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Bostons Glen Davis (l.) war Dirk Nowotzki nicht gewachsen © getty

Der deutsche Superstar überragt beim Sieg der Dallas Mavericks in Boston. Ein Personalproblem der Celtics kommt ihm zugute.

Von Martin Hoffmann

München - "Was kann man da sagen?", fragte Shawn Marion von den Dallas Mavericks, als er auf die Leistung von Dirk Nowitzki angesprochen wurde.

Die Antwort fand er dann gleich selbst: "37 Punkte. Er hat ein verdammt gutes Spiel hingelegt."

Der deutsche Superstar war der überragende Mann beim 99:90-Erfolg seines Teams bei den Boston Celtics (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Die Mavericks zeigten sich beim Ex-Meister gut erholt von der 88:110-Schlappe in Toronto am Tag zuvor195013(DIASHOW: Die Bilder aus der NBA).

Von Personalproblemen profitiert

Nowitzki und Co. profitierten in Boston allerdings von Personalproblemen der Celtics.

Power Forward Kevin Garnett - der normalerweise Nowitzkis Gegenspieler gewesen wäre - fehlte wegen seiner Knieverletzung erneut.

Vor allem aber wurde es den Celtics zum Verhängnis, dass der stattdessen auf Nowitzki angesetzte Rasheed Wallace frühzeitig vier Fouls ansammelte.

"Die Dämme gebrochen"

Knapp vier Minuten vor dem Ende des dritten Viertels ging Wallace auf die Bank. "An dem Punkt sind die Dämme gebrochen", klagte Bostons Coach Doc Rivers.

Und es war Nowitzki, der die Gastgeber dann fast im Alleingang wegspülte.

Nowitzki erzielte nach Wallaces Auswechslung neun Punkte in Folge für Dallas und bog damit die Partie um.

Überforderte Gegenspieler

Boston hatte zur Pause mit neun, bei Wallaces viertem Foul noch mit fünf Punkten geführt.

Nachdem Nowitzki dann aber in Fahrt gekommen war, gab sein Team die Führung nicht mehr her.

Er erzielte 15 von 19 Punkten der Mavericks, während Wallace auf der Bank schmorte.

Glen Davis und Brian Scalabrine, die Rivers in der Phase auf "Dirkules" ansetzte, waren hoffnungslos mit ihm überfordert.

17 Vorlagen von Kidd

Bei Dallas glänzte neben Nowitzki auch Spielmacher Jason Kidd mit 17 Assists und 13 selbst erzielten Punkten.

Auf Seiten Bostons war Paul Pierce - obwohl er mit einem angeschlagenen Knie ins Spiel ging - mit 24 Punkten bester Werfer.

Es war kein Trost für ihn. Und auch Garnetts Verletzung wollte er nicht als Alibi verwenden: "Wir haben auch ohne Kevin Spiele gewonnen. Wir sollten in unserer Halle eigentlich siegen."

"Einen gigantischen Job"

Nowitzkis Fazit fiel naturgemäß positiver aus.

"Wir haben in der zweiten Halbzeit einen gigantischen Job gemacht", merkte er an:

"In der ersten Hälfte konnten wir Boston nicht stoppen. In der zweiten Hälfte sind wir dann endlich ins Laufen gekommen, hatten unseren Spaß und haben richtig gut gespielt."

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