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Jermaine O'Neal kam 2009 von Toronto zu den Miami Heat © getty

Ein Geniestreich in der Verlängerung entscheidet das Spiel zwischen Miami und den Los Angeles Lakers zu Gunsten der Gastgeber.

München/Miami ? Kobe Byrant schien mit seinen 39 Punkten der Spieler des Spiels zu werden.

Dann brachte aber ein Geniestreich von Miami-Center Jermaine O'Neal in der Verlängerung die Heats auf die Siegerstraße, als er 18,7 Sekunden vor Schluss ein Offensiv-Foul von Bryant auf sich zog.

Im Gegenzug verwandelte Heat-Guard Carlos Arroyo zwei Freiwürfe, so dass anstatt eines Unentschiedens ein Vier-Punkte-Vorsprung (113:109) für Miami auf der Anzeige leuchtete, den die Gastgeber nicht mehr aus der Hand gaben.

Am Ende gewannen die Miami Heat gegen die Los Angeles Lakers mit 114:111 (44:47, 99:99).(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Ständiger Führugswechsel

Es war ein Spiel mit ständigem Führungswechsel: Insgesamt verzeichnete die Statistik nach der Schlusssirene 31 Führungswechsel und 19 Mal konnte ein Team einen Rückstand ausgleichen.

Dass das Pendel zugunsten der Miami Heat ausschlug, lag am Ende an O'Neals Aktion, die der Heat-Center seinen Mitspielern angekündigt hatte.

So lobte ihn auch nach dem Spiel sein Kollege Dwyane Wade: "Das ist typisch Jermaine. Er verteidigt den Korb nicht nur mit Blocks, sondern kann auch Offensiv-Fouls auf sich ziehen."

Bryant erzwingt Verlängerung

Es war aber auch Kobe Bryant der sein Team überhaupt in die Verlängerung gebracht hatte, als ihm in der regulären Spielzeit mit einem Sprungwurf drei Sekunden vor Schluss der 99:99-Ausgleich gelang.

Und wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, wenn die Schiedsrichter beim Stand von 97:96 für Los Angeles bei einem Wurf von Byrant nicht auf Airball sondern auf Foul entschieden hätten.

So war Lakers-Coach nach dem Spiel verärgert über die Entscheidung: "Ich bin mir sicher, dass es kein Airball war."

Miami schon fast am Ziel

3:40 Minuten vor Schluss konnte man auch schon nicht mehr mit einer Verlängerung rechnen.

Denn nach einem Drei-Punkt-Wurf von Dwyane Wade lag Miami mit acht Punkten in Führung (92:84).

Los Angeles konterte aber mit einem 9:2-Lauf, indem Lakers-Guard Derek Fisher ein Dreier gelang.

Und in der Verlängerung kam dann die Zeit des Jermaine O'Neals.

Lakers bleiben vorne

So dass am Ende das Duell der beiden Stars zwischen Kobe Byrant und Dwyane Wade mit 39 zu 27 Punkten an den Lakers-Guard ging, der Sieg aber nach Miami.

"Wir haben heute nicht gut verteidigt und Miami hat einige große Spielzüge gemacht", zeigte sich Kobe Bryant dennoch als guter Verlierer.

Die Lakers bleiben trotz der Pleite mit nun 46 Siegen und 16 Niederlagen bestes Team der Western Conference vor Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks (41:21), Miami liegt im Osten auf dem achten Platz. (zum Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Sport1.de hat die weiteren Ergebnisse aus der NBA:

Chicago Bulls - Memphis Grizzlies 96:105 (51:45)

Dank eines Double-Double von Zach Randolph mit 31 Punkten und 18 Rebounds gewannen die Memphis Grizzlies bei den Chicago Bulls mit 105:96 (45:51).

Damit gelang ihnen der sechste Auswärtssieg in Folge. Topscorer bei den Bulls war Forward Luol Deng mit 23 Zählern.

Phoenix Suns - Utah Jazz 108:116 (57:49)

Einen Auswärtssieg konnten auch die Utah Jazz beim 116:108 (49:57)-Erfolg über die Phoenix Suns feiern.

Dabei erzielte Utah 41 Punkte im letzten Viertel.

Bei den Jazz war Deron Williams mit 27 Punkten bester Werfer. Für die Suns erzielte Amare Stoudemire 30 Zähler.

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