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Dirk Nowitzki (r.) kann sich mit den Mavs gegen Miami zum 12. Mal in Folge durchsetzen © getty

Die Mavs setzen die Serie gegen Miami fort, weil Nowitzki glänzt und ein Guard aufdreht. Der Heat-Coach will keine Ausreden.

Von Guido Huber

München ? "Es gefällt mir, in welche Richtung sich das Team entwickelt", hatte Dirk Nowitzki nach dem Sieg über Orlando Magic gesagt und dabei sicherlich auch schon die Begegnung im heimischen American Airlines Center gegen die Miami Heat im Kopf.

Dass es beim 97:91 (21:27, 23:25, 27:12, 26:27)-Sieg der Dallas Mavericks gegen die Heat am Samstagabend trotzdem so schwer werden würde, hätte der Würzburger allerdings wohl nicht gedacht.

Dabei standen die Vorzeichen für die Mavs von Anfang an gut. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Mit zwei Siegen im Rücken trafen die Mannen von Dallas-Coach Rick Carlisle auf ein Miami, das zwar ebenfalls mit fünf Siegen in Folge ausreichend Selbstbewusstsein für die Partie getankt hatte, aber mit Dwyane Wade (Wadenverletzung) auf seinen Superstar verzichten musste.

Große Probleme in erste Hälfte

Zudem konnte Dallas die letzten elf Partien gegen Heat allesamt für sich entscheiden.

Trotzdem tat sich Nowitzki mit dem neuverpflichteten Caron Butler an seiner Seite von Beginn an schwer. 194232(DIASHOW: Die Winter-Wechselbörse) Nach den ersten beiden verlorenen Vierteln sah es sogar ganz nach einer bösen Überraschung für die Texaner aus.

"Wir mussten unglaublich viel kämpfen, um zu gewinnen. In der ersten Hälfte fehlte es uns an der nötigen Energie. Aber Nowitzki und Kidd haben ein großartiges Spiel gemacht und uns den nötigen Schub gegeben, den wir zum Sieg brauchten", sagte Brendan Haywood zu "ESPN", der im Spiel gegen Orlando noch selbst zum Matchwinner avanciert war.

Mit Kidd zum Sieg

Diese Rolle nahm ihm diesmal sein Kollege Jason Kidd ab, der im zweiten Durchgang aufdrehte und allein 14 seiner insgesamt 21 Punkte im letzten Viertel erzielte. 204265(DIASHOW: Die Bilder aus der NBA)

Zudem leitete der Mann aus San Francisco mit einem wichtigen Dreier einen 7:0-Lauf ein, der letztendlich zum Sieg für die Mavs führte. Insgesamt steuerte Kidd weitere elf Assists, fünf Rebounds und drei Steals zum Dallas-Erfolg bei.

"Seit dem All-Star-Game spielt er einfach phänomenal. Er verteilt die Bälle und trifft auch noch ausgezeichnet", lobte Nowitzki seinen Point Guard.

Extra-Lob für Haywood

Auch der Deutsche, mit 28 Punkten bester Scorer, machte mit fünf Rebounds und zwei Assists ein tolles Spiel.

Außerdem überzeugten Butler mit 20 Punkten (vier Rebounds, drei Assists) und Haywood mit elf Punkten (elf Rebounds, vier Assists). Letzterer bekam von Coach Carlisle noch ein Extra-Lob mit auf den Weg.

"Brendan versteht, wie man schnell nach vorne spielt, wie man das Spiel auf sich zukommen lässt und wie man sich Möglichkeiten offen lässt, im richtigen Moment aggressiv zu Werke zu gehen. Deshalb war er schon in den vergangenen Jahren so ein konstanter Schütze", so Carlisle.

Miami enttäuscht

Miamis Spieler, bei denen Dwyane-Wade-Ersatz Daequan Cook mit 22 die meisten Punkte erzielte, gaben sich nach dem missglückten Endspurt enttäuscht.

"Über das ganze Spiel gesehen, haben wir auch ohne Dwyane ein gutes Spiel gemacht. Wir haben an unsere Chance auf den Sieg geglaubt, es aber dann leider nicht geschafft", erklärte der geknickte Miami-Forward Udonis Haslem.

Auch sein Trainer Erik Spoelstra wollte die Niederlage nicht nur an Wades Fehlen festmachen.

"Es war eine Lehrstunde"

"Es muss uns eine Lehrstunde gewesen sein, dass, egal ob Dwyane spielt oder nicht, unser Konzept dasselbe bleiben muss. Über das Kollektiv können wir genauso erfolgreich sein. Aber wenn der Ball nicht schnell gespielt wird, wird es natürlich ein schweres Spiel für uns", so Spoelstra.

Mit dem dritten Erfolg in Serie zog Dallas in der Western Conference nach Siegen mit den drittplatzierten Utah Jazz gleich, die aber zwei Spiele weniger absolviert haben.

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