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Trotz 1,75 Meter Körpergröße gewann Nate Robinson drei Mal den Slam-Dunk-Contest © getty

Der Neuzgang sorgt in Detroit für die Wende. Die Defense der Celtics schwächelt weiter. Den Lakers reicht ein glanzvolles Viertel.

Von Olaf Mehlhose

München/Detroit - Den Boston Celtics ist der erste Schritt aus der Krise gelungen.:

In einer Neuauflage des Conference-Finals von 2008 gewannen die Celtics mit 105:100 (55:52) bei den Detroit Pistons. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Durch den Sieg stehen für Boston nun 21 Siege bei gerade einmal zehn Niederlagen in gegnerischen Hallen zu Buche. In der NBA weisen nur die Cleveland Cavaliers eine gleich gute Bilanz auf.

Nach der Heimniederlage gegen die New Jersey Nets war der Erfolg in Detroit für Boston der erste Schritt aus der Krise. Allerdings stand auch die Partie beim Meister von 2004 lange auf des Messers Schneide.

Robinson übernimmt

In der Crunch-Time übernahm dann aber Neuzugang Nate Robinson das Heft des Handelns: Der nur 1,75 Meter große Slam-Dunk-Champion versenkte zu Beginn des letzten Viertels zwei Dreier, schnappte sich einen Rebound und gab eine Vorlage.

So wandelte Boston einen 73:77-Rückstand innerhalb von vier Minuten in eine 89:81-Führung um. Insgesamt gelangen "Nate The Great" 14 Punkte in 15 Minuten Spielzeit.

"Das ist genau das, was wir von Nate sehen wollen", lobte Celtics-Coach Doc Rivers.

Celtics-Defense schwächelt

Als Detroits Center Ben Wallace beim Stand von 90:95 zwei Freiwürfe verpasste, war die Entscheidung zugunsten von Boston gefallen. 208920(DIASHOW: NBA - Woche 19)

Grund zu Besorgnis gibt derzeit die Defense der Celtics.

Schon zum fünften Mal in Folge erlaubte der Meister von 2008 dem gegnerischen Team mindestens 100 Punkte: Seit Kevin Garnett und Ray Allen für den Klub spielen, war das noch nie vorgekommen.

Double-Double von Rondo

Effektivster Akteur der Celtics war Playmaker Rajon Rondo (15 Punkte, 4 Rebounds, 11 Assists, 2 Steals).

Paul Pierce erzielte bei seiner Rückkehr neun Punkte - wegen eines verstauchten Daumens hatte der Small Forward die letzten drei Spiele verpasst.

Bei Detroit lieferte Rookie Jonas Jerebko mit 16 Punkten und zehn Rebounds die beste Leistung ab. Für die Pistons war es die vierte Niederlage in Folge.

Sport1.de hat die weiteren Ergebnisse aus der NBA:

Los Angeles Lakers - Indiana Pacers 122:99 (60:54)

Ein überragendes drittes Viertel verhalf den Los Angeles Lakers zu einem ungefährdeten 122:99 (60:54)-Sieg über die Indiana Pacers.

Den Spielabschnitt nach der Pause dominierte der Meister mit 38:17 Punkten. Bester Punktesammler in einem ausgeglichenen Lakers-Team war Kobe Bryant mit 24 Zählern.

Pau Gasol überzeugte mit 14 Punkten und 16 Rebounds. Bei den Gästen sammelte Troy Murphy (17 Punkte) die meisten Zähler.

Seit die Lakers im Staples Center spielen, haben sie alle 14 Partien gegen die Pacers gewonnen.

Oklahoma City Thunder - Sacramento Kings 113:107 (65:58)

Kevin Durant (39 Punkte, 10 Rebounds) und Russel Westbrook (30 Punkte, 13 Assists) führten die Oklahoma City Thunder zu einem 113:107 (65:58)-Sieg über die Sacramento Kings.

Für Durant war es bereits das 14. Spiel der Saison, in dem er die Marke von 30 Punkten und zehn Rebounds knackte.

Allerdings machten sich die Thunder durch eine schwache Defensivleistung das Leben lange schwer.

Kings treffen mehr als 50 Prozent

Das Team von Scott Brooks ermöglichte den Kings eine Trefferquote von 54 Prozent aus dem Feld.

Zuvor war es erst sechs NBA-Teams gelungen, mehr als die Hälfte seiner Würfe gegen Oklahoma City zu verwandeln.

Von den letzten 14 Spielen haben die Thunder nun zwölf gewonnen. Bei Sacramento war Tyreke Evans mit 27 Zählern erfolgreichster Scorer.

Miami Heat - Golden State Warriors 110:106 (56:54)

Nach vier verlorenen Spielen feierten die Miami Heat beim 110:106 (56:54) über die Golden State Warriors wieder einen Erfolg.

Angeführt von Dwyane Wade (35 Punkte, 12 Assists) punkteten mit Quentin Richardson (15), Michael Beasley (15), Jermaine O'Neal (14) und Carlos Arroyo (14) gleich fünf Heat-Akteure zweistellig.

Entscheidende Dreier von Richardson

Verantwortlich für den Sieg war neben Wade vor allem Richardson, der im letzten Viertel zwei entscheidende Drei-Punkte-Würfe versenkte.

Dank des Sieges dürfen die Heat weiter auf die Playoffs hoffen - derzeit liegen sie im Osten auf dem achten Rang.

Beim Team aus Oakland, das weiterhin auf Topscorer Monta Ellis verzichten muss, gelangen Anthony Morrow (24) die meisten Punkte.

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