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Butler (l.) und Haywood (m.) hatten ihre erfolgreichste Saison im Jahr 2007 © getty

Die Mavericks und die Wizards einigen sich über ein Sieben-Spieler-Tauschgeschäft. Josh Howard wechselt in die Hauptstadt.

Von Ingo Weber

München/Dallas - Es ist perfekt: Caron Butler und Brendan Haywood werden Teamkollegen von Dirk Nowitzki.

Die Washington Wizards und die Dallas Mavericks haben den Diskussionen ein Ende bereitet und den Trade noch vor der Deadline am kommenden Donnerstag als vollzogen gemeldet.

Somit wechseln Butler, Haywood und DeShawn Stevenson im Tausch mit Josh Howard, Drew Gooden, Quinton Ross und James Singleton zu den Mavericks.

Zudem erhalten die Texaner einen ungenannten Geldbetrag von den Wizards.

Cuban schwärmt von Neuzugängen

"Die Qualität unseres Kaders nimmt enorm zu", sagt Mavericks-Eigentümer Mark Cuban zu den drei Neuerwerbungen.

Die Wizards hatten seit Wochen mit mehreren Klubs über einen Deal gesprochen. Die Verhandlungen mit den Mavericks gerieten in der letzten Woche ins Stocken.

Erst als Washington gegen Ende der Woche erklärte, dass neben Butler auch Haywood abgeben zu wollen, intensivierten sich die Gespräche am Donnerstag.

Schwachstellen beheben

Nach nur zehn Siegen aus 21 Spielen im Jahr 2010 kommen die beiden Top-Spieler der Wizards gerade recht und sollen die Schwachstellen der Mavericks beheben.

Butler soll den zuletzt schwachen Josh Howard ersetzten und sich neben Nowitzki zu einem konstanten Scorer entwickeln, Haywood, nach der Knie-Verletzung von Center Erick Dampier, der Defensive wieder mehr Stabilität verleihen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Haywood Rebound-König

"Caron ist ein toller Spieler, mit der Fähigkeit von jeder Position auf dem Platz zu punkten", sagt Donnie Nelson, General Manager und Sportdirektor der Mavericks.

"Brandon soll unsere Defensive mit seiner Athletik verstärken, auch DeShawn hat gezeigt, dass er ein Aktivposten der Mannschaft werden kann."

Small Forward Butler, dessen 10,5-Millionen-Dollar-Vertrag bei den Wizards nach der kommenden Saison ausläuft, ist mit 16,9 Punkten zweitbester aktiver Scorer des Haupstadt-Clubs hinter Antawn Jamison.

Center Haywood kommt durchschnittlich auf 9,8 Zähler, 10,3 Rebounds und 2 Blocks.199075(DIASHOW: Die Bilder der NBA-Woche).

Anfänge in Miami

Beim NBA-Draft 2002 wurde Butler als Zehnter von den Miami Heat ausgewählt. In der ersten Saison bei den Heat erzielte er im Durchschnitt 15 Punkte und 5 Rebounds pro Spiel.

Aufgrund einer Verletzung spielte er in der zweiten Saison lediglich 68 Spiele und auch sein Schnitt verschlechterte sich auf nur noch 9 Punkte und 4 Rebounds.195744(DIASHOW: Die All-Stars der NBA).

Tausch gegen O'Neal

Ende 2004 wurde er zusammen mit Lamar Odom und Brian Grant gegen Shaquille O'Neal nach Los Angeles zu den Lakers getradet.

Nur ein Jahr später verpflichteten ihn die Washington Wizards im Paket mit Chucky Atkins für Kwame Brown und Laron Profit, wo er einen 46 Millionen-Dollar-Vertrag unterzeichnete.

2007 bestritt Butler seine beste Saison als Profispieler, mit einem Durchschnitt von 19,1 Punkten, 7,4 Rebounds und 3,7 Assists pro Spiel.

Von Orlando nach Washington

Haywood machte seinen Abschluss an der Universität North Carolina im Jahr 2001. Als 20. Pick wurde er beim NBA-Draft 2001 von den Clevenland Cavaliers verpflichtet.

Von Cleveland ging er über Orlando im Tausch mit Laron Profit zu den Washington Wizards.

In seiner Zeit bei den Wizards kommt Haywood auf 6,9 Punkte im Schnitt. Als Starting-Center der Wizards hatte Haywood seine erfolgreichste Saison 2007 mit 10,6 Punkten und 7,2 Rebounds.

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