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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Dirk Nowitzki spielt seit 1998 für die Dallas Mavericks. Sein Vertrag läuft noch bis 2011 © getty

Der Deutsche bleibt beim Sieg gegen New Jersey blass. Dennoch hängt er den "Iceman" ab. Zwei Mavericks feiern ihr Comeback.

Von Ingo Weber

München/Dallas - Es war zwar ein glanzloser Auftritt des deutschen Basketball-Superstars Dirk Nowitzki, doch es reichte für den Eintrag in die Geschichtsbücher der nordamerikanischen Profiliga NBA.

Mit dem siebten seiner mageren zwölf Punkte beim 96:87-Sieg der Dallas Mavericks gegen die New Jersey Nets zog der deutsche Nationalspieler in der ewigen NBA-Scorerliste an George "The Iceman" Gervin (20.708), der die längste Zeit seiner Karriere für die San Antonio Spurs aktiv war, vorbei auf Platz 30.

Mit 20.714 Karriere-Punkten ist Nowitzki der einzige Europäer in den Top 30 und einer von fünf noch aktiven Spielern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

20 Punkte für Jason Kidd

Mindestens ebenso wichtig war die Erkenntnis, dass man auch mit einem schwachen Nowitzki Spiele gewinnen kann.

Das sollte den Mavericks für den Rest der Saison Zuversicht geben. Der Ex-Würzburger traf nur drei von 16 Würfen aus dem Feld.

Für ihn sprangen andere in die Bresche. Jason Kidd, Caron Butler, Rookie Roddy Beaubois und Shawn Marion waren die überragenden Akteure bei den Mavericks.

Kidd steuerte 20 Punkte und neun Assists bei und traf fünf von acht Versuchen aus der Dreier-Distanz.

Halbzeitführung für New Jersey

Obwohl Dallas einen lethargischen Start in die Partie hatte, stellten sie den Saisonrekord der Cleveland Cavaliers mit 13 Siegen am Stück ein.

Die Starting-Five der Mavericks traf zum zweiten Mal in Serie geschlossen im zweistelligen Bereich.

Die Nets bauten dagegen ihre negative Saisonbilanz gegen Teams aus der Western Converence auf 1-23 aus.

Dabei hatte es für die Gastgeber aus Texas anfangs lange nach einer Blamage ausgesehen.

Ausgerechnet gegen das schlechteste Team der Liga lag Dallas zur Halbzeit mit 39:47 zurück.

"Die Last wurde verteilt"

Doch mit einer Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt sorgten die Mavericks für klare Verhältnisse.

Butler kam auf 18, Beaubois auf 16 Zähler. Marion steuerte 14 Punkte und 13 Rebounds bei.

"Dirk hat heute nicht gut gespielt, aber er kann nicht in jedem Spiel 20 oder 30 Punkte machen. Die Last wurde auf andere Schultern verteilt. Wenn ich den Ball bekam, wusste ich was zu tun ist", sagte Jason Kidd nach der Partie. (zum Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Nowitzki lag 13,3 Punkte unter seinem Saisondurchschnitt und dankte seinen Mitspielern nach der Partie: "Meine Würfe kamen heute nicht, aber die Jungs waren stark. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen."

Dallas muss lange zittern

Auch Trainer Rick Carlisle entschuldigte Nowitzkis Ausrutscher. "Er hatte eine untypische Nacht. Er kann nicht jeden Tag wie ein MVP spielen", sagte Carlisle.

Bei den Nets waren der ehemalige Mavericks-Guard Devin Harris (21 Punkte) und Terrence Williams (18 Punkte) die besten Werfer.

Die neunte Niederlage aus den letzten elf Spielen konnten aber auch sie nicht verhindern.

Die Mavericks nahmen eine 70:62-Führung mit ins letzte Viertel.

Doch elf Punkte der Gäste in Serie brachten den Sieg noch einmal in Gefahr.

Sieben Minuten vor dem Ende war New Jersey beim 81:80 bis auf einen Punkt dran.

Drittes Viertel als Grundstein

In den Schlussminuten drehte dann Caron Butler auf, der acht seiner 18 Punkte im letzten Viertel erzielte, und Dallas zog wieder auf 92:87 davon.

"Dallas ist ein gutes Team, und sie haben einen Lauf. Nach dem zweiten Viertel kamen sie heraus und traten auf das Gaspedal", zollte Harris seinem Ex-Team Respekt.

Im ersten Viertel hatten die Nets bereits mit 17:3 geführt und die ersten sieben Würfe aus dem Feld getroffen.

Auch beim Stand von 41:23 im zweiten Viertel wähnten sich die Nets auf der Siegesstraße.

Doch ein 16-6-Lauf brachte die Mavericks wieder in Schlagdistanz.

Den Grundstein zum Sieg legte das Nowitzki-Team dann im dritten Viertel.

Comeback für Haywood und Dampier

Mit einem Zwischenspurt von 24-9 zog man den Gästen aus New Jersey den Zahn.

"In der zweiten Hälfte war unsere Defensive stärker und wir waren einfach wachsamer", sagte Carlisle nach der Partie.

Bei den Mavericks feierten Brendan Haywood und Erick Dampier ihr Comeback.

Haywood musste mit Rückenproblemen zuletzt zweimal zuschauen und kam auf elf Punkte und zehn Rebounds.

Dampier verpasste die letzten zwölf Spiele und kam bei fünf Minuten Einsatzzeit auf einen Zähler.

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