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Kobe Bryant erzielte in dieser Saison im Schnitt 27,7 Punkte pro Spiel © getty

Der Shooting Guard trifft buchstäblich in letzter Sekunde. Orlando feiert den nächsten Sieg. Boston verliert bei den Bucks.

Von Olaf Mehlhose

München/Los Angeles - Die Los Angeles Lakers haben den ersten Schritt aus ihrer Krise gemacht.

Durch einen 109:107 (50:58)-Erfolg über die Toronto Raptors kam der Meister nach Niederlagen gegen Miami, Charlotte und Orlando wieder zu einem Sieg.

Kobe Bryant, der 14 seiner 32 Punkte im letzten Viertel erzielte, besorgte eine Sekunde vor dem Ende mit einem Wurf aus etwa fünf Metern die Entscheidung (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Zehn Sekunden zuvor hatte Chris Bosh (22 Punkte) mit einem Dreier den Gleichstand erzielt.

Negativ-Serie gestoppt

Durch den Sieg vermieden es die Lakers, erstmals seit 2007 vier Spiele nacheinander zu verlieren.

Neben Bryant überzeugten beim Meister noch Andrew Bynum (22 Zähler), Pau Gasol (19 Zähler) und Lamar Odom (10 Punkte, 8 Rebounds, 5 Assists).

Drei Siege mehr als Dallas

Durch den Erfolg weisen die Lakers eine Bilanz von 47 Siegen und 18 Niederlagen auf. Damit hat das Team von Phil Jackson seinen Vorsprung auf die Dallas Mavericks (44:21) wieder auf drei Spiele ausgebaut.

Ron Artest, der im Spiel gegen Orlando noch mit Rodman-Frisur erschienen war, demonstrierte seine Entschlossenheit mit einem kahl rasierten Schädel.

Orlando Magic - Los Angeles Clippers 113:87 (67:41)

Die Orlando Magic haben auch ihr sechstes Spiel in Folge siegreich beendet. Der 113:87 (67:41)-Sieg über das Team von Chris Kaman war zu keinem Punkt gefährdet.

Dwight Howard lieferte sein 51. Double-Double (22 Punkte, 15 Rebounds) der Saison ab und wurde von Jameer Nelson (17 Zähler) und Rashard Lewis (15 Zähler) tatkräftig unterstützt.

"Reife Leistung"

"Mir hat die Art und Weise gefallen, in der wir das Spiel nach dem Sieg über die Lakers angegangen sind", sagte Coach Stan van Gundy:

"Auch in der zweiten Hälfte hatten wir keine Schwächeperioden. Wir haben ein solides und reifes Spiel gezeigt." (zum Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Dunleavy entlassen

Ganz anders stellt sich die Lage bei den Clippers dar.

Während des Spiels gab Los Angeles bekannt, dass sich der Klub von Geschäftsführer Mike Dunleavy getrennt hat. Erst vor einem Monat war Dunleavy von seinem Posten als Coach der Clippers zurückgetreten, um sich auf das operative Geschäft zu konzentrieren.

Milwaukee Bucks - Boston Celtics 86:84 (42:46)

Nach vier Siegen in Folge mussten sich die Boston Celtics bei dem Milwaukee Bucks mit 84:86 (46:42) geschlagen geben.

Ausschlaggebend für den Triumph der Bucks war eine starke Leistung des australischen Centers Andrew Bogut (25 Punkte, 17 Rebounds, 2 Assists, 1 Steal, 4 Blocks).

"Er hat uns vernichtet", sagte Bostons Trainer Doc Rivers: "Er hat Milwaukee im Spiel gehalten und heute Abend den Unterschied gemacht."

Foul sorgt für Extra-Motivation

Dabei waren die Celtics noch mit einer Vier-Punkte-Führung in den Schlussabschnitt gegangen.

Doch ein Foul von Glen Davis an Brandon Jennings sorgte für die benötigte Extra-Motivation bei Milwaukee.

Mit einem 18:9-Run zogen die Bucks auf 86:79 davon. Boston kämpfte sich zwar noch mal heran, schaffte aber nicht mehr den Ausgleich. Paul Pierces letzter Versuch prallte am Ring ab.

Bester Akteur der Celtics war Rajon Rondo. Der 24-jährige Point Guard kam auf 20 Punkte, vier Rebounds und sechs Assists.

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