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Durch den TV-Beweis soll die Arbeit der Schiedsrichter erleichtert werden © getty

Die NBA schlägt zwei Regeländerungen vor. Die 30 Klubs haben die Möglichkeit, sich für oder gegen die Maßnahmen zu entscheiden.

Von Rainer Nachtwey und Max von Harsdorf

München - Vor dem Start der neuen Saison könnten neue Regelungen auf die NBA-Klubs warten.

Die 30 Teams haben bis zum 10. Oktober Zeit, für oder gegen die von der Liga vorgeschlagenen Änderungen zu votieren.

Folgende zwei Regeln will die NBA einführen:

1.) Die Schiedsrichter sollen die Möglichkeit erhalten, den TV-Beweis zu Hilfe zu ziehen, wenn sie sich nicht sicher sind, ob es sich a) um einen Zwei- oder einen Drei-Punkte-Wurf handelt und b), ob der gefoulte Spieler zwei oder drei Freiwürfe erhält.

2.) Die Schiedsrichter sollen die Möglichkeit erhalten, den TV-Beweis zu Hilfe zu ziehen, wenn die 24-Sekunden-Uhr ausfällt und nicht geklärt werden kann, ob der letzte Wurf in einem Viertel vor oder erst nach Ablaufen der Zeit die Hand des Spielers verlassen hat.

Vorfall sorgt für Diskussion

In der Saison 2007/08 durfte der TV-Beweis nur bei Würfen und Fouls angewendet werden, wenn die Spielzeit des Viertel bereits abgelaufen war.

Bei Punkt zwei der Regeländerungen war es in der vergangenen Spielzeit bei der zweiten Playoff-Partie zwischen den Detroit Pistons und Orlando Magic zu Kontroversen gekommen.

Die "Shot-Clock" war bei noch 5,1 Sekunden zu spielen nur kurz angelaufen und hatte nach 4,8 Sekunden gestoppt. Detroits Point Guard Chauncey Billups hatte den siegbringenden Dreier laut TV-Aufzeichnungen nach 5,22 Sekunden versenkt. Ein Überprüfung war damals aufgrund der Regeln nicht möglich.

Über die beiden Änderungen wird unabhängig voneinander entschieden.

Sport1.de hat weitere Splitter aus der NBA zusammengefasst:

Denver Nuggets:

Die Nuggets haben Berichte dementiert, denen zufolge ein Trade von Indiana-Pacers-Guard Jamaal Tinsley gegen Steven Hunter und Chucky Atkins bevorstehen würde. "Das ist falsch", sagte Mark Warkentien, der Vizepräsident der Nuggets, unmissverständlich. Laut "New York Post" habe nur noch ein medizinischer Check zwischen einem abgeschlossenen Wechsel gestanden.

Unter sportlichen Gesichtspunkten hätte ein Trade für beide Seiten Sinn ergeben: Hunter und Atkins kommen bei den Nuggets nicht zum Zug. Und auch Tinsley, der in Indiana noch drei Jahre unter Vertrag steht, in denen er 21 Millionen Dollar kassiert, scheint bei seinem Klub nicht die besten Karten zu haben. So wurde er kürzlich aus dem Trainingslager der Pacers verbannt.

New York Knicks:

Verletzungspech bei Jared Jeffries: Der Forward hat sich beim Training das linke Wadenbein gebrochen und fällt voraussichtlich acht Wochen aus. Jeffries erklärte später, dass er sich die Verletzung nach einem Sprung zugezogen habe. Als er landete, merkte er, dass es "mehr war als ein Krampf".

Der 26-Jährige ist seit zwei Spielzeiten für die Knicks tätig und soll laut Coach Mike D'Antoni in dieser Saison öfter zum Einsatz kommen.

Phoenix Suns:

Forward Amare Stoudemire hat beim Donnerstagstraining aussetzen müssen. Das Problem: ein Teilriss der Iris, den er sich zuzog als ihn Center Boris Diaw während einer Trainingseinheit unglücklich mit der Hand im rechten Auge traf. "Seine Iris hat Schaden genommen", sagte Manager Steve Kerr, um dann hinzuzufügen: "Die Sache ist glücklicherweise nichts Ernstes".

So wird erwartet, dass Stoudemire schon Sonntag auf den Platz zurückkehrt. Allerdings wird er dann und vielleicht auch für den Rest seiner Karriere eine Spezialbrille tragen.

Chicago Bulls:

Ähnlich viel Pech hatte auch Joakim Noah. Wie Stoudemire bekam er während des Trainings eine Hand ins Auge und wird seinem Team voraussichtlich für die nächsten fünf Tage fehlen. In seinem Auge hat sich Blut angesammelt.

Der letztjährige Rookie wird von der Medizinischen Abteilung der Bulls täglich untersucht.

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