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James (l.) und O'Neal spielen seit dieser Saison zusammen für die Cleveland Cavaliers © getty

"Shaqattack" will mit dem diesjährigen Dunking-Contest den Erdbebenopfern helfen. James und seine Kollegen sollen dafür fliegen.

Von Matthias Fiedler

München - Shaquille O'Neal ist nicht nur ein großer Kerl - der 2,16-Meter-Hühne hat auch ein großes Herz. 195013(DIASHOW: Die Bilder aus der NBA)

Um den diesjährigen Slam-Dunk-Contest am All-Star-Wochenende (12.-14.2.) in Dallas aufzupeppen und gleichzeitig den Erdbebenopfern in Haiti zu helfen, hat sich "Shaqattack" etwas ganz Besonderes einfallen lassen:

"Wir sammeln einen großen Geldbetrag, der zur einen Hälfte an die Menschen aus Haiti und zur anderen Hälfte an den Gewinner geht", schlug O'Neal vor.

Shaq hat James im Auge

Damit das gelingt, will der 37-Jährige so viele ehemalige Dunk-Champions und Superstars wie möglich zusammenbringen.

Denn bisher stehen nur Nate Robinson, Gerald Wallace und Shannon Brown als sichere Teilnehmer fest.

Dabei hat O'Neal vor allem seinen Teamkollegen LeBron James im Auge, der zuletzt verlauten ließ, dass er an einer Teilnahme in diesem Jahr nicht interessiert sei, weil sich kaum ein Top-Athlet bereit erklärt hatte, die Schuhe zu schnüren.

Kobe und Co. sollen mitmischen

Nun will O'Neal James doch noch zur großen Show bewegen.

"Als sein 'Manager' erlaube ich 'Bron auch in diesem Jahr teilzunehmen, aber nur wenn auch Vince Carter, Kobe Bryant und noch ein paar andere große Namen mitmischen."

Ob er dabei auch an sich selbst denkt?

Stichelein gegen die Konkurrenz

Zumindest stichelt der "Diesel" schon einmal im Vorfeld gegen die Konkurrenz. "Nichts gegen all die anderen Teilnehmer, aber für LeBron sind die doch nichts als Kanonenfutter", tönte der 37-Jährige.

Doch ob sich "Überflieger" wie Vince Carter dadurch angestachelt fühlen, ist wohl eher unwahrscheinlich.

Carter mit Schulterproblemen

Der Superstar der Orlando Magic plagt sich im Moment mit einer Schulterverletzung herum und hat wohl andere Sorgen als den Slam-Dunk-Contest zu gewinnen - zumal er den Wettbewerb bereits im Jahr 2000 für sich entschied.

Carter hatte der Veranstaltung schon im Vorfeld einen Korb gegeben und sich gerechtfertigt: "Es ist doch jedem selbst überlassen, ob er mitmacht oder nicht". Statt seiner Person solle lieber Teamkollege Dwight Howard antreten.

Wade kneift - Barkley appelliert

Ebenfalls nicht teilnehmen wird aller Voraussicht nach Dwyane Wade, der O'Neals Vorschlag, Geld für die Menschen in Haiti zu sammeln, sehr gut fand, sich selbst aber ausschloss. Wade selbst hat schon 175.000 Dollar gespendet.

Was den Auftritt von LeBron James betrifft hat sich mittlerweile auch Charles Barkley zu Wort gemeldet und inständig an das Ausnahmetalent appelliert:

"Ich denke, es gibt bestimmte Dinge, die Spieler einfach im Sinne des Spiels tun sollten. Auch Michael Jordan und Dominique Wilkins haben ihrer Zeit teilgenommen, obwohl sie es nicht mussten. Aber sie wussten, dass es dem Basketball gut tut. Deshalb wäre es super, wenn LeBron dabei wäre."

Ob den "King" diese Worte wirklich umstimmen, dürfte allerdings fraglich sein.

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