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Dirk Nowitzki (r.) setzt sich gegen Suns-Altmeister Grant Hill durch © getty

Dirk Nowitzkis Team gelingt ein wichtiger Sieg gegen Phoenix. Den sonst so offensivstarken Suns zieht vor allem einer den Zahn.

Von Martin Hoffmann

München - Es war ein Schlüsselspiel für die Dallas Mavericks, und sie haben es gemeistert.

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Denver und Oklahoma City haben die Texaner vor heimischer Kulisse wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert.

107:97 hieß es gegen die Phoenix Suns, ein Sieg, der doppelt wertvoll ist: Denn weil die Mavericks mit 2:1 Siegen den Direktvergleich gegen die Suns gewonnen hat, würden sie am Ende bei Punktgleichheit vor ihnen stehen.

Das würde den Mavericks in den Playoffs einen leichteren Gegner bescheren.

Einen entscheidenden Beitrag zu dem Erfolgserlebnis leistete ein Altmeister der Texaner: Jason Kidd 204265(DIASHOW: Die Bilder aus der NBA).

Kidd als erfolgreicher Balldieb

Der Spielmacher holte nicht nur 18 Punkte, sieben Rebounds und zehn Assists.

Er war in einer vierten Disziplin so erfolgreich wie noch nie in seiner bald 16-jährigen Laufbahn: den Steals.

Siebenmal klaute er Suns-Spielern den Ball. "Unglaublich", nannte das Coach Rick Carlisle, zumal die Steals "alle zum richtigen Zeitpunkt kamen".

Nowitzki bester Werfer

Überhaupt waren die Mavericks wirkungsvolle Störenfriede des Spielaufbaus der Gäste: Sie verleiteten Phoenix zu 17 Turnovers.

Es war der Schlüssel, um die sonst so offensivstarken Suns unter 100 Punkten zu halten - was Phoenix vorher nur sechsmal in 54 Saisonspielen widerfahren war.

In der Offensive war Nowitzki mit 28 Punkten bester Werfer bei Dallas - wobei aber von 24 Würfen aus dem Feld auch 13 daneben gingen.

Top-Scorer der Partie war Amare Stoudemire mit 30 Zählern.

Aufholjagd widerstanden

Dallas riss die Partie nach der Halbzeitpause an sich. Neuzugang Caron Butler leitete bei seiner Heimpremiere eine 16:4-Serie ein, mit der die Mavericks ihren 56:49-Pausenvorsprung auf 19 Punkte erhöhten.

Die Gastgeber widerstanden dann auch einer Aufholjagd der Suns, die im Schlussviertel noch zeitweise auf fünf Punkte herankamen.

Beim Stand von 98:91 nahmen die Suns dreieinhalb Minuten vor Schluss eine Auszeit.

Ein erfolgreicher Sprungwurf von Jason Terry, ein Shotblock von Neuzugang Brendan Haywood gegen Robin Lopez und ein Dreier von Terry zogen Phoenix dann aber endgültig den Zahn.

Interesse an Ilgauskas

Mit zehn Punkten, neun Rebounds und fünf Blocks feierte Haywood ein ordentliches Heimdebüt.

Trotzdem will Dallas angeblich noch einen weiteren Center verpflichten: Laut "ESPN" sind die Mavericks wegen der Fingerverletzung von Erick Dampier (der bis zu einen Monat ausfallen könnte) daran interessiert, Zydrunas Ilgauskas unter Vertrag nehmen.

Der wurde zwar in der Nacht zum Donnerstag von Cleveland zu Washington getradet, viele Beobachter erwarten aber, dass die Wizards seinen 11,5 Millionen Dollar teuren Vertrag per Buyout lösen werden.

Damit wäre der 34-jährige Litauer für die Mavericks für 1,3 Millionen Dollar - Mindestlohn für Veteranen - recht günstig zu haben.

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