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Die Oklahoma City Thunder sind das Nachfolge-Team der Seattle Super Sonics © getty

Der 21-Jährige punktet, wie er will. Denvers Trainer gibt einem Guard die Schuld. Treffen der Scoring-Legenden in Philadelphia.

Von Olaf Mehlhose

Oklahoma/München - Dank eines phänomenalen Kevin Durant haben die Oklahoma City Thunder mit 101:84 (51:45) gegen die Denver Nuggets gewonnen.

Dem 21-Jährigen, der in diesem Jahr zum ersten Mal ins All-Star-Team gewählt wurde, gelangen 30 Punkte, vier Rebounds und vier Assists. Vor allem durch Scoring-Qualitäten sorgt der 2,06 Meter große Shooting Guard derzeit für Furore. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

In jedem der letzten 20 Spiele gelangen ihm mindestens 25 Punkte, das hat vor ihm noch kein Spieler seines Alters in der NBA erreicht.

Drittbester Scorer der NBA

Bei den Scorern belegt der Rookie des Jahres 2008 hinter Carmelo Anthony und LeBron James mit durchschnittlich 29,3 Punkten pro Spiel den dritten Rang. In seinen letzten 17 Spielen kommt er sogar auf einen Schnitt von 31,9 Punkten.

"Er ist jetzt viel effizienter als in seinem Rookie-Jahr", sagte Team-Kollege Nick Collison, dem zehn Punkte gelangen. "Er hat eine gute Wurfquote und viele verschiedene Wege, Punkte zu erzielen."

Entscheidung im dritten Viertel

Mit der Niederlage endete für Denver eine Serie von acht Siegen in Folge. Die Entscheidung zugunsten des Heim-Teams fiel im dritten Viertel.

Die Nuggets, die zum dritten Mal in Folge ohne Topscorer Anthony antraten, erzielten die ersten fünf Punkte nach der Halbzeit und kamen bis auf einen Punkt an die Thunder heran. Mit einem 28:10-Run bis zum Ende des Viertels stellte Oklahoma City die Weichen dann aber auf Sieg.

Schlechte Offensive

Trainer George Karl machte den Einbruch insbesondere an Reservist J.R. Smith fest, der trotz seiner 18 Punkte nur sechs von 15 Versuchen aus dem Feld traf. "Unsere Offensive im dritten Viertel hat uns zerstört", sagte Trainer George Karl. "J.R.'s Wurfauswahl und Ballverluste haben ein mögliches Comeback verhindert."

Die 84 Punkte waren für Denver die geringste Punktausbeute der gesamten Saison. Durch die Niederlage der Nuggets haben sich die Chancen der Dallas Mavericks, den zweiten Platz im Westen zu ergattern, wieder verbessert.

Indiana Pacers ? Cleveland Cavaliers 73:94 (44:58)

Obwohl LeBron James (22 Punkte, neun Rebounds, 13 Assists) denkbar knapp das 27. Triple-Double seiner Karriere verpasste, konnten die Cleveland Cavaliers den siebten Sieg in Folge feiern.

Schon im ersten Viertel setzten sich die Cavs mit 36:18 ab. Die Indianer Pacers blieben zwar immer in Reichweite, hatten aber eigentlich nie eine Chance das Spiel zu gewinnen.

"Mir gehts nur um den Sieg"

"King" James ließ sich die Freude über den 94:73-Auswärtssieg auch nicht verderben: "Mir geht es nur um den Sieg. Wahrscheinlich bin ich der Spieler, der in der NBA-Geschichte am häufigsten um einen Rebound oder ein Assist an einem Triple-Double gescheitert ist. Aber die individuellen Auszeichnungen werden kommen."

Wie vielseitig der Forward der Cavaliers ist, zeigt sich daran, dass James (zwei Steals, vier Blocks) alle individuellen Statistiken seines Teams anführte.

Auch O'Neal stark

Neben James zeigte vor allem Center Shaquille O'Neal eine gute Leistung. Dem 37-Jährigen gelangen 22 Punkte in 25 Minuten.

Bei Indiana gelang Danny Granger zwar ein Double-Double (13 Punkte, 10 Rebounds), aber er traf nur sechs seiner 23 Wurfversuche.

Philadelphia 76ers ? Los Angeles Lakers 91:99 (42:51)

Durch den 99:91-Auswärtssieg bei den Philadelphia 76ers haben die Los Angeles Lakers ihr drittes Spiel nacheinander in fremden Hallen gewonnen.

Besonders das Aufeinandertreffen der beiden Scoring-Legenden Kobe Bryant und Allen Iverson hatte die Massen vor dem Spiel elektrisiert. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison war das Wachovia Center in Philadelphia ausverkauft.

Duell der Scoring-Legenden

Das Duell der beiden All-Star-Starter hielt dann auch, was es versprochen hatte. Vor allem im dritten Viertel schaukelten sich die beiden gegenseitig hoch ? Iverson lag hier mit 15 zu 14 erzielten Punkten vorn.

Am Ende konnte sich aber der MVP von 2008 knapp mit 24 zu 23 Punkten durchsetzen. "Er und ich, wir sind beide Scorer", sagte Bryant. "Auch mit 70 können wir noch Punkte machen."

Neben Bryant überzeugte bei L.A. vor allem Pau Gasol. Mit 19 Punkten, 10 Rebounds und fünf Assists unterstrich der spanische Forward seine Vielseitigkeit.

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