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Marion wechselte im vergangenen Jahr von den Toronto Raptors zu den Dallas Mavericks © getty

Marion zeigt gegen Minnesota seine beste Saison-Leistung. Auch Nowitzki und Butler punkten zuverlässig. Hollins fliegt vom Feld.

Von Olaf Mehlhose

München/Minneapolis - Gegen die Minnesota Timberwolves hat Shawn Marion zu alter Offensivstärke zurück gefunden.

Beim 125:112 (71:61)-Sieg in Minnesota lieferte der Forward der Dallas Mavericks seine beste Saisonleistung ab.

Mit 29 Punkten, 14 Rebounds und drei Steals war Marion der herausragende Akteur bei den Mavericks.

In der laufenden Spielzeit hatte der 31-Jährige bisher im Schnitt 11,5 Punkte pro Spiel aufgelegt und 18 Zähler als Saison-Bestleistung stehen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Lob von Carlisle

Marion schien seine Punktausbeute allerdings am wenigsten zu überraschen. "Ich habe das vorher auch schon geschafft", sagte er: "Das ist kein Problem.

Die im Gegensatz zu vorherigen Spielzeiten geringere Punktausbeute lag vor allem daran, dass sich Marion in dieser Saison mehr auf die Defensive konzentrierte.

Trainer Rick Carlisle sparte dann auch nicht mit Lob für seinen Forward:(zum Sport1.de-Nowitzki-Watch)

"Ich sage ihm jede Woche, wie wichtig er für uns ist und wie sehr ich zu schätzen weiß, wie er sein Spiel unseren Anforderungen angepasst hat", sagte der Coach: "Von allen Neuen ist er der Spieler, der sich am meisten umstellen musste."

Auch Nowitzki und Butler mit mehr als 20 Punkten

Neben Marion überzeugten bei Dallas Dirk Nowitzki (24 Punkte, 6 Rebounds) und Caron Butler (23 Zähler).

Nowitzki, der schon nach 90 Sekunden zwei Fouls hatte und darum vorerst auf der Bank Platz nahm, traf acht seiner 15 Wurfversuche und versenkte acht von zehn Freiwürfen.

Jefferson mit starkem Comeback

Zu Beginn des Spiels sah es allerdings gar nicht nach einem Sieg der Mavericks aus. Nach sechs Minuten waren die Wolves bereits auf 19:9 davongezogen. Aber angeführt von Marion (6 Punkte) zogen die Mavs mit einem 15:0-Run auf 32:23 davon.

Eine Führung die Dallas bis zum Ende der Partie relativ mühelos verteidigte - näher als fünf Punkte kam Minnesota nicht mehr heran.

Nach seiner zwei Spiele dauernden Disziplinarstrafe wegen einer alkoholisierten Autofahrt kehrte bei den Timberwolves Al Jefferson in die Mannschaft zurück.

Mit 36 Punkten und 13 Rebounds zeigte der Center eine starke Leistung.

Tätlichkeit gegen Nowitzki

Negativer Höhepunkt der Partie war eine Tätlichkeit von Ex-Maverick Ryan Hollins, der Nowitzki nach einem verlorenen Rebound-Duell mit dem Arm auf den Kopf schlug.

Nach Betrachtung der Videoaufzeichnung wurde der 25-Jährige von den Referees des Feldes verwiesen.

Aber Ex-Teamkollege Nowitzki war nicht nachtragend. "Hollins ist ein bisschen außer Kontrolle geraten", sagte der 31-Jährige: "Das passiert schon mal."

Durch den Sieg entschied Dallas auch das zwölfte Spiel in Folge für sich. Die letzte Niederlage datiert vom 16. Februar. Damit weisen die Texaner nur noch zwei Siege weniger als die Western-Conference-Primus Los Angeles Lakers auf.

"Ein echtes Team"

Auffällig ist vor allem, wie gut die Mavericks derzeit den Ausfall von Leistungsträgern kompensieren. Letzte Woche sprangen Rodrigue Beaubois und Jason Terry für Jason Kidd ein, dann Beaubois für Terry und diesmal trumpfte Marion auf.

Das Fehlen von Center Brendan Haywood wurde durch eine Zonenverteidigung aufgefangen: Die Point Guards Kidd und Beaubois spielten im Back- und die Forwards Butler, Marion und Nowitzki im Frontcourt.

"Das ist ein echtes Team", sagte Carlisle: "Wenn einer nicht so gut spielt, springt ein anderer für ihn ein. Die Spieler sind eine verschworene Gemeinschaft und feuern sich gegenseitig an."

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