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LeBron James hat eine Bilanz von 30,2 Punkten pro Spiel gegen die Celtics © getty

Cleveland beendet eine schwarze Serie in der Höhle des Löwen. Ein Cavs-Star verletzt sich früh. Ein "Dreier-König" dreht das Spiel.

Von Sebastian Aigner

Boston/München - Zunächst hat es so ausgesehen wie immer. Nämlich dass es für die Cleveland Cavaliers in Boston nichts zu erben geben würde, neun Mal in Folge hatten die Cavs zuvor in Boston nicht mehr gewinnen können.

56:48 betrug der Vorsprung für die Boston Celtics zur Halbzeit, zwischenzeitlich hatte Neuzugang Nate Robinson die "Kelten" mit einem Dreier sogar mit 40:27 in Führung gebracht.

Als Shaquille O'Neal dann noch zu Beginn des zweiten Viertels mit einem verstauchtem Daumen die Partie vorzeitig beenden musste, hätten wohl die wenigsten auf einen Sieg der Cavs gewettet.

Doch die Anzeigetafel im TD Garden zeigte nach Ablauf der Partie einen für die Celtics ernüchternden Endstand, 108:88 hieß das Endergebnis zu Gunsten der Cavaliers.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Cavs mit Comeback

Nach der Halbzeitpause schlugen die Cavs nämlich in beeindruckender Manier zurück und brannten ein wahres Punkte-Feuerwerk ab.

Zu Beginn des letzten Viertels hatte Cleveland den Rückstand bereits auf 73:74 verkürzt, Mo Williams brachte die Cavs neun Minuten vor dem Ende mit einem Dreier mit 79:78 in Führung.

Der starke Williams fand offenbar Gefallen an der Übung und baute die Cavs-Führung durch weitere Dreier auf 93:83 aus.

In dieser spielentscheidenden Phase merkte man den Celtics das Fehlen ihres Dreier-Spezialisten Paul Pierce an, der wegen einer Verletzung am rechten Daumen nicht dabei war

Cavaliers überrollen Celtics

Der Titelanwärter ließ sich diese Führung nicht mehr nehmen, im letzten Viertel erlaubten die Cavs dem Gegner gerade einmal 14 Punkte.

Ebenso viele wie Williams, der im vierten Abschnitt vier von sechs Dreiern verwertete. 206482(DIASHOW: NBA - Woche 18)

60 Punkte machten die Cavs in der zweiten Hälfte, Boston nur 32.

"Als sie angefangen haben zu punkten, hat uns das den Wind aus den Segeln genommen. Wir wurden vom Jäger zum Gejagten", versuchte Rivers die Pleite zu erklären.

Celtics-Forward Kevin Garnett kritisierte die Einstellung des Teams: "Wir wussten, dass das Spiel eine große Herausforderung sein würde. Wir können nicht einfach eine Halbzeit spielen und uns dann ausruhen."

Brown selbstsicher

Cavs-Coach Brown hingegen zeigte sich nach dem Erfolg nicht einmal sonderlich überrascht von der Coolness, mit der sein Team das Spiel drehte: "Wir haben in der zweiten Hälfte einfach aggressiver gespielt, sowohl offensiv als auch defensiv. Wir sind nicht unruhig geworden und haben den Rückstand Schritt für Schritt aufgeholt".

Dabei avancierte LeBron James zum Top-Scorer für die Cavs, ihm gelangen 36 Punkte. Mo Williams trug 19 Punkte zum Erfolg bei.

Beste Werfer für Boston waren Ray Allen (21 Punkte) und Rajon Rondo (19 Punkte / 11 Assists).

Cleveland (45-15) bleibt in der Eastern Conference unangefochten an der Spitze, Boston auf Rang drei (36-20).

Sport1.de hat die weiteren Ergebnisse aus der NBA:

Golden State Warriors ? Denver Nuggets 112:127

Die Denver Nuggets besiegten im ersten Spiel ohne ihren an Krebs erkrankten Coach George Karl die Golden State Warriors.

"Als Spieler findest du immer das Vertrauen und die nötige Ruhe wenn du zur Bank schaust und den Trainer siehst. Heute war das anders, es war komisch ohne George Karl", beschrieb Point Guard Chauncey Billups das Gefühl ohne den Head-Coach zu spielen.

Dabei setzten die Nuggets mit 16 erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen eine NBA-Saison-Bestmarke.

Denver donimierte die Partie und führte zumeist zweistellig, machte sich durch eigene Nachlässigkeiten jedoch öfter das Leben schwer.

Billups gelangen 37 Punkte und neun Rebounds für Denver, Carmelo Anthony trug 27 Punkte zum Erfolg bei.

Für die Warriors gelang Stephen Curry ein Double-Double (30 Punkte / 13 Assists).

Denver festigte durch den Erfolg Rang zwei in der Western Conference, Golden State (16-41) bleibt abgeschlagen auf Platz 14.

Die weiteren Ergebnisse:

Indiana Pacers ? Milwaukee Bucks 110:112

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