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Jason Kidd spielte bereits von 1994 - 1996 für die Dallas Mavericks © getty

Der Guard überzeugt gegen Atlanta mit einem Triple-Double und als Leader. Dabei nutzt er eine Unachtsamkeit von Atlantas Coach.

Von Olaf Mehlhose

München/Atlanta - Jason Kidd wollte die Kontrolle übernehmen, Atlantas Coach gab ihm die perfekte Gelegenheit dazu.

Kidds Führungs- und Dirk Nowitzkis Scoring-Qualitäten haben den Dallas Mavericks zu einem 111:103 (50:50)-Overtime-Sieg bei den Atlanta Hawks verholfen. (zum Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Mit 37 Punkten war Nowitzki Topscorer seines Teams. Außerdem steuerte der Forward neun Rebounds und vier Assists bei. Überragender Akteur war allerdings Playmaker Kidd, dem das erste Triple-Double (19 Zähler, 16 Rebounds, 17 Assists) der laufenden Spielzeit gelang.

104. Triple-Double

In seiner Karriere hat der 36-Jährige dieses Kunststück mittlerweile schon zum 104. Mal fertiggebracht. Nur zwei Legende waren in dieser Statistik noch erfolgreicher: "Magic" Johnson und Oscar Robertson.

Routinier Kidd versprühte fast schon Euphorie: "Dieses ist mir genauso viel wert, wie mein Erstes", sagte der Point Guard: "Ein Triple-Double mit 36 fühlt sich großartig an."

"Du hat kein Trikot an"

Kidd überzeugte nicht nur aufgrund seiner statistischen Werte, sondern vor allem als Anführer. Eineinhalb Minuten vor dem Ende der Partie stieß er Atlantas Trainer Mike Woodson zur Seite, weil dieser sich mit einem Fuß auf dem Spielfeld befand.

"Der Coach sollte nicht auf dem Court sein", sagte Kidd: "Ich habe ihm gesagt: Du kannst nicht aufs Feld. Du hast kein Trikot an."

Die Referees gaben Kidd recht und entschieden auf technisches Foul gegen Woodson. Die Hawks retteten sich zwar noch in die Verlängerung, aber dort hatten sie den Mavericks nichts mehr entgegenzusetzen.

Woodson lobt Kidd

"Die Schiedsrichter hatten recht. Ich glaube, von da an haben wir das Spiel mental im Griff gehabt. Es war eine Reaktion und genau das, was das Team brauchte. Regeln sind Regeln", äußerte sich Kidd nach dem Spiel zu seiner Aktion.

Selbst Woodson fand lobende Worte für Kidd: "Er hat ein tolles Spiel gemacht. Jason Kidd ist ein All-Star, ein potenzieller Hall-of Famer. Er hat getan, was er tun musste. Dummerweise ging es gegen uns. Das muss ich auf meine Kappe nehmen." 207913(Die Bilder)

Aufholjagd im letzten Viertel

Dabei hatte es acht Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit noch gar nicht nach einem Sieg für Dallas ausgesehen. Nach zwei verwandelten Freiwürfen von Jamal Crawford stand es 86:71 - die höchste Führung des Spiels für Atlanta.

Doch angeführt von Kidd und Nowitzki starteten die Mavs ihre erfolgreiche Aufholjagd.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Weiter Chancen auf Platz zwei

Für Dallas war es bereits der sechste Sieg in Folge - nur das erste Spiel nach der All-Star-Pause gegen Oklahoma ging verloren. Dank des Erfolges besitzt Dallas weiterhin gute Chance sich den zweiten Platz im Westen zu sichern.

Bester Scorer bei Atlanta war Joe Johnson mit 27 Punkten.

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