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Dirk Nowitzki (l.) und Co. verloren in der Vorsaison beide Partien gegen die Wizards © getty

Dallas soll das Tempo anziehen, doch die Startfünf ist nicht die jüngste. Der Preseason-Start gegen Washington weist den Weg.

Von Michael Spandern

München/Dallas - Die neue Ausrichtung ist benannt, der erste Test von Wert steht an: Gegen die unbequemen Washington Wizards (Mi., 4.30 Uhr) wollen die Dallas Mavericks von ihnen unbekannten Tempobasketball vorführen.

Den hat der neue Head Coach Rick Carlisle Dirk Nowitzki und Co. verordnet, um es nach zwei Erstrunden-Pleiten in den Playoffs wieder auf die Siegerstraße zu lotsen.

Doch das texanische Team ist im Wesentlichen unverändert, und von den vier Startern, auf die sich Carlisle vorerst festgelegt hat, ist Josh Howard mit 28 Jahren noch der Jüngste.

Zurück zu altem Marktwert?

Der Small Forward dürfte er nach einem skandalträchtigen Sommer (Marihuana-Geständnis, illegales Autorennen, Verhöhnen der Nationalhymne) bei den Fans einen schweren Stand haben.

"Wie oft hat er sich entschuldigt?", wirbt Donnie Nelson als geschäftsführender Präsident der Mavericks um Vergebung.

Nicht nur er hat die Hoffnung, dass Howard nun mit Leistungen seinen Ruf aufpoliert und sein Marktwert in alte Höhen klettert. Zumal der Flügelspieler als einer der wenigen Mavs prädestiniert ist, um Fast Breaks abzuschließen.

Nowitzki beim Rebound gebunden

Dirk Nowitzki ist zwar für einen 2,13 m großen Spieler flink und beweglich, doch ist er meistens beim Defensiv-Rebound gebunden.

Schließlich geht Erick Dampier, der als Center den Vorzug vor DeSagana Diop bekommt, beim Rebounding ebenso behäbig vor wie beim Umschalten auf Offensive.

Spielmacher Jason Kidd trägt nach mäßigen Monaten in der Vorsaison nun die Verantwortung für die Temposteigerung, läuft mit 35 Jahren aber auch gegen die Zeit.

"Eine meiner liebsten Anspielstationen"

An seiner Seite macht er sich aber für einen anderen Etablierten stark. Jason Terry (31), ebenfalls gelernter Playmaker, harmoniere als Shooting Guard prächtig mit ihm. "Dass es zwischen mir und Jason gleich geklickt hat, war das Beste, was uns passieren konnte", sagte Kidd, der im Februar nach Dallas gekommen war.

"Er ging raus, rannte und bekam eine Menge einfacher Körbe. Davon sind wir leider abgekommen, aber wenn wir schnell gespielt haben, war er eine meiner liebsten Anspielstationen", ergänzte Kidd.

Sein Ziel sei es, dass Terry mehr Anteile im Angriff erhält. Dasselbe hatte Kidd allerdings in den letzten Wochen auch über Nowitzki und Howard gesagt?

Nowitzki preist die Jungen

Als bewährte Alternative zu Terry hat Carlisle nur der Devean George (31) zur Hand, den die Mavericks zwischenzeitlich schon abgeschrieben hatten. Eddie Jones muss dagegen aussetzen. Der 37-jährige hatte sich in der Vorwoche auf dem Ergometer eine Zerrung zugezogen.

Nelson schließt nicht aus, Jones seinen Vertrag bis zum Saisonende auszuzahlen. Aber "im Moment brauchen wir ihn gesund."

Nowitzki sieht hingegen genug andere Kandidaten: "Viele junge Spieler haben eine klasse Vorbereitung gespielt. Antoine Wright macht sich gut auf dem Flügel. Und Gerald Green ist unglaublich athletisch. Ich möchte bei dieser Entscheidung nicht in der Haut des Coaches stecken?"

Gegen die flinken Wizards um Antawn Jamison und Caron Butler weist sich, wem Carlisle wie viele Anteile gibt, und wer den neuen, hohen Anforderungen gerecht wird.

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