverletzten Pau Gasols vergessen machten.

Dampier vergibt den Ausgleich

Bei den Mavs, die trotz der zweiten Heimpleite nacheinander Zweiter im Westen bleiben, verbuchte Spielmacher Jason Kidd elf Punkte und elf Assists.

Josh Howard, der erstmals seit dem 11. November in der Startfünf stand, kam auf 18 Punkte, Shawn Marion auf zehn.

Erick Dampier enttäuschte hingegen mit fünf Punkten und vier Rebounds. Nach Bryants Korb zum 97:95 versagten dem Center zudem die Nerven, als er zwei Freiwürfe und damit den Ausgleich vergab.

Die von Phil Jackson trainierten Gäste machten mit Freiwürfen von Bynum und Jordan Farmar den Sack zu.

Nowitzki mit prima Quoten

Die Lakers hatten mit 48:44 den Reboundvorteil und waren zudem deutlich treffsicherer (48,8 gegenüber 42,9 Prozent aus dem Feld).

3:12 Minuten vor Schluss bescherte Shannon Brown L.A. mit einem Sprungwurf zum 95:87 den größten Vorsprung.

Doch dann assistierte Nowitzki Jason Terry bei einem Dreier und legte selbst fünf Punkte zum Ausgleich nach. Beim Franken standen letztlich 11 Treffer bei 22 Versuchen aus dem Feld sowie sieben Freiwürfe ohne Fehlversuch zu Buche.

Dallas' (25 Siege - 13 Niederlagen) Vorsprung auf die drittplatzierten San Antonio Spurs (24-13) ist durch die zweite Schlappe gegen die Lakers (30-9) binnen elf Tagen dennoch auf ein Minimum zusammengeschmolzen.

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