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Blake Griffin spielte in der NCAA für die Oklahoma Sooners © getty

Ein Sprung in den Pool zerstört Blake Griffins Hoffnung auf ein NBA-Debüt in dieser Saison. Der Nummer-1-Pick muss unters Messer.

Von Michael Spandern

München - Blake Griffin muss das traurige Erbe von Greg Oden antreten: Der Nummer-1-Pick des Drafts 2009 verpasst seine gesamte erste Saison.

Die Los Angeles Clippers teilten am Mittwochabend mit, dass ihr hoch gelobter Power Forward sich bald einer OP an der gebrochenen linken Kniescheibe unterzieht, die Griffin für weitere vier Monate zur Pause zwingt.

Der 2,08 Meter lange Modellathlet hatte sich den Ermüdungsbruch bei der Landung nach einem Dunking im letzten Preseason-Spiel am 23. Oktober zugezogen.(DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Genesung nicht wie erhofft

In den Vorbereitungsspielen hatte Griffin mit durchschnittlich 13,7 Punkten und 8,1 Rebounds pro Partie rundum überzeugt.

Doch nachdem er sein Pensum auf dem Laufband intensiviert hatte, bemerkte der 20-Jährige einen Rückschlag in der Reha, als er in ein Schwimmbecken sprang.

Eine Untersuchung am Dienstag brachte dann die traurige Gewissheit, dass die Genesung alles andere als planmäßig fortschreitet.

Abstand auf Playoff-Ränge wächst

"Es ist ein wenig enttäuschend, weil er so viel mitbringt", gab sich Clippers-Coach Mike Dunleavy nach der Hiobsbotschaft gefasst. "Als Team finden wir immer besser zusammen, und wir haben uns darauf gefreut, dass unser Kader dieses Talent dazubekommt."

Die Clippers, die im Frontcourt mit Routinier Marcus Camby (11,7 Rebounds, 2,1 abgeblockte Würfe pro Spiel) und dem deutschen Nationalcenter Chris Kaman (20,4 Punkte / 9,4 Rebounds) zwei ihrer effektivsten Spieler haben, hoffen aber noch aufs Erreichen der Playoffs.

Die 94:108 (48:50)-Pleite bei den New Orleans Hornets, bei der Kaman wie am Vortag wegen Rückenbeschwerden aussetzte, vergrößert jedoch den Abstand des Zwölftplatzierten im Westen (17 Siege, 20 Niederlagen) auf den Achten Houston Rockets (22-17).

Verspätete Chance beim Rookie-Award

Das Team werde zwar enttäuscht auf das Saisonaus für Griffin reagieren, ahnte Dunleavy vor der zweiten Schlappe in Folge, "aber er war ja das ganze Jahr nicht hier".

Ein Trost bleibt Griffin zumindest: Die NBA entschied, dass der Oklahoma-Abgänger in der Spielzeit 2010/11 als Rookie des Jahres zur Wahl steht.

Diese verspätete Chance bekam auch der Nummer-1-Pick von 2007, Greg Oden. Der Center der Portland Trail Blazers musste sich nach einer Knieverletzung aus dem ersten Saisonspiel operieren lassen und fiel ebenfalls bis zum Sommer aus.

Auch die laufende Spielzeit hat Oden seit Dezember abgeschrieben - wie Griffin nach einem Bruch der linken Knieschreibe.

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