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Nach Bulls, Pacers, Kings und Rockets sind die Lakers das fünfte NBA-Team von Ron Artest © getty

Das Defensiv-Ass twittert von wiederkehrenden Fersenschmerzen - selbst schuld, sagt sein Trainer und spottet über das Schuhwerk.

Von Michael Spandern

München - Die Titelverteidigung der L.A. Lakers hatten die Experten bereits vor der Saison als erfolgreich durchgewunken.

Wer sollte den Meister - verstärkt durch den All-Star und besten Verteidger des Jahres 2004 Ron Artest - stoppen? Wohl nur Verletzungen der Leistungsträger. (Artest: Titel oder Tomaten)

Doch obwohl von den acht vorwiegend eingesetzten Akteuren lediglich die Center Pau Gasol 17 und Andrew Bynum zwei sowie Artest fünf Spiele verpassten, büßten die Lakers durch die 105:106-Schlappe bei den Toronto Raptors am Sonntag ihre Spitzenposition in der NBA ein.

Artest attestiert sich Plantarfasziitis

Artest, dessen Durchschnittswerte im Vergleich zur Vorsaison bei den Houston Rockets um 5,6 auf 11,5 Punkte und um 0,4 auf 4,8 Rebounds gesunken sind, enttäuschte dabei mit lediglich fünf Zählern und einem Abpraller in 28 Minuten Einsatzzeit.

Ein Alibi hatte der 30-Jährige sich bereits tags zuvor zurechtgetwittert: Er habe Plantarfasziitis (eine schmerzhafte Fersenentzündung) - und zwar in beiden Füßen.

Er schob gleich nach, dass sei kein Grund zu jammern und vesicherte: "Ich mag einfach keine Ausreden. So sieht's aus. Keine Ausreden."

"Ich hatte das wahrscheinlich schon oft"

"Ich wusste nicht, was mit mir los war", sagte Artest der "Los Angeles Times". "Wahrscheinlich hatte ich das schon oft in meiner Karriere. Aber ausgesetzt habe ich deswegen niemals."

Auch in dieser Saison wolle er auf die Zähne beißen, versprach der Small Forward, der im Sommer einen Fünfjahresvertrag über mehr als 33 Millionen Dollar unterzeichnete - aber nach Meinung seines Coaches am falschen Ende spart.

Meistertrainer Phil Jackson glaubt, dass Artests Schmerzen von seinem Schuhwerk herrühren, das von einer chinesischen Firma produziert wird ? auch Teamkollege Sasha Vujacic und Jason Kidd, Spielmacher der Dallas Mavericks, tragen diese Marke.

"Betonstiefel für den Hudson River"

"Ich nenne diese Schuhe seit einem Monat Betonstiefel, spottete Jackson bei "ESPN". "Die sehen aus, als seien sie für den Hudson River gefertigt."

Und der "Zen-Meister" geht davon aus, dass die Schuhe Artests Leistungen beeinträchtigen: "Er bleibt bei dieser Marke und lässt seine Füße behandeln, aber wirklich schnell bewegt er sich nicht. Das sieht aus, als liefe er in Holzpantoffeln."

Er befürchtet, dass Artest früher oder später doch wegen der Plantarfasziitis eine Pause einlegen muss.

Artest: "Es wird schon besser"

"Es ist schon viel besser geworden", beschwichtigt Artest. "Ich leiste defensiv das, was ich mir vorgenommen habe."

Fünfmal fehlte er nach Weihnachten - allerdings aus einem anderen Grund: Als er an den Festtagen zu Hause stolperte, zog er sich heftige Prellungen zu.

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