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LeBron James (gegen Eric Gordon, l.) war besonders im letzten Viertel kaum zu stoppen © getty

Ohne Kaman gewinnen die Clippers nicht. Gegen Cleveland verspielen sie 13 Punkte Vorsprung. Memphis feiert einen Klubrekord.

Von Sebastian Aigner

Los Angeles/München - Die Cleveland Cavaliers haben die knappe Niederlage gegen die Utah Jazz schnell vergessen lassen und bei den Los Angeles Clippers mit 102:101 (47:56) gewonnen.

Matchwinner bei den Cavs war einmal mehr Superstar LeBron James. "King James" gelangen 32 Punkte, 13 davon im vierten Viertel.

Die Clippers verloren ohne ihren verletzten Top-Scorer Chris Kaman ihr viertes Spiel in Folge. Der deutsche Nationalspieler laboriert noch immer an einer Rückenverletzung. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Halbzeitführung für Clippers

In der engen Begegnung führte Los Angeles zur Halbzeit mit 56:47.

Rasual Butler trug mit 19 Punkten zur Führung der Clippers bei, insgesamt gelangen dem 30-jährigen Außenspieler 33 Punkte, die beste Ausbeute seiner Karriere.

James wurde zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels nach seinem zweiten Foul ausgewechselt, und griff erst sechs Minuten vor der Halbzeitpause wieder ins Geschehen ein.

Aufholjagd der Cavs

Die Cavs arbeiteten sich im letzten Viertel Schritt für Schritt an die Clippers heran, die in Abschnitt drei zwischenzeitlich schon mit 13 Punkten in Führung lagen.

"Wir haben einfach in den Angriffs-Modus gewechselt", erklärte James die Wende im letzten Viertel: "Wir haben einfach einen Gang hochgeschaltet."

Zwei Minuten und 51 Sekunden vor Schluss ging Cleveland schließlich mit 100:99 in Führung.

Rebounds entscheidend

Vor allem die Stärke der Cavs bei Rebounds war ein spielentscheidender Faktor, mit 32:27 holte sich Cleveland fünf Rebounds mehr als die Clippers.

Zum 16. Mal in Folge entschied das Team von Mike Brown den Kampf um die Abpraller für sich.

"Das Einzige, worüber wir uns ärgern müssen, ist unsere Rebound-Statistik. Jeder hat seine Punkte gemacht, aber die fehlenden Rebounds haben uns wehgetan, besonders am Ende des Spiels", brachte es Clippers-Akteur Eric Gordon auf den Punkt.

Williams stark

Neben James waren für Cleveland Mo Williams mit 18 Punkten und Reserve Guard Delonte West mit 14 Punkten beste Scorer.

Gordon gelang mit 28 Punkten die höchste Ausbeute der Saison.

Die Clippers verlieren mit nun 17 Siegen und 22 Niederlagen in der Western Conference den Anschluss an Playoff-Rang acht, den die Houston Rockets (22-18) innehaben. Die Cavs (31-11) sind in der Eastern Conference weiterhin auf Platz eins vor den Boston Celtics (27-11).

Sport1.de hat weitere Spiele aus der NBA zusammengefasst:

Memphis Grizzlies - San Antonio Spurs 92:86 (52:42)

Das Team von Coach Lionel Hollins feierte durch den achten Heimsieg in Serie einen Klubrekord, Hollins aber war der Sieg wichtiger: "Im Moment wollen wir einfach nur gewinnen, die Statistik interessiert mich nicht."

Zach Randolph war dabei herausragender Akteur für Memphis, ihm gelang mit 23 Punkten und 15 Rebounds ein Double-Double.

Neben Randolph kamen mit O.J. Mayo (19) und Marc Gasol (14) zwei weitere Grizzlies auf eine zweistellige Punkausbeute.

Topscorer für die Spurs war Center Tim Duncan mit 23 Punkten. Roger Mason mit 17 und Keith Bogans mit 13 Zählern punkteten ebenfalls zweistellig.

Oklahoma City Thunder - Miami Heat 98:80 (55:45)

Dank einer überragenden Vorstellung von Kevin Durant besiegten die Thunder die Miami Heat deutlich. Durant warf 36 Punkte und holte sich zehn Rebounds.

Zudem verwandelte der drittbeste Scorer der NBA 77 Prozent seiner Würfe aus dem Feld, die effizienteste Quote seiner Karriere.

"Der bringt den Ball in den Korb. Es gibt nicht viele Spieler die ihn daran hindern können", zollte Miamis Dwyane Wade dem Kontrahenten Respekt. Wade selbst gelangen 24 Punkte, bester Scorer bei Miami aber war Michael Beasley mit 28 Punkten.

Durch den Sieg bleibt Oklahoma City (22-18) weiter im Rennen um den umkämpften Playoff-Rang acht im Westen.

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