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Shaquille O'Neal gewann mit den L.A. Lakers und den Miami Heat zusammen vier NBA-Titel © getty

Der Cavaliers-Center knackt beim Sieg gegen Toronto die Schallmauer, hadert aber. James schrammt am Triple-Double vorbei.

Von Matthias Fiedler

München - Eigentlich konnte Shaquille O'Neal mit sich und seiner Leistung beim 108:100-Erfolg (28:28, 34:32, 29:23, 17:17) der Cleveland Cavaliers über die Toronto Raptors mehr als zufrieden sein. 195013(DIASHOW: Die Bilder aus der NBA)

16 Punkte erzielte der bullige Center der Cavs und stieg mit einem Layup in der ersten Minute der Partie als fünfter Spieler der NBA-Geschichte in den elitären Kreis derer auf, die in ihrer Karriere mehr als 28.000 Punkte erzielten.

Vor ihm rangieren nur Wilt Chamberlain (31.419 Zähler), Michael Jordan (32.292) sowie Karl Malone (36.928) und Kareem Abdul-Jabbar (38.387). (DIASHOW: 193041Der elitäre Club der 20.000-Punkte-Sammler)

Kritischer O'Neal

Dennoch fand der 37-Jährige ein Haar in der Suppe:

"Ich habe in meiner Karriere mindestens 5.000 Freiwürfe verworfen. Hätte ich zumindest die Hälfte versenkt, wäre ich jetzt schon bei über 30.000 Punkten", bemerke O'Neal, der mit derzeit 10,5 Punkten im Schnitt zwar weit hinter seiner Vorjahresleistung bei den Phoenix Suns (17,8 Zähler) zurückbleibt, dafür aber Chancen auf seinen fünften Meisterring hat.

James voll des Lobes

Teamkollege LeBron James, der mit 28 Punkten zum besten Punktesammler des Spiels avancierte und mit neun Rebounds sowie elf Assists nur knapp an einem Triple-Double vorbeischrammte, lobte eine andere Qualität O'Neals:

"Shaq hat heute vor allem in der Defense einen super Job gemacht. Wenn er unter dem Korb steht, gibt es keine leichten Punkte. Darauf kann man sich verlassen."

O'Neal hatte sein Team in der zweiten Hälfte wachgerüttelt.

Williams mit wichtigem Dreier

Vor allem in den ersten drei Vierteln konnten die Raptors in der Offensive machen, was sie wollten. Chris Bosh war mit 21 Punkten und zehn Rebounds der erfolgreichste Scorer der Gäste. Andrea Bargnani steuerte 19 Zähler bei.

Erst als Cavs-Spielmacher Mo Williams (22 Punkte, 10 Assists) 5:27 Minuten vor Spielende wieder aufs Feld kam und einen wichtigen Dreipunktewurf zur 98:94-Führung versenkte, begann Cleveland sich abzusetzen.

Karriereende 2010?

In der Folge bediente James Anderson Varejao und kurz darauf dunkte James selber nach einem Pass von O'Neal zum 102:94.

"Ich bin doch dafür bekannt, eine gute Übersicht im Spiel zu haben", begründete O'Neal, der noch bis Ende der Saison einen Vertrag bei den Cavaliers hat, seine zwei Korbvorlagen.

Ob O'Neal die Basketballstiefel noch darüber hinaus schnüren wird, ist offen. Noch im Herbst 2008, als der "Diesel" bei den Suns unter Vertrag stand, hatte er verkündet, dass nach der Saison 2009/2010 Schluss sei. Etwas Gegenteiliges ist bisher nicht bekannt.

Miami demontiert Indiana

Während die Cavaliers als Erster der Eastern Conference ihren ersten Titel im Blick haben, tobt auf den Plätzen dahinter der Kampf um die Playoff-Plätze. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Dabei konnten die Miami Heat (Fünfter im Osten) gegen die Indiana Pacers (Rang 13) einen wichtigen Sieg einfahren. Mit 113:83 verpassten die Heat Indiana eine herbe Klatsche.

Wade treffsicher

Miamis Superstar Dwyane Wade, bisher nicht gerade bekannt für seine Treffsicherheit vom Perimeter, überzeugte diesmal mit vier von sechs versenkten Dreiern und insgesamt 32 Punkten.

"Ich fühle mich richtig gut zurzeit. Nachdem ich meinen ersten Distanzwurf getroffen hatte, wuchs mein Selbstvertrauen. Und von da an lief es einfach", gab Wade, der mit einem Layup im zweiten Viertel die 11.000-Punkte-Marke knackte, zu Protokoll.

Unterstützung erhielt Wade von Power Forward Michael Beasley, der 21 Zähler beisteuerte.

Bei den Pacers, die bereits nach dem ersten Viertel mit 19:36 zurücklagen, war Brandon Rush mit 17 Punkten der beste Werfer.

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