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In der Saison 2002/2003 gewann Arenas den Award als "NBA Most Improved Player" © getty

Gilbert Arenas sieht dem Gerichtsurteil in seiner Waffen-Affäre gelassen entgegen - und auch seiner sportlichen Zukunft.

Von Silke Schwohl und Martin Hoffmann

München/Washington - Rund dreieinhalb Wochen ist es noch hin bis zu dem Gerichtsentscheid, der sehr einschneidend sein könnte für das Leben von Gilbert Arenas.

Der Starspieler der Washington Wizards, von der NBA noch bis zum Saisonende suspendiert weil er Pistolen in die Umkleidekabine gebracht hatte, hat sich des illegalen Waffenbesitzes schuldig bekannt, am 26. März fällt das Urteil.

Dem Guard drohen bis zu fünf Jahre Haft. Doch bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit seinem Schuldbekenntnis zeigte sich der 28-Jährige betont gelassen.

Auf die Frage, ob er nervös sei, anwortete Arenas am Rande eines PR-Termins für die Tierschutzorganisation PETA in der US-Hauptstadt: "Wenn der Richter das glaubt, was in der Zeitung steht, dann ja. Wenn er sich an die wirkliche Geschichte hält, habe ich keine Befürchtungen."

"Basketball wird überall gespielt"

Arenas' Gelassenheit ist wohl nicht grundlos, denn als Gegenleistung für sein Geständnis hat die Staatsanwaltschaft dem Gericht empfohlen, keine höhere Strafe als sechs Monate Haft auszusprechen - und die werden womöglich auch zur Bewährung ausgesetzt.

Aber da ist noch die zweite Ungewissheit: Wie geht es weiter mit Arenas' Basketball-Karriere?

Arenas würde gerne weiter für die Wizards spielen, immerhin befindet er sich erst im zweiten Jahr seines sechs Jahre laufenden 111 Millionen-Dollar-Deals.

Trotzdem sieht es "Agent Zero" gelassen: "Wie sich der Verein entscheidet liegt nicht in meinen Händen. Letztlich ist es mir egal wo ich spiele. Basketball ist Basketball und wird überall auf der Welt gespielt."

Zukunft in Washington möglich

Wizards-Präsident Ernie Grunfeld deutete kürzlich bereits an, dass die Tür für Arenas weiterhin offen steht: "Er ist ein Teil der Mannschaft. Wenn er will, kann er hier spielen."

Allerdings gab es bei den Wizards seit Arenas' Suspendierung bekanntlich diverse Umwälzungen: Nach umfangreichen Trades sind Caron Butler, Brendan Haywood und Antawn Jamison nicht mehr im Team.

Ob Arenas Mittelpunkt der neu formierten Mannschaft sein soll oder ebenfalls weg soll, ist ungewiss.

In jedem Fall hat Arenas noch spannende Wochen vor sich.

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