vergrößernverkleinern
© getty

Der Coach der 76ers lässt zwei Starter auf der Bank. Die Maßnahme hat Erfolg. Nowitzki bleibt blass und Marion verletzt sich.

Von Olaf Mehlhose

Philadelphia/München - Durch eine 81:92 (48:54)-Niederlage bei den Philadelphia 76ers sind die Dallas Mavericks im Westen hinter die Denver Nuggets auf den dritten Platz zurückgefallen.

Nach dem ersten Viertel führte das Team von Dirk Nowitzki noch mit einem Punkt. Die Trendwende folgte dann aber in den beiden nächsten Spielabschnitten, als sich Philadelphia einen Vorsprung von 12 Punkten erarbeitete.

Eine Verletzung von Shawn Marion begünstigte den Lauf der 76ers. Der Forward fiel mit einer Risswunde in der rechten Hand, die mit drei Stichen genäht werden musste, fast das gesamte zweite Viertel aus.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Nowitzki bleibt blass

Dirk Nowitzki machte eines seiner schwächeren Spiele für die Mavericks. Der Deutsche traf nur vier von 13 Würfen aus dem Feld. Insgesamt gelangen ihm gerade mal 15 Punkte.

Trotzdem war der Deutsche noch bester Werfer seines Teams. Allerdings knapp gefolgt von Drew Gooden, der bei den Mavericks mit 14 Punkten und sieben Rebounds noch am ehesten überzeugte. 195013(DIASHOW: Die Bilder aus der NBA)

Mavs schaffen die Wende diesmal nicht

Rick Carlisle haderte nach dem Spiel mit der Leistung seiner Mannschaft. "Wir hatten unsere Schwächeperioden zur falschen Zeit", sagte der Coach. "Aber die Sixers sind ein talentiertes Team, mit Sicherheit besser als ihr derzeitiger Tabellenstand."(Analyse: Der Dallas-Halbzeit-Check)

Gerade weil die Mavs zuletzt gerade im Schlussabschnitt noch zulegen konnten, war auch diesmal zu erwarten, dass sie das Spiel noch drehen würden. Vor allem, weil die 76ers in dieser Saison schon oft einen großen Vorsprung vergeben haben.

Psycho-Tricks von 76ers-Coach

Doch an diesem Abend kam es anders. Philadelphias Coach Eddie Jordan hatte vor dem Spiel in die Psycho-Trickkiste gegriffen: Thaddeus Young, der bisher in allen Spielen in der Startformation stand, und der normalerweise ebenfalls gesetzte Lou Williams mussten zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Der Kniff des Trainers machte sich bezahlt: Gemeinsam kamen die beiden "Verbannten" auf 33 Punkte. Young netzte 9 seiner 12 Versuche aus dem Feld ein, darunter zwei Dreier. Mit 22 Punkten in 25 Minuten war er Topscorer des Spiels.

Dementsprechend selbstbewusst zeigte sich der Small Forward auch nach dem Spiel. "Auf keinen Fall", antwortete der 21-Jährige auf die Frage, ob seine Verbannung auf die Bank verdient gewesen sei.

Elf Punkte von Iverson

Coach Jordan zeigte sich dagegen hochzufrieden mit seiner Maßnahme: "Sie sind reingekommen und haben das Spiel für uns gedreht."

Allen Iverson, der im Gegensatz zu Dirk Nowitzki in die erste Fünf beim All-Star-Game am 14. Februar gewählt wurde, zeigte eine mäßige Leistung.

"The Answer" erzielte elf Punkte und vier Rebounds.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel