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LeBron James (r.) wurde 2003 von den Cavaliers an erster Stelle im Draft verpflichtet © getty

Der "King" zeigt Oklahomas Star die Grenzen auf und lässt die dezimierten Cavs jubeln. Orlando und Denver siegen nach Overtime.

Von Matthias Fiedler

München - Der "King" ist wieder zum besten Korbjäger der NBA aufgestiegen - doch LeBron James' defensive Dominanz sicherte den Cleveland Cavaliers den 34. Saisonsieg.

Indem er Thunder-Superstar Kevin Durant beim letzten Angriff abblockte, rettete James den knappen 100:99-Erfolg (26:23, 30:20, 21:35, 23:21) seines Teams gegen Oklahoma City. (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Dabei machte James fast vergessen, dass die Cavs ohne ihre beiden etatmäßigen Spielmacher Mo Williams (Schulterverletzung) und Delonte West (gebrochener Finger), dafür aber mit Ersatzmann Daniel Gibson auflaufen mussten.

James war einmal mehr Dreh- und Angelpunkt der Cavaliers-Offensive, erzielte insgesamt 37 Zähler und schrammte mit neun Rebounds und zwölf Assists nur knapp an einem Triple-Double vorbei.

Topscorer mit Überblick

Mit 29,9 Punkten im Schnitt ist der "King" nun erfolgreichster Scorer der Liga. "Er spielt im Moment einfach hervorragenden Basketball und trägt die Mannschaft auf seinen Schultern", sagte Brown.

James verlor auch nicht das Vertrauen in Ersatzmann Gibson, als der während der Partie den ein oder anderen freien Spieler übersah oder offene Würfe daneben setzte.

Stattdessen bediente er den Spielmacher, als es drauf ankam, mit einem erstklassigen Pass an der Dreierlinie. Gibson bedankte sich und netzte 8,7 Sekunden vor Schluss zur 98:96-Führung ein.

Durant unglücklich

Im Gegenzug wollte Oklahomas Superstar Kevin Durant (34 Punkte, zehn Rebounds) ausgleichen, als James wie aus dem Nichts herangeflogen kam und seinen Wurfversuch blockte.

"Ich hatte diesen Tunnelblick, konzentrierte mich ganz auf den Korb und habe ihn nicht kommen sehen", erklärte Durant, der schon am vergangenen Freitag den entscheidenden Dreier gegen die Memphis Grizzlies verworfen hatte.

"Aus solchen Situationen kann ich nur lernen", zog der erst 21-Jährige noch etwas Positives aus der misslungenen Aktion.

James zufrieden

Nach einem Foul von Jeff Green verwandelte James noch zwei Freiwürfe. Durants anschließender Dreipunktewurf fand sein Ziel - reichte aber nicht für den Ausgleich.

Trotz Clevelands nur 50-prozentiger Freiwurfquote und 17 Ballverlusten war James zufrieden: "Das war einer unserer größeren Siege, denn nur mit einem Point Guard zu agieren ist nicht leicht."

O'Neal mit Saisonbestwert

Neben dem 25-Jährigen punkteten noch Shaquille O'Neal mit seinem bisherigen Saisonbestwert von 22 Zählern sowie Daniel Gibson (13) und Jawad Williams (12) zweistellig.

Auf Seiten der Thunder war außer Durant Russell Westbrook mit 23 Punkten am erfolgreichsten.

Oklahomas Trainer Scott Brooks resümierte: "Die Liga ist hart, aber meine Jungs glauben an sich. Manchmal muss man eben verlieren, um zu verstehen, was es bedeutet, große Spiele zu gewinnen."

Sport1.de hat weitere Spiele aus der NBA zusammengefasst:

Charlotte Bobcats - Orlando Magic 95:106 n.V.

Mit sechs Punkten in der Verlängerung sorgte Orlandos Spielmacher Jameer Nelson für den Sieg der Magic über die Bobcats.

"Natürlich hätten wir das Spiel lieber in der regulären Spielzeit für uns entschieden. Aber alles in allem war es ein guter Auftritt meines Teams", sagte Orlandos Trainer Stan Van Gundy, dessen Team mit nun 29 Siegen und 15 Niederlagen die im Osten drittplatzierten Atlanta Hawks (28-14) fast eingeholt hat.

Bei den Magic punkteten die Spieler der Starting Five jeweils zweistellig. Dabei erzielte Vince Carter 21, Rashard Lewis 18 Zähler. Center Dwight Howard kam zwar "nur" auf zehn Punkte, pflückte dafür aber 20 Rebounds.

Auf Seiten der Bobcats war D.J. Augustin mit 22 Punkten der beste Werfer.

Denver Nuggets - New Orleans Hornets 116:110 n.V.

Die Denver Nuggets fuhren gegen die New Orleans Hornets in der Verlängerung ihren sechsten Sieg in Serie ein und stehen in der Western Conference hinter den L.A. Lakers auf Platz zwei.

Auch bei Denver punkteten die fünf Starter jeweils zweistellig. Carmelo Anthony führte sein Team mit 30 Punkten und elf Rebounds an. Chauncey Billups und Kenyon Martin steuerten jeweils 20 Zähler bei.

Chris Paul (26 Punkte) und Darius Songaila (20) führten die Scorerliste der Hornets an.

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