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Die Saison-Bestleistung von LeBron James beträgt 48 Punkte in einem Spiel © getty

Der Forward der Cavaliers besiegt die Knicks fast im Alleingang. Selbst Gegenspieler finden lobende Worte. Bryant muss aussetzen.

Von Olaf Mehlhose

München/Cleveland - Die Cleveland Cavaliers haben ihre Erfolgs-Serie fortgesetzt. Dem derzeit besten Team der NBA gelang gegen die New York Knicks der elfte Sieg in Folge.

Bester Akteur in den Reihen der Cavs war Small Forward LeBron James. Der 25-Jährige erzielte beim 113:106 (74:54)-Triumph über die Knicks 47 Punkte. 199075(DIASHOW: Die Bilder der NBA-Woche)

Zwischen dem ersten und dem zweiten Viertel gelangen dem letztjährigen MVP sogar unglaubliche 24 Zähler nacheinander, darunter auch vier Dreier.

"Das ist nicht zu erklären", sagte James: "Es ist ein Gefühl, dass ich gern in jedem Spiel hätte, aber das ist nicht möglich. Es war ein toller Moment."

Duhon wird zum Fan

Mit seinen 47 Zählern verbuchte er einen mehr als die beiden Topscorer der Knicks - Nate Robinson (26) und David Lee (20) - zusammen. Zusätzlich konnte James noch mit acht Rebounds, acht Assists und fünf Steals aufwarten.

Selbst die Spieler der Knicks äußerten sich lobend über den "King". "Manchmal wirst du einfach zum Fan, wenn er Drei-Punkte-Würfe von so weit außerhalb trifft", sagte Chris Duhon: "Du schaust einfach nur zu und bist wie benebelt."

Knicks träumen vom LeBron

Die Knicks träumen bekanntermaßen davon, dass LeBron im Sommer nach New York wechselt. An diesem Abend konnten sie ihrem Wunsch-Spieler nur tatenlos zuschauen. "Mein Gott", sagte New Yorks Trainer Mike D'Antoni. "Seine Würfe waren nicht einmal knapp." (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Trotz der James-Gala hätten die Knicks den 20-Punkte-Rückstand aus der ersten Hälfte beinahe noch wett gemacht. Zwei Minuten vor dem Ende verkürzte Jordan Hill auf 106:109. Doch wieder war es James, der mit zwei weiteren Körben und einem Rebound den Sieg sicherte.

Neben James überzeugte bei den Cavs noch Center Shaquille O'Neal (19 Punkte, 3 Blocks).

Portland Trail Blazers - Los Angeles Lakers 82:99 (48:54)

Nach 235 Spielen in Folge brauchte sogar Kobe Bryant mal eine Pause. Wegen einer Knöchelverletzung, die er sich im Spiel gegen Philadelphia zugezogen hatte, entschloss sich der Topscorer der Lakers, auf das Spiel gegen die Trail Blazers zu verzichten.

Aber auch ohne Bryant errang Los Angeles einen 99:82-Sieg in Portland. Damit gewann der Titelträger von 2009 nach neun Niederlagen in Folge wieder in Oregon.

"Wir waren fokussierter"

War das Fehlen des Superstars vielleicht sogar der Grund für die erfolgreiche Vorstellung? Das denkt auf jeden Fall Lamar Odom, der natürlich trotzdem auf eine schnelle Genesung seines Team-Kollegen hofft.

"Ich glaube, wir waren als Team fokussierter. Wir kamen nach Portland und haben das getan, was nötig war, um das Spiel zu gewinnen", sagte der Power Forward, der seine starke Vorstellung mit einem Double-Double krönte (10 Zähler, 22 Rebounds).

Beste Werfer bei den Lakers war Ron Artest mit 21, gefolgt von Dunking-Experte Shannon Brown mit 19 Punkten.

Bei Portland hatten LaMarcus Aldridge (16 Zähler) und Andre Miller (14 Zähler) die höchste Punktausbeute.

Utah Jazz - Denver Nuggets 116:106 (66:55)

Durch den Erfolg gegen die Denver Nuggets setzten die Utah Jazz ihre Serie von siegreichen Spielen fort - das Team aus Salt Lake City gewann seine letzten acht Partien. Bei Denver dagegen ist nach dem Sieg gegen die Lakers wieder Alltag eingekehrt.

Allerdings konnten die Nuggets bei der 106:116-Niederlage nicht auf ihre beiden besten Spieler zurückgreifen. Sowohl Carmelo Anthony als auch Chauncey Billups fielen wegen verstauchter Knöchel aus. Trotz des Fehlens ihrer beiden besten Scorer hielt Denver das Spiel lange offen.

"Wir haben wirklich gekämpft", sagte Coach George Karl: "Aber irgendwie ist es nicht für uns gelaufen. Wir brauchen jetzt erstmal eine Pause."

Topscorer bei Utah waren Andrei Kirilenko und All-Star Deron Williams mit jeweils 22 Punkten. Williams erreichte zusätzlich noch neun Assists und drei Blocks. Bei Denver war Ty Lawson mit 25 Zählern bester Werfer.

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