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Dirk Nowitzki stand in Oklahoma City 36 Minuten auf dem Feld © getty

Auch mit den drei Neuzugängen findet Dallas nicht aus dem Tief. Die Texaner sind in Oklahoma City angriffsschwach wie nie.

Von Martin Hoffmann

München - Die Dallas Mavericks haben nach dem umfangreichen Trade mit den Washington Wizards ein neues Gesicht - aber noch ist es kein schönes.

Im ersten Spiel nach dem All-Star Game verloren Dirk Nowitzki und Co. ihr Gastspiel bei den Oklahoma City Thunder mit 86:99 203465(DIASHOW: Die Bilder des All-Star Games).

Die Mavericks leisteten sich dabei ein Offensivdebakel: Nur 32,3 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld saßen - Saisontiefstwert.

"Sie haben getroffen und wir nicht", fasste der aus Washington gekommene Neuzugang Caron Butler zusammen: "Das war die Geschichte des Spiels."

Starker Start der Mavericks

Dabei ging eigentlich alles ganz gut los. Obwohl Butler noch sichtliche Integrationsprobleme hatte, dominierte Dallas das erste Viertel.

Die Mavericks setzten sich mit einer 14:2-Serie von den Gastgebern ab, führten zu Beginn des zweiten Viertels mit zwölf Punkten.

Und das ohne großes Zutun von Nowitzki, der nach zwei frühen Fouls eine Weile auf der Bank gelassen wurde.

40 Punkte in einem Viertel zugelassen

Im zweiten Durchgang allerdings kamen die Thunder in Fahrt und bereiteten den Mavericks in der Defensive erhebliche Schwierigkeiten. 40 Punkte ließen die Texaner zu und lagen zur Halbzeit mit 54:56 zurück.

Das Schlimmste aber sollte noch kommen. Im dritten Viertel stabilisierte sich die Abwehr zwar, aber offensiv gelang den Mavericks fast gar nichts mehr.

Von 21 Würfen aus dem Feld waren nur drei erfolgreich - Trefferquote: 14,3 Prozent.

"Wir hätten keinen Bullenhintern mit einer Bassgeige getroffen", zitierte Rick Carlisle eine englische Redensart. Am Ende sammelten die Mavericks nur elf Punkte in dem Durchgang - ebenfalls ein Minusrekord in dieser Saison.

Vergebliche Aufholjagd

Im Schlussdurchgang rafften sich die Mavericks noch zu einer Aufholjagd auf, verkürzten von 17 auf acht Punkte.

Danach jedoch gingen wieder vier Würfe in Folge daneben und die Partie war entschieden. Oklahoma hat damit nach dem siebten Erfolg in Folge nun nur noch einen Sieg weniger auf dem Konto als Dallas (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

Bester Mann auf dem Feld war einmal mehr Oklahoma Citys Kevin Durant, zum 26. Mal in Folge die 25-Punkte-Marke knackte.

Diesmal waren es exakt 25 Zähler, dazu sammelte er 14 Rebounds.

Miserable Wurfquoten

Nowitzki war mit 24 Punkten, neun Rebounds und sechs Assists bester Mann der Mavericks, er traf aber nur bei neun von 22 Feldversuchen (STATISTIK: Die Sport1.de-Nowitzki-Watch).

Bei anderen sah die Quote aber noch schlimmer aus: Shawn Marion traf nur drei von elf Versuchen, Jason Kidd vier von zehn, Jason Terry vier von 15, Hoffnungsträger Butler vier von 16.

Butler hatte bei seinem Debüt für Dallas am Ende 13 Punkte und sechs Rebounds auf seinem Konto.

Center Brendan Haywood, der zweite Neuankömmling von den Wizards, machte im ersten Viertel sieben Punkte, bei denen es dann aber auch blieb. Hinzu kamen sechs Rebounds.

DeShawn Stevenson stand nur fünf Minuten auf dem Feld und blieb ohne Punkte.

Dampier verletzt

Eine zusätzliche Hiobsbotschaft für Dallas: Center Erick Dampier hat sich in Oklahoma City wieder verletzt.

Dampier verrenkte sich den rechten Mittelfinger. Dabei entstand eine Wunde, die operativ geschlossen werden muss.

Der defensive Schlüsselakteur wird erneut pausieren müssen - womit Haywood in den nächsten Spielen gleich in der Verantwortung stehen wird.

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