vergrößernverkleinern
Kobe Bryant spielt seit 1996 in der NBA - immer für die Los Angeles Lakers © getty

Bryant macht die entscheidenden Punkte. Allen kann die Sieg-Chance nicht nutzen. Denver gewinnt dank überragender Wurfquote.

Von Olaf Mehlhose

Boston/München - Im Spiel der beiden erfolgreichsten NBA-Teams haben sich die Los Angeles Lakers mit 90:89 (47:52) bei den Boston Celtics durchgesetzt. Damit bleibt der 15-malige Champion den Cleveland Cavaliers, dem derzeit besten NBA-Team, auf den Fersen.

Die Entscheidung zugunsten der Lakers fiel, als Ray Allen wenige Augenblicke vor dem Ende der Partie einen Dreier an den Ring setzte. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Derek Fisher schnappte sich den Defensiv-Rebound, und die Lakers brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Erst wenige Sekunden zuvor war der Meister des vergangenen Jahres durch einen Korb von Kobe Bryant in Führung gegangen, der sich gegen Ray Allen durchsetzten konnte.

Celtics verspielen die Führung

Bis zu Bryants Punkten hatten die Celtics die gesamte zweite Hälfte vorne gelegen - allein im letzten Viertel verspielten sie eine Elf-Punkte-Führung.

Beim Stande von 89:88 für die Kelten, 28 Sekunden vor dem Ende der Partie, verhängten die Referees ein fragwürdiges Offensiv-Foul gegen Paul Pierce. Dadurch eröffnete sich den Lakers überhaupt erst die Chance, das Spiel noch zu drehen.

Bryant gehandicapt

"Zu diesem Zeitpunkt ein Offensiv-Foul zu geben, ist eigentlich unglaublich", sagte Celtics-Coach Doc Rivers: "Aber ich kann nichts dazu sagen, weil ich es nicht gesehen habe."

Während des Spiels hatte es den Anschein, als wäre Bryant durch eine Knöchelverletzung gehandicapt, die er sich im Spiel gegen Philadelphia zugezogen hatte: Der elfmalige All-Star traf nur acht seiner 20 Wurfversuche aus dem Feld. Dafür aber den entscheidenden.

Boston in der Krise

Zusammen mit Andrew Bynum war der 31-Jährige bester Punktesammler bei L.A. - beiden Spielern gelangen 19 Punkte.

Bynum konnte zudem noch elf Rebounds, zwei Steals und zwei Blocks vorweisen. Bryant ist jetzt nur noch 28 Punkte davon entfernt die 25.192 Punkte von Jerry West einzuholen und damit der erfolgreichste Lakers-Scorer aller Zeiten zu werden.

Für Boston war es die sechste Niederlage in den letzten acht Spielen. Auch die Rückkehr von Kevin Garnett hat die Probleme beim Meister von 2008 nicht gelöst.

Topscorer bei Boston war Rajon Rondo mit 21 Punkten. Außerdem gelangen dem Point Guard fünf Rebounds und zwölf Assists.

San Antonio Spurs - Denver Nuggets 89:103 (41:45)

Auch ohne ihren Topscorer Carmelo Anthony haben sich die Denver Nuggets mit 103:89 bei den San Antonio Spurs durchgesetzt.

Vor allem in punkto Treffsicherheit war das zweitbeste Team im Westen klar überlegen. Einer Wurfquote aus dem Feld von 54 Prozent standen 43 Prozent von San Antonio gegenüber.

Noch eklatanter war der Unterschied bei den Dreiern: Während die Nuggets neun ihrer zwölf Versuche trafen, konnten die Spurs nur drei von 17 Würfen aus der Distanz im gegnerischen Korb unterbringen.

Martin und Billups mit Double-Double

Die Partie der beiden Teams aus dem Westen war lange ausgeglichen, dreieinhalb Minuten vor dem Ende stand es nur 87:85 für die Nuggets. Doch das Team von George Karl punktete von da an bei jedem verbleibenden Ballbesitz und setzte sich entscheidend von den Spurs ab.

Bei Denver überzeugten Kenyon Martin, der mit 27 Punkten und elf Rebounds das 17. Double-Double der Saison erreichte, Chauncey Billups (25 Punkte, 11 Assists) und der zuletzt noch gescholtene J.R. Smith (18 Punkte).

Denver mit 12:3-Bilanz im Januar

Für den Januar weisen die Denver Nuggets damit eine Bilanz von zwölf Siegen und drei Niederlagen auf. Ganz anders sieht die Lage bei San Antonio aus: Der viermalige Champion konnte nur zwei der letzten sechs Heimspiele gewinnen und erreichte im vergangenen Monat eine Bilanz von 8:8.

Topscorer bei den Spurs war George Hill mit 17 Punkten. Tim Duncan gelangen 16 Punkte und zehn Rebounds.

Cleveland Cavaliers - Los Angeles Clippers 114:89 (67:39)

Dank eines überragenden ersten Viertels haben die Cleveland Cavaliers einen nie gefährdeten 114:89-Heimsieg gegen die Los Angeles Clippers gefeiert.

Angeführt von LeBron James sorgten die Cavs schon in den ersten 12 Minuten für die Entscheidung: 46 Punkte, 23 von James, brachten die Cavaliers auf die Siegerstraße und den achten Sieg in Folge. Damit stellte das Top-Team der NBA den Franchise-Rekord für erzielte Punkte in einem Viertel ein.

LeBron "in the zone"

Bester Spieler der Cavaliers war wie so oft "King" James (32 Punkte, 11 Assists). Der Superstar traf jeden seiner ersten sieben Würfe und versenkte fünf Dreier. Shaquille O'Neal gelang ein Double-Double (16 Punkte, 12 Rebounds).

"Es gibt keine Erklärung dafür, wenn ein Spieler in der Zone ist. Es passiert einfach", sagte James: "Du fühlst, dass alles klappt, was du versuchst."

Ohne den weiterhin verletzten Chris Kaman, hatten die Clippers den Cavs nichts entgegenzusetzen. Topscorer war Baron Davis mit 30 Punkten. Damit hat das Team aus Los Angeles nur eins seiner letzten sechs Spiele gewonnen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel