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Ray Allen gelingen in dieser Saison im Schnitt 16 Punkte pro Spiel © getty

Der frustrierte Scharfschütze wirft Boston zum Sieg gegen Portland. Houstons Brooks reagiert respektlos auf Duncans Meilenstein.

Von Olaf Mehlhose

Boston/München - "KG" ist zurück.

Beim 99:96 (55:50)-Sieg der Boston Celtics gegen die Portland Trail Blazers feierte Team-Leader Kevin Garnett sein Comeback.

"The Big Ticket" hatte die letzten elf Spiele wegen einer hartnäckigen Knieverletzung verpasst. Gegen Portland spielte der Power Forward mehr als 30 Minuten und trug 13 Punkte, vier Rebounds und drei Assists zum Sieg der "Kelten" bei.

Wie wichtig der 33-jährige All-Star für die Celtics ist, zeigt sich an folgender Statistik: Mit Garnett in der Anfangsformation weist der NBA-Rekord-Champion eine Bilanz von 23:7 auf, ohne ihn gingen sechs von elf Spielen verloren.195013(DIASHOW: Die Bilder aus der NBA)

Entscheidung durch Allen

Für die Entscheidung in dem umkämpften Spiel sorgte mit Ray Allen gerade der Spieler, dem zuvor fast gar nichts gelungen war.

42 Sekunden vor Ende der Verlängerung netzte der Shooting Guard einen Drei-Punkte-Wurf ein, der den Sieg für Boston sicherstellte.

"Ray ist einer der besten Schützen aller Zeiten ? knapp nach mir. Das habe ich ihm gesagt", scherzte Paul Pierce, dem 24 Punkte gelangen. "Wir glauben an ihn, auch wenn er mal nicht trifft."

Allen, der zuvor nur zwei von 13 Würfen aus dem Feld getroffen hatte, gab zu, dass er frustriert gewesen sei, betonte aber, nie an sich gezweifelt zu haben. "Meine Form und meine Technik haben gestimmt. Nur der Ball wollte einfach nicht rein."

Auch Rondo stark

Beim Meister von 2008 konnte sich ansonsten noch Rajon Rondo mit 19 Punkten und neun Assists auszeichnen.

Bei Portland befand sich Andre Miller in Topform. Der 33-Jährige kam auf 28 Punkte, acht Rebounds und acht Assists. LaMarcus Aldridge gelang ein Double-Double (19 Punkte, 10 Rebounds).

Vielleicht waren die Blazers aber auch durch Verletzungsprobleme geschwächt. Neben den Langzeitverletzten Joel Przybilla und Greg Oden fiel gegen Boston auch Topscorer Brandon Roy wegen einer Achillessehnen-Verletzung aus.

Er wird Portland wohl die nächsten vier Spiele fehlen.

San Antonio Spurs ? Houston 109:116 (56:55)

Im Duell der beiden härtesten Verfolger der Dallas Mavericks in der Southwest Division setzten sich die Houston Rockets bei den San Antonio Spurs mit 116:109 (55:56) durch.

Tim Duncan durchbrach bei der Niederlage die 20.000-Punkte-Marke. Als der 33-Jährige Center die magische Grenze erreicht hatte, bekam er von den Zuschauern Standing Ovations.

Brooks wundert sich

Gegenspieler Aaron Brooks war weniger respektvoll: Als sich die Menge erhob und Duncan applaudierte, blickte sich der Guard verwundert um, ohne zu begreifen, was um ihn herum passierte.

"Er hat einen Korb gemacht und alle fingen an zu schreien. Ich habe mich gefragt, ob Eva Longoria in die Halle gekommen ist." Die Hollywood-Schauspielerin ist mit Spurs-Spielmacher Tony Parker verheiratet.

Im Spiel trug der 25-Jährige 23 Punkte zu Houstons Auswärtssieg bei. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von Kyle Lowry (23 Punkte, 6 Rebounds, 9 Assists) und Carl Landry (19 Punkte).

Bei den Spurs war einmal mehr Duncan der stärkste Spieler. Dem dreimaligen MVP der NBA-Finals gelangen 25 Punkte und vier Rebounds.

New York Knicks ? Los Angeles Lakers 105:115 (63:63)

Die L.A. Lakers haben sich in einem lange umkämpften Spiel mit 115:105 (63:63) bei den New York Knicks durchgesetzt. Die Entscheidung zugunsten des bilanzbestenNBA-Teams gegen den Rivalen aus dem Osten fiel aber erst im letzten Viertel.

Dann war es wieder mal Superstar Kobe Bryant vorbehalten für die Entscheidung zu sorgen. Der Topscorer der Lakers erzielte 13 seiner insgesamt 27 Punkte im Schlussabschnitt.

Tolle Leistung von Gasol

Im Team der Lakers bewies der Spanier Pau Gasol seine Vielseitigkeit. Dem 2,13-Hünen gelangen 20 Punkte, acht Rebouns, fünf Assists und vier Blocks.

Bei den Knicks ragte David Lee mit 31 Punkten und 17 Rebounds heraus.

Aber auch Wilson Chandler (28 Punkte) und Danilo Gallinari (20 Punkte) konnten sich beweisen. New Yorks Coach Mike D'Antoni war trotz der Niederlage zufrieden:

"Ich denke, wir haben sehr gut gespielt. Nur Kobe und Gasol am Ende des Spiels, das war ein zu bisschen viel."

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