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Vince Carter wurde 2009 von den New Jersey Nets nach Orlando getradet © getty

Orlandos Vince Carter lässt mit einer Gala gegen New Orleans seine Formkrise vergessen. Die Lakers siegen ohne Kobe Bryant.

Von Martin Hoffmann

München - Vince Carter hat keine angenehmen Wochen hinter sich.

Der Veteran der Orlando Magic kämpfte gegen ein andauerndes Formtief, eine Wurfkrise und gegen Buhrufe der eigenen Fans.

Am Montagabend hat sich der Shooting Guard eindrucksvoll in die Herzen des Magic-Anhangs zurückgespielt.

Mit einer Galavorstellung beim 123:117 gegen die New Orleans Hornets lieferte er nicht nur seine beste Saisonleistung ab - er weckte Erinnerungen an längst vergangen geglaubte Zeiten 199075(DIASHOW: Die Bilder der NBA-Woche).

"Air Florida" statt "Air Canada"

Was Carter in Orlando aufs Parkett zauberte, wirkte wie eine Wiederauferstehung des Vince Carter, der seinerzeit bei den Toronto Raptors die ganze Liga mit seinem spektakulären Spielstil verzauberte.

Eine Auferstehung von "Vinsanity", "Half man - half amazing", von "Air Canada" in einem Remake als "Air Florida".

48 Punkte - 34 davon in der zweiten Hälfte -, spektakuläre Flugeinlagen, stehende Ovationen des Publikums - es war wie in alten Zeiten (DATENCENTER: Alle Ergebnisse) .

"Harte Monate" überwunden

In die fühlte sich der mittlerweile 33-jährige Carter offenbar auch zurückversetzt, als er hinterher verschmitzt erklärte: "Ist eine Weile her gewesen."

Er hätte "harte Monate" hinter sich, habe sich jedoch nie beirren lassen: "Mir macht es nicht aus, ausgebuht zu werden. Ich weiß, was ich kann und ich habe einfach weitergespielt, bis das auch wieder durchgeschimmert ist."

Er habe so etwas in einem Team noch nie gesehen", meinte Teamkollege Jameer Nelson bewundernd:

"Ich habe sechsmal in Folge einen Spielzug für ihn aufgerufen - und er hat jedes Mal getroffen."

Nicht mehr unter Kontrolle

Carter versenkte 19 von 27 Würfen aus dem Feld - ein Quantensprung im Vergleich zu der 28-Prozent-Quote, die er im Januar noch hatte.

Die Defensive der Hornets - die in der ersten Hälfte noch mit 70:55 führten - bekam Carter nach der Pause nicht mehr unter Kontrolle: Da nützten starke Offensivleistungen von Peja Stojakovic (29 Punkte), David West und Darren Collison (je 27) nichts.

Neben Carter verblassten sie alle.

Lakers siegen ohne Bryant

Den Los Angeles Lakers fehlte am Montagabend gegen San Antonio ihr Starakteur.

Aber auch im zweiten Spiel ohne den am Knöchel verletzten Kobe Bryant siegte der Meister: 101:89 (50:47) hieß es nach dem 99:82-Sieg in Portland gegen die San Antonio Spurs.

Die Lakers glichen die Ausfälle von Bryant und Andrew Bynum mit einer geschlossenen Teamleistung aus.

Gasol mit 19 Rebounds

Fünf Lakers-Akteure - Pau Gasol, Derek Fisher, Ron Artest, Lamar Odom und Jordan Farmar - punkteten zweistellig.

Herausragend war dabei Gasol, der neben 21 Punkten auch 19 Rebounds zum Sieg beisteuerte.

Bryants Verletzung könnte ihn die Teilnahme am All-Star-Game am Wochenende kosten.

Eine Tendenz konnte er am Rande der Begegnung nicht nennen: "Wenn ich nicht spielen kann, spiele ich nicht. Wenn doch, dann werde ich es."

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