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Kevin Garnett wurde 2007 im Tausch für fünf Spieler zu den Boston Celtics getradet © getty

Die Celtics unterliegen dem schlechtesten NBA-Team. Garnett lässt kein gutes Haar an Bostons Defense. Dreierrekord für die Jazz.

Von Olaf Mehlhose

Boston/München - Die Boston Celtics haben sich bis auf die Knochen blamiert.

Die 96:104 (42:49)-Niederlage gegen die New Jersey Nets bedeutete für den Meister von 2008 die zweite Pleite in Folge vor heimischem Publikum.

Im Gegensatz zur Niederlage gegen die Cavaliers ist das Debakel gegen New Jersey, allerdings schwer zu erklären: Die Nets sind das mit Abstand schlechteste Team der Liga und fuhren gegen die Celtics erst ihren sechsten Sieg ein. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Boston musste zum dritten Mal in Folge ohne Forward Paul Pierce antreten. Ob der 32-Jährige gegen Detroit dabei sein wird, steht noch nicht fest.

"KG" ist angeekelt

Kevin Garnett, mit 26 Punkten und 9 Rebounds noch Bostons Bester, sagte er sei "angeekelt". Die Niederlage machte "KG" an der schwachen Defensivleistung seines Teams fest: "In dieser Liga musst du den Gegner aufhalten, so einfach ist das. Wenn ein Team erstmal einen Lauf hat, ist es schwer zu stoppen."

Die Celtics schafften es im letzten Viertel, einen 18-Punkte-Rückstand bis auf sechs Zähler zu reduzieren, aber ein Korbleger von Kris Humphries und zwei verwandelte Freiwürfe von Center Brook Lopez sorgten zwei Minuten vor Spielende für die Entscheidung zugunsten der Nets.

41 Freiwürfe für New Jersey

Auffällig war vor allem die Anzahl an Freiwürfen, die beiden Mannschaften zugesprochen wurden: New Jersey 41, Boston gerade mal elf.

"Das zeigt, dass wir aggressiv waren", sagte Lopez (25 Zähler, 7 Rebounds): "Für den größten Teil der Saison haben wir Sprungwürfe zu einem ungünstig Zeitpunkt versucht. Heute sind wir sehr entschlossen zum Korb gezogen und haben versucht, zum Abschluss zu kommen."

Die Nets müssen aber noch vier weitere Spiele gewinnen, um nicht als schlechtestes Team aller Zeiten in die NBA-Geschichte einzugehen. 206482(DIASHOW: NBA - Woche 18)

Sport1.de hat die weiteren Ergebnisse aus der NBA:

Utah Jazz - Houston Rockets 133:110 (70:59)

Durch einen 133:110-Triumph über Houston rehabilitierte sich Utah für die unerwartete Schlappe bei den Sacramento Kings. Allen voran Spielmacher Deron Williams, der mit 35 Zählern, 13 Assists und sieben Rebounds bei dem Team aus Salt Lake City herausragte.

"Ich war heute besonders motiviert", sagte der 25-Jährige All Star: "Ich war nicht zufrieden damit, wie ich zuletzt gespielt habe. Deshalb wollte ich heute ein Zeichen setzen."

Utah mit starker Team-Leistung

Aber nicht nur Williams, das gesamte Team der Jazz zeigte eine deutliche Leistungssteigerung. Carlos Boozer, Paul Millsap und Wes Matthews trugen jeweils 18 Punkte bei. Außerdem stellte Utah eine Saisonbestleistung für erzielte Dreier auf. Insgesamt versenkte das Team von Jerry Sloan 14 von 25 Drei-Punkte-Würfen.

Kevin Martin, mit 32 Punkten Houstons Topscorer, merkte schon in den ersten Minuten des Spiels, dass Williams an diesem Abend besonders gut aufgelegt war.

"Das zeichnet große Spieler aus", sagte der Shooting Guard: "Sie machen ein schlechtes Spiel und sind dann im nächsten umso aggressiver."

Durch den Sieg zog Utah in der Tabelle mit den Dallas Mavericks gleich. Mit 38 Siegen und 21 Niederlagen belegen die Teams im Westen gemeinsam den dritten Platz.

New York Knicks ? Memphis Grizzlies 109:120 (52:56)

Dank eines 120:109-Erfolg in New York dürfen die Grizzlies weiter von den Playoffs träumen. Herausragender Akteur bei Memphis war Forward Zach Randolph, dem mit 31 Punkten und 25 Rebounds ein selten hohes Double-Double gelang. Bester Werfer bei den Knicks war Al Harrington (31 Punkte).

Memphis belegt in der Western Conference den zehnten Platz.

Minnesota Timberwolves ? Portland Trail Blazers 91:110 (33:47)

Die Trail Blazers haben durch einen 110:91-Auswärtssieg in Minnesota ihre Playoff-Chancen gewahrt.

Mit einer Bilanz von 35 Erfolgen und 27 Niederlagen steht Portland im Westen derzeit auf dem achten Platz.

Bei den Blazers stellte Nicolas Batum mit 31 Punkten und fünf erfolgreichen Dreiern gleich zwei Karriere-Bestleistungen auf.

Die weiteren Ergebnisse:

Miami Heat - Milwaukee Bucks 71:94

Indiana Pacers - Chicago Bulls 100:90

Golden State Warriors - Detroit Pistons 95:88

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