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Dirk Nowitzki wurde zum neunten Mal ins All-Star Game berufen © getty

Trotz eines persönlichen Rekords verliert der Würzburger mit dem Westen das All-Star Game. Auch die Zuschauer sorgen für eine Bestmarke.

Dallas - Das Happy End blieb Dirk Nowitzki bei seiner Gala-Vorstellung vor der Rekordkulisse von 108.713 Zuschauern verwehrt.

Obwohl der gebürtige Würzburger bei seinem "Heimspiel" im Football-Stadion von Dallas mit 22 Punkten eine persönliche All-Star-Bestmarke aufstellte, unterlag sein Team der Western Conference beim alljährlichen Spektakel der NBA dem Gegner aus dem Osten mit 139:141 203465(DIASHOW: Die Bilder des All-Star Games).

Anstelle des vor der Begegnung als Favorit auf den Titel des wertvollsten Spielers gehandelten Lokalmatadors Nowitzkis wurde am Ende Dwyane Wade von den Miami Heat dank seiner 28 Punkte und elf Assists mit dem illustren MVP-Titel geehrt.

Ausgleich durch Nowitzki

Viel fehlte nicht, und Nowitzki hätte sich als Matchwinner der 59. Ausgabe des Traditions-Duells feiern lassen dürfen.

Beim Stand von 137:139 wurde der deutsche Nationalspieler in Diensten der Dallas Mavericks bei einem Timeout sieben Sekunden vor Schluss von West-Coach George Karl als potenzieller Werfer für den alles entscheidenden Dreipunktewurf auserkoren.

Doch nachdem der Ball wie geplant bei ihm landete, wurde Nowitzki noch vor dem Wurfversuch gefoult.

Bosh entscheidet die Partie

Zwar verwandelte er beide Freiwürfe, doch im Gegenzug sorgte Chris Bosh ebenfalls von der Freiwurflinie für die Entscheidung zu Gunsten der Eastern Conference.

"Vielleicht hätte ich trotz des Fouls versuchen sollen, zu werfen. Dann wären mir wohl drei Freiwürfe zugesprochen worden. Trotzdem war es ein sensationelles Wochenende. Ich bin stolz, dabei gewesen zu sein, als Basketball-Geschichte geschrieben wurde", sagte Nowitzki zum neuen Zuschauerrekord.

Erste Punkte durch Nowitzki

Bereits nach 14 Sekunden nach einem Pass seines ehemaligen Mannschaftskameraden Steve Nash hatte Nowitzki den ersten Korb der Begegnung erzielte.

Doch anschließend sorgten Wade und der ebenfalls großartig aufspielende LeBron James mit teilweise spektakulären Spielzügen für die Dominanz des Ostens.

Anthony führt Westen zum Ausgleich

Erst als beide Mannschaften im Schlussviertel Ernst machten, konnte der von Carmelo Anthony (27 Punkte) angeführte Westen noch einmal aufschließen 195744(DIASHOW: Die All-Stars der NBA).

Die Führung blieb Nowitzki und Co. allerdings während der gesamten zweiten Hälfte verwehrt. So durfte sich MVP Dwyane Wade etwas schadenfroh an das Jahr 2006 erinnern, als er mit Miami den Mavericks nach einem 0:2-Rückstand in der Best-of-Seven-Serie der Playoffs den schon sicher geglaubten Titel entriss (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

"In Dallas steht mir das Glück offensichtlich immer zur Seite. Heute hatte ich das Gefühl, dass nicht viel schiefgehen könnte", meinte Wade.

Alles etwas größer

Trotz der Niederlage drehte sich am Sonntag alles um "Big D", dessen 45 Meter hohes Konterfei sogar an der Seite des Bank of America-Wolkenkratzers in Downtown Dallas prangte.

Wenig überraschend war es deshalb der deutsche Lokalmatador, der vor der Begegnung zum Mikrofon griff, um die Zuschauer zu begrüßen.

"Vielen Dank für den großartigen Zuspruch. In Texas war eben schon immer alles etwas größer", sagte Nowitzki, der auch bei der Vorstellung der Mannschaften den mit Abstand größten Applaus erhielt.

Bryant sagt Nowitzki MVP-Ehren voraus

Die Erwartungen eines prominenten Mitstreiters konnte er allerdings nicht erfüllen. Der wegen einer Verletzung nur als Zuschauer anwesende Superstar Kobe Bryant hatte "Dirkules" den Gewinn des MVP-Titels prognostiziert.

"Es ist sein Heimspiel. Ich hoffe, er kann den Druck ablegen und so aufspielen wie im Trikot der Mavericks."

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