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Die Charlotte Bobcats folgten auf die jetzt in New Orleans ansässigen Hornets © getty

Charlotte gewinnt zum ersten Mal in Phoenix. New York zeigt sich gut erholt. Den Lakers reicht ein Zwischenspurt zum Sieg.

Von Olaf Mehlhose

Phoenix/München ? Die Charlotte Bobcats haben sich mit 114:109 (48:54) nach Overtime bei den Phoenix Suns durchgesetzt. Damit konnten die Bobcats in ihrer sechsten NBA-Saison den ersten Erfolg bei dem Team aus Arizona feiern.

Durch den Sieg schob sich Charlotte im Osten auf den siebten Platz vor. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Damit besteht für das Team von Mitbesitzer Michael Jordan die Chance, sich erstmalig seit seiner NBA-Zugehörigkeit für die Playoffs zu qualifizieren. Von ihren letzten zehn Spielen haben die Bobcats sieben gewonnen.

Entscheidung in der Verlängerung

Die Entscheidung zugunsten von Charlotte fiel bereits zu Beginn der Verlängerung, als das Team von Larry Brown neun der ersten elf Punkte erzielte. Während der regulären Spielzeit hatte zumeist Phoenix geführt.

Stephen Jackson, dem 19,9 Sekunden vor dem Ende der Partie mit einem Dreier der Ausgleich zum 98:98 gelungen war, brachte die Bobcats mit der ersten Aktion der Verlängerung erst zum zweiten Mal in der Partie in Führung.

Drei Spieler mit mehr als 20 Punkten

Insgesamt gelangen dem Shooting Guard 30 Punkte, neun Rebounds und fünf Assists. Unterstützt wurde er von dem ehemaligen Suns-Spieler Boris Diaw (24 Punkte, elf Rebounds, fünf Assists) und Gerald Wallace (21 Punkte, neun Rebounds). Raymond Felton drehte in der Overtime auf, als er sechs seiner 17 Punkte verbuchen konnte.

Bei den Suns waren Steve Nash mit 23 Punkten und neun Assists, Jared Dudley (18 Punkte, zehn Rebounds) und der eingewechselte Channing Frye (20 Punkte, fünf Rebounds) die effektivsten Spieler.

New York Knicks ? Minnesota Timberwolves 132:105 (68:45)

Die New York Knicks zeigten sich von der Heimpleite gegen die Dallas Mavericks gut erholt. Gegen die Minnesota Timberwolves siegten die Knicks deutlich mit 132:105 (68:45).

Von der ersten Minute an war den New Yorkern anzumerken, dass sie sich für die Heim-Klatsche zwei Tage zuvor rehabilitieren wollten: Die ersten 15 Punkte gingen dann auch an das Team aus dem Osten. Im weiteren Verlauf gelang es den Wolves nie, diesen Vorprung wieder gutzumachen. 195013(DIASHOW: Die Bilder aus der NBA)

Zur Halbzeit lagen die Knicks schon mit 23 Punkten vorn.

Lee und Harrington mit Double-Double

"Wir wollten unbedingt den Geschmack der 50-Punkte-Niederlage aus dem Mund bekommen", sagte Al Harrington, dem 26 Punkte und zehn Rebounds gelangen. Aber er war nicht der einzige Knicks-Akteur mit einem Double-Double. David Lee (28 Punkte, 10 Rebounds) konnte seine Mannschaftskollegen sogar noch übertreffen. Zudem steuerte Wilson Chandler 20 Punkte bei.

Bester Spieler bei Minnesota war noch Corey Brewer (22 Punkte, vier Rebounds), der neun seiner zehn Wurfversuche versenkte.

? Washington Wizards ? Los Angeles Lakers 103:115 (44:60)

Die Los Angeles Lakers setzten sich bei den Washington Wizards mit 115:103 (60:44) durch. Zuvor war das Team von Kobe Bryant bei Präsident Barack Obama zu Gast gewesen, der, wie jedes Jahr, den letztjährigen Champion ehrte.

"Der Trip zum weißen Haus hat die Stimmung im ganzen Teams verbessert", sagte Lamar Odom, dem 15 Punkte gelangen. "Wir wollen wieder hin."

"Zu selbstbewusst"

Nachdem der 15-malige NBA-Champion sechs seiner letzten acht Spiele in gegnerischen Hallen verloren hatte, war der Auswärtssieg auch bitter nötig. Odom gab zu, dass das Team "ein wenig zu selbstbewusst" in die letzten Partien gegangen sei.

Topscorer bei L.A. waren Kobe Bryant und Pau Gasol, die beide auf 26 Punkte kamen. Bryant steuerte zudem acht Assists und Gasol zehn Rebounds bei. Bester Werfer des Spiels war allerdings ein Wizard: Antawn Jamison erzielte 27 Punkte und neun Rebounds, konnte aber die Niederlage von Washington nicht verhindern.

Spielentscheidend war ein 20:7-Run der Lakers vor der Halbzeit, der durch einige Ballverluste der Wizards begünstigt wurde. Diesen Vorsprung gab das Team von Phil Jackson nicht mehr aus der Hand.

"Gegen ein Team wie Los Angeles reicht es, wenn du ein paar Minuten nicht auf der Höhe bist", sagte Brendan Haywood. "Sie ziehen ihren Vorteil daraus und zehren das gesamte Spiel davon."

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