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Dirk Nowitzki (M.) erzielte gegen die Utah Jazz 28 Punkte © getty

Dallas kassiert gegen die Jazz die dritte Pleite in Folge. Der Grund: Nowitzki bekommt zu wenig Unterstützung von den Kollegen.

Von Nikolai Kube

Dallas/München - Es läuft derzeit einfach nicht rund: Die Dallas Mavericks haben ihr drittes Spiel in Folge verloren und konnten somit den Negativtrend nicht stoppen.

Das Team um Dirk Nowitzki zog mit 92:104 den Kürzeren bei den Jazz. Zuvor kassierten die Texaner bereits Pleiten gegen die Trail Blazers und die Suns (DATENCENTER: Alle Ergebnisse) .

Utah setzte hingegen seinen Lauf fort und feierte den sechsten Sieg in Serie.

"Wir haben gekämpft. Aber im Moment verlieren wir die engen Spiele", sagte ein frustrierter Mavs-Coach Rick Carlisle.

Utah mit starkem vierten Viertel

Ein enges Spiel war es jedoch nur bis zu Beginn des vierten Viertels. Nach drei Abschnitten, in denen die Führung hin und her wechselte, stand es 77:76. Doch dann machten die Gastgeber ernst:

Angeführt von einem starken Paul Millsap (25 Punkte), der den an der Wade verletzten Carlos Boozer ersetzte, überrannten die Jazz die Texaner mit 27:16.

Ein weiteres Indiz für die Überlegenheit: Utah schnappte sich doppelt so viele Rebounds wie die Mavericks.

Williams mit Double-Double

"Bei uns spielt jeder auf einem hohen Niveau. Wir haben viel Selbstvertrauen und wir wissen, wie wir spielen müssen, um zu gewinnen", bemerkte Deron Williams.

Dem Point Guard der Jazz gelang mit 18 Punkten und 15 Assists ein Double-Double. Auch C.J. Miles (17), Andrei Kirilenko (13) und Mehmet Okur (11) sorgten dafür, dass Utah das sechste Mal in Folge die Halle als Sieger verließ.

Dem starken letzten Viertel der Gastgeber hatte auch Nowitzki wenig entgegenzusetzen.

28 Punkte für Nowitzki

Zwar war der Deutsche mit 28 Punkten und acht Rebounds einmal mehr bester Scorer der Mavs. Doch als es eng wurde, tauchte auch er ab.

Kirilenko nahm Nowitzki per Manndeckung quasi aus dem Spiel: Der Allstar erzielte lediglich zwei magere Punkte im vierten Viertel, nachdem er im dritten mit 14 Zählern richtig heiß gelaufen war.

"Sie haben den Druck enorm erhöht. Ich hatte kaum den Ball in meinen Händen. Zudem haben sie gut und schnell von Verteidung auf Angriff umgeschaltet", so der geknickte Nationalspieler.

Mavs weiter Dritter im Westen

Die Unterstützung aus den eigenen Reihen fiel auch eher schwach aus.

Während Jason Terry (19 Punkte, acht Assists) und Jason Kidd (elf, neun) noch halbwegs Normalform erreichten, zeigten Shawn Marion mit zehn und Drew Gooden mit acht Zählern enttäuschende Leistungen.

Zudem mussten die Mavs einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Rookie Rodrigue Beaubois knallte im ersten Viertel nach einem Blockversuch aufs Parkett und musste sich den Rest der Partie von der Bank ansehen.

Die Mavs (30-18) bleiben trotz der Niederlage auf Rang drei in der Western Conference, dicht gefolgt von den Jazz (29-18).

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