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Seit 2005 wurde LeBron James immer ins All-Star-Aufgebot berufen © getty

James hat die Nummer seines zweitliebsten Spielers im Auge. Jordan zahlt angeblich einen neunstelligen Betrag für die Bobcats.

Von Olaf Mehlhose

München - Aus Respekt für Michael Jordan will LeBron James seine 23 nach dem Ende der Saison gegen eine 6 eintauschen.

"Ich glaube, was Michael Jordan für das Spiel getan hat, verdient Anerkennung", sagte der Megastar der Cleveland Cavaliers, der die 23 schon seit der High School trägt: "Ohne ihn gäbe es weder LeBron James noch Kobe Bryant oder Dwyane Wade." (zum Sport1.de-Nowitzki-Watch).

James will damit der Anführer einer Bewegung werden, die als Hommage an sein Idol gedacht ist. Ginge es nach James, sollte kein NBA-Spieler mehr das Jersey mit der Nummer 23 tragen. 90105(DIASHOW: Michael Jordans Karriere)

Teams müssen entscheiden

Im Gegensatz zur MLB und NHL, in denen die Nummer 42 von Jackie Robinson bzw. die 99 von Wayne Gretzky nicht mehr vergeben werden, ist dies in der NBA noch nie vorgekommen.

"Die Entscheidung, eine bestimmte Nummer nicht mehr zu verleihen, wird immer von den Teams getroffen", sagte NBA-Sprecher Tim Frank dazu.

Nach NBA-Regeln hat James bis zum 5. März Zeit einen Antrag einzurreichen, um seine Nummer zu tauschen. Dieser gilt allerdings nur für sein derzeitiges Team.

James hat schon Ersatz gefunden

Als Ersatz hat "The Chosen One" die 6 im Auge.

"Nach Jordan war Julius Erving mein Lieblingsspieler und er hat die 6 getragen", sagte James: "Meine erstes Kind wurde am 6. Oktober geboren, ich habe die "6" bei den olympischen Spielen getragen und mein zweites Kind kam im Juni zur Welt."

O'Neal für sechs Wochen außer Gefecht

James' Teamkollegen Shaquille O'Neal droht wegen einer Verletzung am rechten Daumen bis zu den Playoffs auszufallen.

Wegen der Blessur, die er sich im Gipfeltreffen mit den Boston Celtics zugezogen hatte, unterzog sich O'Neal einem operativen Eingriff. Der 38-Jährige wird mit Sicherheit bis zum Ende der regulären Saison ausfallen. Selbst für den Playoff-Auftakt am 17. April ist der Center fraglich.

Bisher hat Shaq eine sehr gute Spielzeit für die Cavs abgeliefert. Der viermalige NBA-Champion kommt in 53 Spielen durchschnittlich auf 12 Punkte und 6,7 Rebounds.

Für O'Neal wird voraussichtlich J.J Hickson in die Startformation rücken.

Jordan in den Schlagzeilen

Nicht nur Michael Jordans ehemalige Trikotnummer, sondern auch sein Geschäftsgebaren sorgt derzeit für Schlagzeilen.

Nachdem sich Jordan am Samstag mit dem vorherigen Besitzer der Charlotte Bobcats Bob Johnson auf einen Deal geeinigt hat, geraten immer mehr Details an die Öffentlichkeit.

Aus dem Umfeld der Bobcats wurde bekannt, dass der wahrscheinlich beste Basketballer aller Zeiten einen großen Teil seines eigenen Kapitals einsetzt.

Risiko soll verteilt werden

Sollte Jordan als Eigentümer bestätigt werden, stellt sich ihm die Herausforderung, Investoren zu finden, um das Risiko für die den Klub aufzuteilen. Jordan will sich nicht darauf einlassen die finanziellen Verluste, etwa 30 Millionen Dollar pro Saison, alleine zu tragen.

Im Gegensatz zu Johnson dürfte es Jordan allerdings einfacher haben, sowohl Sponsoren als auch bessere Deals zu bekommen.

Neunstelliger Kaufpreis

Jordan, der sich bisher nicht zu dem Geschäft geäußert hat, ist seit 2006 als Verantwortlicher für die Basketball-Abteilung bei den Bobcats involviert.

Nach NBA-Regeln muss der Besitzer eines Teams über die mehrheitlichen Anteile verfügen. Das bedeutet aber nicht, dass ihm die Mehrheit der Franchise gehören muss. Der Anteil muss sich auf mindestens 15 Prozent belaufen.

Der genaue Kaufpreis wurde bisher nicht bekannt, aber Schätzungen besagen, dass er über 250 Millionen Dollar liegt.

Freude im Spielerkreis

Die Spieler freuen sich über Jordans Einbeziehung, allerdings glaube sie nicht, dass sich viel für sie ändert.

"Solange er nicht aus dem Ruhestand zurückkehrt, hat es auf uns keine Auswirkungen", scherzte Gerald Wallace: "Er wird weiterhin eine Etage über uns sitzen und Entscheidungen für den Basketball-Bereich treffen."

Erste Verpflichtung zeichnet sich ab

Coach Larry Brown sieht das ein bisschen anders: "Früher musste er sich alles absegnen lassen, jetzt ist er der Verantwortliche und trifft die Entscheidungen selbst."

Über die ersten Transfers wird bereits spekuliert.

Angeblich soll Charlotte an der Verpflichtung des derzeit vertragslosen Shooting Guards Larry Hughes interessiert sein, der seit seiner zweiten NBA-Saison 1999/2000 jeweils durchschnittlich auf eine zweistellige Punktzahl pro Spiel kommt.

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