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In seinen Spielen gegen Miami kommt James in dieser Saison auf durchschnittlich 34 Punkte © getty

Cleveland besiegt Miami. James trumpft auch als Spielmacher auf. Wade prallt an Shaq ab. Portland krönt seine Aufholjagd.

Von Olaf Mehlhose

München/Cleveland - LeBron James und die Cleveland Cavaliers sind nicht aufzuhalten.

Vor heimischen Publikum setzten sich die Cavs mit 102:86 (56:52) gegen die Miami Heat durch. Damit gelang dem Top-Team der NBA bereits der zehnte Sieg in Folge.

Auch das Aufeinandertreffen mit Dwyane Wade entschied James klar für sich. Der amtierende MVP warf 36 Punkte - 17 davon durch Freiwürfe -, schnappte sich sieben Rebounds und legte acht Mal für seine Team-Kollegen auf. Zusätzlich gelangen ihm noch zwei Steals. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse) .

James auf ungewohnter Position

Dabei musste der Forward der Cavs sogar auf der ungewohnten Position des Point Guard beginnen, da Daniel Gibson, der etatmäßige Organisator der Offensive, zunächst bei seiner schwangeren Frau im Krankenhaus weilte. 199075(DIASHOW: Die Bilder der NBA-Woche).

Ich wusste, dass ich den Ball häufig bekommen würde, weil ich als Point Guard anfing", sagte James: "Genau wie Magic Johnson kann ich viele Dinge mit dem Ball machen, zu denen andere Point Guards nicht in der Lage sind."

Vor allem schaffte es James viele Fouls auf sich zu ziehen: Gleich 21 Mal durfte der drittbeste Scorer der bisherigen Saison zu Freiwürfen antreten.

"Shaq" lässt Wade auflaufen

Wade brachte es auf 24 Punkte, neun Assists und vier Steals. "Cleveland ist das bessere Team", gab sich der 28-Jährige realistisch: "Sie wollen den Titel gewinnen, wir konzentrieren uns darauf, die Playoffs zu erreichen."

Zusätzlich erschwert wurde Wades Auftritt durch seinen ehemaligen Mitspieler Shaquille O'Neal, an dem er gleich zwei Mal, beim Versuch zum Korb zu ziehen, abprallte. Die Referees werteten dies allerdings nicht als Regelverstoß des 37-Jährigen.

"Ich werde mich nicht bewegen und ich werde nicht umfallen", sagte O'Neal: "Entweder sie geben ein Foul oder sie lassen es laufen." In den 21 Minuten, die er auf dem Feld stand, zeigte der Center der Cavaliers (13 Punkten, 8 Rebounds) eine gewohnt effektive Leistung.

Gibson kommt in der zweiten Hälfte

Obwohl Cleveland die meiste Zeit in Führung gelegen hatte, betrug die Führung zur Halbzeit nur vier Punkte. Als Gibson, dem zwölf Punkte gelangen, nach der Halbzeit-Pause ins Team zurückkehrte, setzten sich die Cavaliers langsam ab.

Die endgültige Entscheidung erzwang das Team aus Ohio mit einem 10:3-Run zu Beginn des letzten Spielabschnitts, mit dem es die Führung auf 91:76 ausbaute.

Bei Miami wurde Wade vor allem von Michael Beasley tatkräftig unterstützt. Dem 21-jährigen Forward gelangen 21 Punkte und zwölf Rebounds.

Portland Trail Blazers - San Antonio Spurs 96:93 (51:53)

Die Portland Trail Blazers krönten ihre Aufholjagd im letzten Viertel mit einem knappen 96:93-Sieg gegen die San Antonio Spurs.

Die Spurs hatten im letzten Spielabschnitt bereits mit zehn Punkten geführt, doch dreieinhalb Minuten vor dem Ende der Begegnung waren die Blazers durch einen Dreier von Martell Webster bis auf einen Punkt (86:87) herangekommen.

Aldridge mit 28 Punkten

Durch einen Korb von LaMarcus Aldridge und einen weiteren Dreier von Webster zog Portland auf 91:87 davon. Diesen Vorsprung ließ sich der Meister von 1977 nicht mehr nehmen.

Topscorer bei Portland war LaMarcus Aldridge mit 28 Punkten. Außerdem sicherte sich der Power Forward 13 Rebounds. Martell Webster versenkte jeden seiner fünf Drei-Punkte-Versuche und kam insgesamt auf 21 Punkte.

Atlanta hat den längeren Atem

Bei San Antonio kehrte Tony Parker ins Team zurück, wegen einer Knöchelverletzung hatte der Franzose die letzten drei Spiele verpasst.

Von einer Beeinträchtigung war bei dem 27-Jährigen allerdings nichts zu merken. Ihm gelangen 18 Punkte und sechs Assists.

Topscorer bei den Spurs war Manu Ginobili mit 21 Punkten. Tim Duncan (15 Punkte, 12 Rebounds) präsentierte sich gewohnt zuverlässig unter den Körben.

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