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Die drei neuen Mavs: Caron Butler, Brendan Haywood und DeShawn Stevenson (v.l.n.r.) © getty

Das misslungene Debüt der runderneuerten Mavericks bekommt vernichtende Kritiken. Nowitzki allerdings sieht viel Potenzial.

Von Martin Hoffmann

München - Es ist ein gewaltiges Risiko-Investment, das die Dallas Mavericks in der All-Star-Pause gewagt haben.

Mitten in einer kritischen Phase der Saison krempelten sie ihr Team durch den Blockbuster-Trade mit Washington kräftig um.

Und bei ihrem Debüt haben Caron Butler, Brendan Haywood und DeShawn Stevenson noch keine Dividende abgeworfen.

"Auch nach weiterer Überprüfung: Die Mavericks stinken immer noch", lautet das harsche Urteil der "Dallas Morning News" nach dem 86:99 bei den Oklahoma City Thunder. 204265(DIASHOW: Die Bilder aus der NBA)

Nur eine Einheit trainiert

Wobei es aber keine faire Erwartungshaltung wäre, von den zwei Kerninvestitionen Butler und Haywood vom Start weg Großtaten zu verlangen.

Die Neuankömmlinge hatten nicht mehr als eine Einwurf-Einheit Zeit, mit ihren neuen Teamkollegen zu trainieren.

Es wird einige Zeit vergehen, bis die beiden in die erlernten Abläufe integriert sind.

Genau das aber ist das Risiko, dem sich die Mavericks ausgesetzt haben - trotz der schlechten Erfahrungen mit dem Jason-Kidd-Trade mitten in der Saison vor zwei Jahren.

Ins kalte Wasser geworfen

Unmittelbar nach dem Wurf ins kalte Wasser konnten Butler und Haywood noch nicht die in sie gesteckten Erwartungen erfüllen.

Butler war mit vier von 16 Treffern aus dem Feld noch keine Entlastung für Nowitzki.

Und als Center Haywood auf dem Platz stand, kassierten die Mavericks 16 Punkte mehr als sie erzielten.

Und gerade auf ihn kommt nach einem erneuten Ausfall von Erick Dampier wegen eine Fingerverletzung noch mehr Verantwortung zu.

Nowitzki hebt das Gute hervor

Nowitzki lag nach dem Oklahoma-City-Spiel daran, die positiven Signale hervorzuheben (STATISTIK: Die Sport1.de-Nowitzki-Watch).

"Ich glaube man konnte, im ersten Viertel, als wir gut in Bewegung waren, das Potenzial sehen", erklärte er: "Ich habe es auf jeden Fall gesehen."

Es zweifelt auch kaum ein Experte ernsthaft daran, dass sich die Mavericks mit Butler und Haywood verbessert statt verschlechtert haben.

Das von Nowitzki angesprochene Potenzial muss nur möglichst schnell ausgeschöpft werden.

Gute Ausgangsposition verspielt

Vor den Mavericks stehen sieben knüppelharte Tage mit fünf Duellen gegen Teams, die bis auf Indiana allesamt in den Playoff-Rängen stehen (DATENCENTER: Der Spielplan der Mavericks).

Es wird ein hartes Ringen um eine günstige Anordnung für die Postseason, die Mavericks selbst haben ihre gute Ausgangsposition im Westen weitgehend verspielt.

Nach zuletzt sechs Niederlagen in acht Spielen hat Dallas nicht mehr Siege auf dem Konto als die auf Rang acht platzierten Portland Trail Blazers.

Selbst das Verpassen der Playoffs ist kein so abwegiges Szenario mehr, die New Orleans Hornets sind auf Platz neun nur noch vier Siege weg.

Schlüsselduell gegen Phoenix

Gleich in der Nacht zum Donnerstag steht eine absolute Schlüsselbegegnung auf dem Programm.

Es geht vor heimischer Kulisse gegen West-Konkurrent Phoenix mit Nowitzkis ehemaligem Top-Vorbereiter Steve Nash (ab 3 Uhr LIVESCORES).

Dis Suns haben seit dem Heimsieg in der jüngsten Begegnung mit Dallas sechs von sieben Spielen gewonnen.

Die vergangenen vier Heimspiele gegen die Suns gingen jedoch an Dallas, Nowitzki hatte in ihnen einen Punkteschnitt von 32,8.

Die Serie fortzusetzen, wäre für Dallas von Vorteil: Im Duell mit Phoenix entscheidet sich der Direktvergleich mit den Suns.

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