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Shawn Marion (r.) kommt in dieser Saison bisher auf einen Block pro Partie © getty

Der Small Forward ist zur rechten Zeit zur Stelle und vereitelt den letzten Wurfversuch der Wizards. Nowitzki ist treffsicher.

Von Matthias Fiedler

Washington/München - Je knapper, desto besser für die Dallas Mavericks.

Beim hauchdünnen 94:93-Erfolg (20:25, 27:25, 20:20, 26:24) bei den Washington Wizards war es diesmal Shawn Marion, der den Mavs mit einem Block gegen Caron Butler 1,9 Sekunden vor Schluss den 28. Saisonsieg sicherte.

Den Mavs blieb damit eine erneute Schlappe gegen die "Zauberer" wie beim 91:102 zum Saisonauftakt erspart. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Das war super Defense"

"Ich wusste, dass Caron das Ding alleine machen würde. Da wollte ich einfach dagegen halten und gut verteidigen. Das hat dann ja auch prima funktioniert", gab sich "The Matrix" nachher hellsichtig.

Auch Butler erkannte: "Das war saubere Defense. Irgendwie hatte ich mir schon vorher überlegt, was ich mit dem Ball machen wollte. Allerdings war es zeitlich schlecht abgestimmt." 195013(DIASHOW: Die Bilder aus der NBA)

Neunter Ein-Punkt-Sieg

Für die Mavericks ist es bereits der neunte Ein-Punkt-Sieg in Folge seit 2007 und in dieser Saison schon die siebente Partie, welche die Mannen von Coach Rick Carlisle mit ein oder zwei Punkten für sich entschieden. (Analyse: Der Dallas-Halbzeit-Check)

"In den vergangenen Jahren waren wir nicht wirklich für unsere gute Defense bekannt. Eher mussten wir zusehen, dass wir in den letzten Sekunden noch mal punkten. Doch in dieser Spielzeit ist das vollkommen anders. Die Konzentration liegt viel mehr auf der Verteidigung", erklärte Spielmacher Jason Kidd, der mit 15 Assists glänzte.

Wizards mit Kampfgeist

Trotz guter Verteidigung mussten die Mavericks das ein oder andere Mal zusehen, wie sich Washington rankämpfte.

Zu Beginn des vierten Abschnitts lagen die Gäste bereits 74:69 in Front, bevor die Wizards mit einem Sechs-Punkte-Lauf die Führung übernahmen.

Die Mavs zogen erneut davon, aber Washington blieb dran und verkürzte 27 Sekunden vor Spielende durch einen Dreier von Mike Miller sogar auf 93:94.

Nowitzki begeht Offensivfoul

Nowitzki spielte im nächsten Angriff auf Zeit, verrannte sich aber mit einem Offensivfoul in Brendan Haywood (18 Rebounds). Die Wizards hatten es nach einer Auszeit in der Hand - die Rechnung aber ohne Shawn Marion gemacht.

Dirk Nowitzki übernahm mit 28 Punkten erneut die Rolle des Topscorers. Unterstützt wurde der Würzburger von Jason Terry mit 21 Zählern und Drew Gooden (14).

Bei den Washington Wizards überzeugte Randy Foye mit 26 Punkten.

Caron Butler unverdrossen

Caron Butler, der 20 Zähler sammelte, zog nach der bitteren Niederlage dennoch etwas Positives aus dem Auftritt seines Teams:

"Dass wir fast ein Top-Team der Western Conference geschlagen hätten, zeigt doch wie viel Potential ins uns steckt. Wenn wir in Zukunft genauso auftreten, ist alles möglich."

Trotz Butlers positiver Prognose: Mit ihrer bisher negativen Saisonbilanz von nur 14 Siegen bei 27 Pleiten ist der Playoff-Zug für die Washington Wizards schon beinahe abgefahren.

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