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LeBron James steuere in 38:31 Minuten Spielzeit auch vier Assists bei © getty

In Miami berappelt sich LeBron James nach einem harten Foul und siegt im Showdown gegen Wade. Kaman enttäuscht gegen die Celtics.

Miami/München ? Am Ende haben Nuancen das Duell zwischen den Cleveland Cavaliers und Miami Heat entschieden.

Mit 92:91 (50:54) behielten die Cavaliers gegen die Heat die Oberhand in einer Partie, die von Anfang an zum Showdown zweier NBA-Superstars geriet.

Die beiden privat gut befreundeten LeBron James und Dwyane Wade waren die Protagonisten der Begegnung.

Als beide zur Halbzeitpause lächelnd das Spielfeld verließen, ahnte noch keiner der beiden den dramatischen Ausgang der Partie. 195013(DIASHOW: Die Bilder aus der NBA)

Furiose erste Hälfte

Dabei bot bereits die erste Hälfte den Fans beste Unterhaltung.

Nach zwölf Minuten lag Miami mit 34:24 in Führung, Dwyane Wade hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 13 Punkte auf seinem Konto. Im zweiten Viertel kam dann die Aufholjagd der Cavs, begünstigt durch zwölf Fehlwürfe von Miami in Folge.

Offener Schlagabtausch

Doch Wade war zur Stelle, und brachte sein Team mit zwei Dreiern in Serie wieder in Front, ehe James mit einem Dreier antwortete. Mit einem weiteren Dreier eine Sekunde vor der Halbzeitunterbrechung brachte James die Cavs wieder auf vier Punkte in Schlagdistanz.

"Das war ein fantastisches Duell zwischen den beiden", zeigte sich Heat-Coach Erik Spoelstra nach der Partie begeistert.

54:50 führte Miami unter dem tosenden Jubel der heimischen Fans zur Halbzeit, Wade hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 30 Punkte erzielt.

Showdown mit der Schlusssirene

Wade avancierte dann kurz vor Schluss auch beinahe zum Matchwinner. 30 Sekunden waren noch zu spielen als er einen Wurf von James blockte und Miami bei einer Führung von einem Punkt in Ballbesitz brachte.

Doch James holte sich mit einem Steal den Ball zurück, zog zum Korb und krachte mit Wade und Miamis Shooting Guard Quentin Richardson zusammen.

Zwei Minuten lag "King James" mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Hallenboden, ehe er beide Freiwürfe verwandelte, was Cavs-Coach Mike Brown zu Lobeshymnen veranlasste: "Nach dieser Kollision wieder aufzustehen und die Freiwürfe so cool zu verwandeln, ist unglaublich. Er hat Eiswasser in den Venen, Baby. Eiswasser."

Wade vergibt den Sieg

Doch die Dramatik war noch nicht vorbei. Wades Wurfversuch mit der Schlusssirene verfehlte sein Ziel, der Rest war unbändiger Jubel bei den Cavs, Enttäuschung bei Miami: "Wir hatten es heute selbst in der Hand. Die Fehler die ich heute gemacht habe, die ich normalerweise nicht mache, haben uns den Sieg gekostet", nahm ein frustrierter Wade die Niederlage auf seine Kappe.

Dennoch war Wade Top-Scorer für Miami. Mit 32 Punkten und zehn Rebounds gelang ihm ein Double-Double. Für die Heat punkteten noch Jermaine O'Neal mit 18 Zählern, Michael Beasley mit 16 und Rafer Alston und Udonis Haslem mit jeweils zehn zweistellig.

Neben James (32 Punkte, neun Rebounds) überzeugten auch Shaquille O'Neal mit 19 Punkten und Daniel Gibson mit 15. Anderson Varejao gelang mit 13 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double.

Cleveland hat 15 seiner letzten 18 Spiele gewonnen und (35:11) bleibt in der Eastern Conference Spitzenreiter, Miami (23:21) bleibt auf Rang fünf.

Boston Celtics - Los Angeles Clippers 95:89 (43:44)

Die Los Angeles Clippers um den deutschen Nationalspieler Chris Kaman haben nach dem jüngsten Auswärtserfolg gegen die Washington Wizards (92:78) einen Rückschlag erlebt.

Bei den Boston Celtics mussten die in der Western Conference nur auf Platz zwölf rangierenden Clippers eine 89:95-Niederlage hinnehmen.

Der 27 Jahre alte Kaman offenbarte dabei ungewohnte Schwächen in der Offensive.

Schlechte Quote

Von 19 Versuchen landeten lediglich fünf Würfe im Korb und so konnte der Center die neunte Auswärtsniederlage seines Teams in den vergangenen zehn Gastspielen auch mit neun Rebounds nicht verhindern.

Kaman lobte nach der Partie die Defensive des Gegners, die "es mir und meinen Kollegen schwer gemacht hat, den Zug zum Korb zu bekommen".

Bester Werfer auf dem Parkett war Bostons Paul Pierce mit 22 Punkten.

Die Clippers haben nun 20 Siege und 24 Niederlagen auf dem Konto. Besser sieht die Tabellensituation bei den Boston Celtics aus. Mit 29 Erfolgen und lediglich 13 Niederlagen rangiert der 17-malige NBA-Champion auf dem zweiten Platz der Eastern Conference hinter den Cleveland Cavaliers.

? Denver Nuggets - Charlotte Bobcats 104:93 (56:52)

Denver bleibt weiter in der Erfolgsspur und besiegte die Charlotte Bobcats trotz Verletzungs-Misere. Die Nuggets mussten ohne Superstar Carmelo Anthony auskommen, während des Spiels verletzte sich zudem Chris Andersen, der sich im letzten Viertel den Knöchel verstauchte.

Chancey Billups, dem mit 27 Punkten und 11 Assists ein Double-Double gelang, und Arron Afflalo mit 24 Punkten sprangen für die Verletzten in die Bresche.

Denver-Coach George Karl war mit der Leistung seines geschwächten Teams daher auch zufrieden: "Ich glaube, dass Ausfälle wegen Verletzungen auch einen positiven Effekt haben können. Wir haben mit hoher Intensität gespielt, und die Jungs die nicht so oft spielen haben uns sehr geholfen."

Beste Scorer bei den Bobcats waren Stephen Jackson mit 22 Punkten und Gerald Wallace mit 20.

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