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Power Forward Michael Beasley (l.) kommt von Kansas State University © getty

Der Nummer-Zwei-Draftpick gibt beim Preseason-Auftakt sein Debüt im Heat-Trikot. Gegen die Pistons setzt es dennoch eine Pleite.

Von Rainer Nachtwey

München/Miami - 110 Tage sind seit dem letzten NBA-Spiel vergangen.

Am 17. Juni bezwangen die Boston Celtics die Los Angeles Lakers im sechsten Spiel der Finals mit 131:92 und holten dadurch den Titel an die Ostküste.

Knapp vier Monate später heben die Stars wieder zu spektakulären Dunks ab - auch wenn es nur die Preseason ist.

Zum Auftakt der Vorbereitungsspiele gab Michael Beasley sein Debüt. Der Nummer-Zwei-Draft-Pick trat mit seinen Heat gegen die Detroit Pistons in der American Airlines Arena von Miami an.

Zwar unterlag der Meister von 2006 den Gästen aus Michigan nach Verlängerung mit 91:95, dennoch hat der Liga-Neuling einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Spieler und Trainer voll des Lobes

16 Punkte erzielte der 19 Jahre alte Power Forward, davon allein 13 im dritten Viertel, und war damit bester Werfer auf Seiten der Gastgeber. Zusätzlich schnappte sich Beasley in 21 Minuten Spielzeit sechs Rebounds.

"Viele Leute erwarten, dass er schon jetzt in der NBA mithalten kann. Das hat er gegen uns bewiesen", lobte ihn Detroits Richard Hamilton. "Er hat einen sehr guten Job erledigt. Es ist nicht einfach, wenn man sein erstes Spiel bestreitet und gegen Spieler antritt, gegen die man zuvor noch nie gespielt hat."

Aber Beasley hat nicht nur einen Eindruck hinterlassen, er hat auch viele gesammelt. "Alle müssen an einem Strang ziehen. Ein Spieler allein kann, wenn er sich nicht dran hält, die eigene Verteidigung schlecht aussehen", sagte er und stellte selbstkritisch fest: "Meistens war ich derjenige."

Dennoch war sein Trainer Erik Spoelstra mit dem Rookie zufrieden. "Er lernt sehr schnell. Aber es ist ein langwieriger Prozess und es wird einige Zeit dauern, bis er alles umsetzen kann. Er muss lernen, erst an die Abwehrarbeit zu denken. Aber das ist normal für einen jungen Spieler", sagte der Coach, der Pat Riley auf dem Posten abgelöst hat.

Das Zusammenspiel in der Offensive mit Heat-Superstar Dwyane Wade klappt bereits ganz gut. Ein Zuspiel des Shooting Guards beendete er mit einem spektakulären Dunk und sorgte dafür, dass die Halle tobte.

"Er war vor der Begegnung schon etwas nervös, das hat man ihm angemerkt", sagte Wade, "aber er hat das recht schnell verdrängt."

Miami auf Europa-Tour

Dass es zum Sieg nicht gereicht hat, lag an Rodney Stuckey. Der letztjährige Rookie erzielte 23 Punkte und sorgte mit einem Sprungwurf aus fünf Metern für die Verlängerung.

Dort setzte sich dann Jason Maxiell in Szene. Der Power Forward erzielte die ersten beiden Zähler der Verlängerung und kam insgesamt auf 13 Punkte.

Detroits Rasheed Wallace war mit dem ersten Spiel recht zufrieden. "Ich würde uns eine Drei oder eine Zwei minus geben", sagte der Power Forward.

Während die Pistons am Mittwoch gegen Milwaukee ihr zweites Spiel bestreiten, geht es für Miami nun auf Europa-Tour. Am Donnerstag bestreiten die Heat gegen die New Jersey Nets ein Spiel in Paris und am Sonntag ein weiteres in London gegen denselben Gegner.

Warriors verlieren in New Orleans

In der zweiten Begegnung des Preseason-Auftakts setzten sich die New Orleans Hornets mit den Golden State Warriors auseinander. Mit 106:103 bezwang der letztjährige Sieger der Southwest-Division die Gäste aus Oakland.

Coach Byron Scott schickte zum Start mit Chris Paul (13 Punkte), Morris Peterson (3), Peja Stojakovic (6), David West (19) und Tyson Chandler (0 von 2) seine Starting Five auf das Parkett.

Neuzugang James Posey, der letzte Saison mit Boston den Titel holte, wurde bei seinem ersten Auftritt stürmisch gefeiert. Der Forward bedankte sich beim Publikum mit neun Punkten.

Bei den Warriors gab Corey Maggette sein Debüt. Der letztjährige L.A. Clipper war mit 13 Punkten zweitbester Scorer auf Seiten der Kalifornier. Besser traf nur Marco Belinelli. Der Italiener versenkte fünf seiner zehn Würfe und kam auf 14 Punkte.

Am Mittwoch geht es für beide Teams weiter. Die Hornets treten in Indiana an, die Warriors reisen nach Portland.

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