vergrößernverkleinern
Rashard Lewis (r.) freut sich mit Dwight Howard (l.) ausgelassen über den Sieg © getty

Der Power Forward der Orlando Magic krönt seine Leistung. Celtics-Coach Rivers hadert mit der Punkteausbeute seines Teams.

Von Sebastian Aigner

Orlando/München - Drei Viertel lang dominierten die Boston Celtics das Spitzenspiel der Eastern Conference gegen die Orlando Magic, am Ende stand der Meister von 2008 aber ohne Zählbares da.

Mit 94:96 zog Boston in Florida den Kürzeren.

Dabei ahnte Celtics-Coach Doc Rivers schon während des Spiels das bevorstehende Ungemach: "Wir hätten das Spiel kontrollieren müssen, aber so wie wir spielten hatte ich nie das Gefühl, das wir wirklich die Kontrolle ausübten."

Bereits Mitte des dritten Viertels hatte er sein Team ermahnt: "Wir sind in Schwierigkeiten." (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Frühe Dominanz

Dabei spielte Boston den Gegner zunächst an die Wnad, nur verpassten die Celtics eine deutlichere Führung.

Mit 51:40 gingen sie in die zweite Hälfte, und Rivers war von der Ausbeute alles andere als begeistert: "Nur elf Punkte Vorsprung zur Halbzeit, das war ein Witz! Ich habe den Jungs gesagt, es hätten 25 sein müssen."

Späte Führung

Der Vorsprung der Celtics schmolz im letzten Viertel kontinuierlich zusammen.

Angeführt von ihrem Top-Scorer Rashard Lewis, dem 23 Punkte und acht Rebounds gelangen, ging Orlando 4:52 Minuten vor Schluss zum ersten Mal in der Partie in Führung.

Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Drei Minuten vor Schluss glich Paul Pierce zum 87:87 aus, Lewis traf im Gegenzug zum 89:87. Nach dem erneuten Ausgleich von Rajon Rondo sorgte Dwight Howard mit einem Korbleger für die erneute Magic-Führung.

Lewis mit Entscheidung

Paul Pierce brachte Boston 90 Sekunden vor Schluss wieder in mit 92:91 Front, Rondo erhöhte mit einem Korbleger auf 94:91.

Doch die Magic hatten noch zwei Trümpfe in der Hinterhand. J.J. Redick glich mit einem Dreier aus, ehe schließlich Lewis mit einem Korbleger 1,3 Sekunden vor der Schlusssirene für die entscheidenden Zähler sorgte.

Celtics-Defensive bricht ein

Begünstigt wurde die Aufholjagd durch die eklatant schwache Defensive der Celtics im vierten Abschnitt. 35 Zähler musste Boston in den letzten zwölf Minuten hinnehmen, allein 14 von Howard.

Magis-Center Marcin Gortat hatte die passende Erklärung für die Dominanz seines Teams in den Schlussmintuen: "Wir haben sie in der Defensive erledigt. Sie konnten uns einfach nicht stoppen, zwei so große Kerle wie Dwight und mich."

Kein besonderer Sieg für Van Gundy

Durch den Sieg liegt Orlando (30:16) in der Eastern Conference nun knapp hinter Boston (29:14)und Atlanta (29:15), das noch auf Rang zwei liegt.

Magic-Coach Stan Van Gundy wollte den Sieg dann auch nicht überbewerten: "Für viele hat das Spiel einen hohen Stellenwert, Prüfstein, Standortbestimmung, alle diese Klischees. Für mich ist es Spiel 46 der Saison."

New York Knicks - Toronto Raptors 104:106

Dank einer Gala-Vorstellung von Chris Bosh und Hedo Turkoglu haben die Toronto Raptors bei den New York Knicks ihre Playoff-Ambitionen unterstrichen.

Bosh gelang beim 106:104-Sieg im Madison Square Garden mit 27 Punkten und 15 Rebounds ebenso ein Double-Double wie Hedo Turkoglu, für den 26 Punkte und 11 Rebounds zu Buche standen.

Auf Seiten New Yorks konnte auch der überragende Center David Lee mit 29 Punkten und 18 Rebounds die Niederlage nicht verhindern.

Toronto (25:22) bleibt in der Eastern Conference auf Rang fünf, New York (18:27) verliert auf dem zehnten Rang langsam den Anschluss an die Playoff-Plätze.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel