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Dirk Nowitzki gelangen in seiner zwölften NBA-Saison bisher elf Double-Doubles © getty

Dirk Nowitzki kritisiert die Defensive seiner Mavs. Seine NBA-Jahre widmet er nur dem Titel. Kevin Martin sei kein Heilsbringer.

Von Michael Spandern

München - Zumindest den dritten Platz im Westen haben die Dallas Mavericks durch den 110:101-Heimsieg gegen Golden State behauptet.

Doch über die sechs Niederlagen in den zehn Spielen zuvor täuscht das Dirk Nowitzki nicht hinweg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

"Wir haben in den vergangenen Wochen einige Schritte zurück gemacht, was sehr enttäuschend war. Wir haben Spiele verloren, die wir hätten gewinnen müssen", sagte der Franke in einer Telefonkonferenz der NBA.

Mit Selbstvertrauen in die Pause?

Und der Grund liegt für Nowitzki auf der Hand: die Abwehr bröckelt: "Am Anfang der Saison haben wir recht gut gestanden, viele Gegner auf rund 40 Prozent Feldwurfquote gehalten. Da haben wir viele Spiele über die Verteidigung gewonnen, obwohl wir selbst nicht gut getroffen haben."

Seit dem Jahreswechsel ist dies anders, oftmals versenken die Gegner jeden zweiten Wurf. 199075(DIASHOW: Die Bilder aus der NBA)

"Wir müssen wieder zu unserer Defense der ersten zwei Monate finden - gerade mit Blick auf die Playoffs", erklärt der deutsche Nationalspieler. "Ich hoffe, wir nutzen die drei Spiele bis zum All-Star Game, um mit Selbstvertrauen in die Pause zu gehen."

Ein Ziel: der Titel

Nowitzki ist beim Heimspiel am 14. Februar in Dallas dabei - seine neunte Nominierung fürs Spektakel der Besten.

"Individuell habe ich alles erreicht. Das, was mir noch fehlt, ist die Meisterschaft", erklärt der MVP von 2007. "Bei vielen Spielern sagt man: Die hatten eine schöne Karriere, aber? Und dieses Aber würde ich mir gern ersparen. Das ist das Einzige, das mich hier noch motiviert zu spielen."

Vier oder fünf Jahre glaubt der 31-Jährige noch auf höchstem Niveau mitzumischen, wenn er von Verletzungen verschont bleibt. "Aber diese Zeit ist ausschließlich dem Ziel gewidmet, den Titel zu holen." (STATISTIK: Die Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Martin wohl kein Heilsbringer

Dieses Ziel hat auch Mavericks-Besitzer Mark Cuban, der hinter den Kulissen eifrig an einem Trade noch vor dem Ende der Transferfrist in zwei Wochen bastelt.

"Jedes Team versucht, sich zu verbessern und vor dem Ende der Transferfrist Augen und Ohren offen zu halten. Und wenn sich ein Deal anbietet, der uns besser macht, sind wir auf jeden Fall dabei", bestätigt Nowitzki.

Besonders Kevin Martin, Topscorer der Sacramento Kings, steht angeblich hoch im Kurs in Dallas: "Da wird viel spekuliert", relativiert Nowitzki.

Er hält den Scharfschützen Martin zwar für einen guten Spieler. "Doch das Problem ist, dass er in seiner Karriere schon sehr oft verletzt war, auch in dieser Saison hat er viele Spiele verpasst. Ob er uns wirklich aufs nächste Level heranbringen kann, ist die Frage."

Dampier angeschlagen, Howard im Tief

Vielmehr hofft er auf das Erstarken zweier Teamkollegen: "Leider ist Erick Dampier leicht verletzt, der ansonsten ein sehr wichtiger Spieler für uns ist", setzt Nowitzki auf den Center, dessen Vertrag die Mavericks im Sommer auslaufen lassen können.

Und Josh Howard, der die ganze Saison über mit Sprunggelenksproblemen kämpft und miserable 39 Prozent seiner Würfe verwandelt, sei bereits auf dem richtigen Weg.

"Er hat gegen die Warriors seit Langem wieder ein richtig gutes Spiel gemacht. Sein Fuß ist okay, er muss jetzt einfach dranbleiben und im Training hart arbeiten. Dann wird er auch wieder der dominante Spieler, der er war."

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